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Glasfaserausbau Digitalisierung mit Lichtgeschwindigkeit

Glasfaserleitungen beschleunigen die Datenübertragung für Geschäfts- und Privatkunden gleichermaßen. Quelle: Deutsche Telekom

Ohne Bandbreite hat sich der Traum von der digitalen Transformation für viele Firmen schnell ausgeträumt. Glasfaser kann da helfen. An solch einen Anschluss kommen Unternehmen leichter als gedacht.

Es tut sich was in Deutschland: Immer mehr Unternehmen trimmen ihre Prozesse, Produkte und Dienstleistungen auf digital. Doch die ambitionierten Pläne finden oft ein jähes Ende, weil der Internet-Anschluss schlicht zu langsam ist. Die klassischen Kupferleitungen können die Flut an Daten nicht mehr stemmen. Das frustriert Unternehmer wie zum Beispiel André Urban aus Köln-Porz. „Mein Kerngeschäft ist das digitale Zuhause“, sagt der Geschäftsführer eines Rollladen-Handels. „Da ist es natürlich peinlich, wenn ich während einer Präsentation für meine Kunden Datenabbrüche habe.“ Mehr Bandbreite ist also dringend nötig.

Fakten zum Glasfaserausbau

Damit alle von der Digitalisierung profitieren, braucht Deutschland schnellere Daten-Autobahnen. Eine vielversprechende Möglichkeit bietet die Glasfaser-Technologie. Sie überträgt Daten mittels Lichtwellen. Eine Glasfaser ist nicht viel dicker als ein menschliches Haar und leistet doch Erstaunliches: Sie ist weniger störanfällig als ein Kupferkabel und transportiert Daten ohne Qualitätsverlust auch über weite Strecken. Vor allem aber ist sie ein Turbo bei der Übertragungsgeschwindigkeit.
Bringt es eine modifizierte Kupferleitung auf bis zu 250 Megabit pro Sekunde (MBit/s), schafft die Glasfaser das Vierhundertfache: Bis zu 100 Gigabit pro Sekunde (GBit/s) sind mit direktem Übertragungsweg möglich.

Auf zuverlässige Anbindung angewiesen

Und das ist noch nicht das Ende: Forscher haben im Labor bereits 255 Terabit pro Sekunde durch eine Glasfaser geschickt. Eine Datei von einem Gigabyte Größe würde bei dieser Geschwindigkeit in unfassbar kurzen 31 Mikrosekunden übertragen. Bei diesen Vorzügen ist es kein Wunder, dass viele Unternehmen einen Glasfaser-Anschluss haben wollen. „Die Nachfrage nimmt stetig zu“, sagt Klaus Müller, Leiter Strategische Entwicklung und Transformation bei der Deutschen Telekom. „Wer auf Cloud-Anwendungen setzt und Datenaustausch mit anderen Firmen betreibt, ist auf eine leistungsfähige und zuverlässige Internet-Anbindung angewiesen.“ Die hohen Bandbreiten lassen sich aber nur realisieren, wenn die Glasfaser den altgedienten Kupferdraht vollständig ersetzt. Bei der Anschlussmethode FTTH (Fibre To The Home) wird das Hightech-Kabel deshalb auch auf der sogenannten letzten Meile verlegt – zwischen dem Verteilerkasten auf dem Bürgersteig und der Teilnehmeranschlussdose im Gebäude. Um einen solchen Anschluss zu bekommen, können sich Unternehmen an ihren örtlichen Netzbetreiber wenden. In Deutschland sind verschiedene Akteure im Glasfaser-Ausbau aktiv: bundesweit, regional und lokal operierende Telekommunikationsunternehmen, Energieversorger, Kabelnetzbetreiber, Stadtwerke. Sie erstellen auf Wunsch ein individuelles Angebot.

So digital ist der deutsche Mittelstand
Die Digitalisierung anzugehen, ist für viele Mittelständler gefühlt wie ein Sprung ins kalte Wasser. Wer sein Ziel konsequent verfolgt, wird jedoch bald für seinen Mut belohnt, wie die Ergebnisse des Digitalisierungsindex Mittelstand zeigen. techconsult befragte im Auftrag der Deutschen Telekom 2500 kleine und mittelgroße Unternehmen zu ihrer digitalen Entwicklung. Die Gesamt- sowie die Spitzenwerte sehen Sie hinter der Übersicht über Branchen. Quelle: Austin Neill/ Unsplash
Im Baugewerbe kommen die Unternehmen mit der digitalen Transformation voran. Rund ein Drittel (33 Prozent) hat die Digitalisierung inzwischen in der eigenen Geschäftsstrategie verankert – ein leichter Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr (31 Prozent) und deutlich mehr als noch 2016 (19 Prozent). Quelle: Pavel Losevsky/Adobe Stock
Der Digitalisierungsindex hat sich im Baugewerbe gegenüber dem Vorjahr um zwei Punkte verbessert und liegt nun bei 51 von 100 möglichen Punkten (Durchschnittswert für alle Branchen: 55 Punkte). Im Vergleich landet die Branche zwar noch im unteren Drittel, aber es ist davon auszugehen, dass sich ihr Engagement in Sachen Transformation weiter verstärken wird. Denn die Betriebe sehen, dass sich selbst einzelne digitale Maßnahmen positiv auf Umsatz oder Kostenentwicklung auswirken. Quelle: Deutsche Telekom
Das deutsche Gastgewerbe arbeitet kontinuierlich an seiner Digitalisierung. Noch liegen Gastronomie und Hotellerie im Branchenvergleich mit 53 Indexpunkten zwar leicht zurück (der Durchschnitt der Unternehmen aller Branchen erreicht 55 Punkte), doch das könnte sich bald ändern. 36 Prozent der mittelständischen Unternehmen der Branche generieren schon heute einen digitalen Mehrwert, das heißt, bei ihnen haben sich die Kosten der Transformation bereits amortisiert. Quelle: Taylo Davidson/Unsplash
Auf fast allen digitalen Handlungsfeldern sind die Gastronomen ein gutes Stück vorangekommen. Besonderes Augenmerk lag auch im vergangenen Jahr auf der Weiterentwicklung der Kundenbeziehungen sowie auf dem Thema Sicherheit und Datenschutz. Selbst Einzelmaßnahmen werfen einen digitalen Mehrwert ab und wirken sich positiv auf die Umsatzentwicklung aus. So können etwa 87 Prozent der Befragten mit einem Internetauftritt leichter neue Kunden gewinnen. Quelle: Deutsche Telekom
Die deutschen Handelsunternehmen haben ihre digitale Transformation im vergangenen Jahr weiter vorangetrieben. 38 Prozent der Unternehmen integrierten die Digitalisierung bereits in ihre Geschäftsstrategie. Das ist zwar ein Prozentpunkt mehr als im Vorjahr, dennoch liegt die Branche damit unter dem gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt (45 Prozent). Quelle: xy/AdobeStock
Digitale Konsequenz wird auch im Handel mit einem digitalen Mehrwert honoriert. Die digitalen Vorreiter sind mit ihren Unternehmenskennzahlen deutlich zufriedener als die übrigen Unternehmen. Aber schon Einzelmaßnahmen zahlen sich aus: So sagen 75 Prozent der Unternehmen, dass sie dank Cloud-Lösungen effizienter arbeiten. Quelle: Deutsche Telekom

Glasfaser bis zum Anschluss im Büro

Da für einen durchgängigen Glasfaser-Anschluss ein neues Kabel verlegt werden muss, sind Tiefbauarbeiten auf dem Firmengrundstück notwendig. Je nach Ausbaustufe der Kommune muss auch auf öffentlichem Grund gebaggert werden, um den nächsten Verteilerkasten zu erreichen. Das macht zusätzliche Planung und ein Genehmigungsverfahren beim örtlichen Bauamt nötig. Die Kosten variieren deshalb stark: Zwischen 60 und 100 Euro pro laufendem Meter Glasfaserkabel muss man kalkulieren.
Aber auch die Telekommunikationsunternehmen selbst treiben den Ausbau voran. Die Deutsche Telekom etwa will bis 2022 rund 3.000 Gewerbegebiete in Deutschland an ihr Glasfasernetz anschließen. Davon profitieren insbesondere kleine und mittelständische Betriebe, die sich oft in solchen Gebieten ansiedeln.

Die Telekom geht dabei in Wellen vor. Derzeit befindet sich die vierte Welle in der Vorvermarktung: Entscheidet sich jedes dritte Unternehmen im jeweiligen Gewerbegebiet für einen Glasfaser-Anschluss, baut die Telekom dort ein FTTH-Glasfasernetz aus. „Wir erschließen dann jede Straße und legen Glasfaser bis auf jede Grundstücksgrenze“, erläutert Klaus Müller. Wer einen Vertrag abschließt, bekommt ein Glasfaserkabel bis zur Telefondose im Büro verlegt. Dieser Ausbau kostet das Unternehmen nichts. Es hat auch sonst nur wenig Arbeit damit, denn um Bauarbeiten und Genehmigungen kümmert sich die Telekom.

In drei Stunden zum schnellen Internet

Etwa 12 Monate dauert es, bis der neue Breitband-Anschluss genutzt werden kann. „Der Zeitaufwand auf Kundenseite beläuft sich in dieser Zeit auf etwa drei Stunden“, sagt Müller und rechnet vor: „Je eine halbe für Vertragsabschluss und Terminabsprachen und noch einmal zwei Stunden, in denen ein Techniker die Glasfaser ins Gebäude führt und anschließt.“ Mehr müssen die Firmen in ihren Anschluss an das Daten-Netz der Zukunft nicht investieren. Langsames Internet ist dann ein Problem von gestern. Und Smart-Home-Unternehmer André Urban kann sich endlich auf seine digitalen Präsentationen konzentrieren.

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