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Verkauf an LuxshareAutozulieferer Leoni mehrheitlich nach China verkauft

Leoni wird mehrheitlich nach China verkauft. Chef Rinnerberger sieht auch für andere Unternehmen keinen anderen Weg, als sich mit Chinesen zu „verbünden“. 17.09.2024 - 20:25 Uhr

Das Logo des Kabel-Herstellers Leoni AG.

Foto: dpa

Der Nürnberger Kabelbaumspezialist Leoni wird mehrheitlich nach China verkauft. Der Apple-Zulieferer Luxshare übernehme 50,1 Prozent der Anteile an dem fränkischen Unternehmen vom bisherigen Alleineigentümer Stefan Pierer, teilte Leoni am Dienstag mit. Zudem übernehme Luxshare die Kabelsparte ganz. Pierer sagte, mit Luxshare sei der perfekte Partner gefunden worden, um den langfristigen Erfolg von Leoni zu sichern. Der Kaufpreis liegt nach Luxshare-Angaben bei 320 Millionen Euro.

Leoni hoffe darauf, mit Luxshare zusammen einen besseren Zugang zum chinesischen Markt zu bekommen, sagte Leoni-Chef Klaus Rinnerberger. Zugleich geht er davon aus, dass auch andere Autozulieferer sich chinesische Partner suchten: „Ich bin überzeugt davon, dass es sehr viele deutsche Unternehmen speziell im Zuliefererbereich schwer haben werden, wenn sie sich nicht mit chinesischen Partnern verbünden, um den am schnellsten wachsenden Markt mitzubedienen, und, wenn die Chinesen nach Europa kommen, auch hier mitspielen zu dürfen.“

Luxshare stellt unter anderem Computer-Kabel her und produziert auch Teile für Apple. Das Unternehmen stelle in der Volksrepublik inzwischen auch Kabelbäume her und wachse stark, sagte Rinnerberger. Zusätzlich erhalte Leoni mit dem Einstieg von Luxshare Zugang zu Steckern und könne so Komplettsysteme anbieten. Sogenannte modulare Kabelbäume kommen in der Autobranche verstärkt zum Einsatz, insbesondere bei Elektroautos. Luxshare-Chefin Grace Wang sagte, die Zusammenarbeit mit Leoni sei ein entscheidender Schritt auf dem Weg zu einem weltweit führenden Unternehmen in der Automobilbranche.

Nach dem geplatzten Verkauf der Kabel-Sparte kurz vor dem Jahresende 2022 hatte sich die hoch verschuldete Leoni in ein vorinsolvenzliches Sanierungsverfahren geflüchtet. In dem Zug war Pierer zum alleinigen Eigentümer aufgestiegen. Es war das erste Mal, dass das Unternehmensstabilisierungs- und -restrukturierungsgesetz (StaRUG) bei einem börsennotierten Unternehmen genutzt wurde.

Lesen Sie auch: Große Branchenanalyse: So gefährdet China auch Ihren Betrieb

rtr
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