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PharmakonzernMerck & Co. stoppt Gardasil-Lieferung nach China – Umsatzprognose enttäuscht

Während Gardasil schwächelt, sorgt das Krebsmittel Keytruda für starke Zahlen – doch das reicht nicht, um die Anleger zu überzeugen. Die Aktie fällt. 05.02.2025 - 13:20 Uhr

Merck & Co. kann die schwache Nachfrage seines HPV-Medikaments nicht kompensieren.

Foto: Reuters

Schwierige Geschäfte mit seinem Blockbuster-Impfstoff Gardasil in China trüben die Aussichten bei Merck & Co. Der US-Pharmakonzern setzt die Lieferungen seines HPV-Impfstoffs in die Volksrepublik bis mindestens Mitte 2025 aus, wie Merck & Co am Dienstag mitteilte. Grund ist eine schwache Nachfrage, die das Unternehmen auf wirtschaftliche Probleme in China sowie Pekings Anti-Korruptionskampagne im Gesundheitssektor zurückführt. Die stockenden Verkäufe belasten die Umsatzprognose für dieses Jahr – doch im vierten Quartal 2024 schlug sich der Konzern noch besser als erwartet, gestützt durch hohe Verkäufe seines Krebsmedikaments Keytruda.

Für 2025 rechnet Merck mit einem Umsatz zwischen 64,1 und 65,6 Milliarden Dollar – deutlich unter den Analystenerwartungen von 67,3 Milliarden Dollar. Beim Gewinn pro Aktie erwartet das Unternehmen 8,88 bis 9,03 Dollar, während Analysten im Schnitt mit 9,03 Dollar gerechnet hatten. Die Aktien von Merck & Co fielen im vorbörslichen Handel an der Wall Street um fast acht Prozent.

Gardasil, einer der wichtigsten Wachstumstreiber von Merck & Co neben Keytruda, verzeichnete vor allem in China lange starkes Wachstum. Doch seit dem zweiten Quartal 2024 sind die Verkäufe dort massiv eingebrochen. Im vierten Quartal erzielte Gardasil 1,55 Milliarden Dollar Umsatz, deutlich unter den von Analysten erwarteten 1,8 Milliarden Dollar.

Doch Keytruda, das weltweit meistverkaufte verschreibungspflichtige Medikament, konnte das mehr als ausgleichen. Der Umsatz mit dem Krebsmittel lag bei 7,8 Milliarden Dollar und damit über den Analystenschätzungen von 7,4 Milliarden. Der bereinigte Quartalsgewinn stieg auf 4,37 Milliarden Dollar (1,72 Dollar je Aktie) nach 66 Millionen Dollar (drei Cent je Aktie) im Vorjahr. Analysten hatten im Schnitt 1,62 Dollar je Aktie erwartet. Der Konzernumsatz kletterte auf 15,6 Milliarden nach 14,6 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum.

Lesen Sie auch: Diese Krebsmedikamente könnten zukünftig die Chemotherapie ersetzen

rtr
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