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Crowdfunding Ein Schwarm von Finanziers

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Pionier aus der Musikbranche

Eisfeld-Reschke und Wenzlaff Quelle: ikosom

Erst im September 2010 startete mit Startnext die erste deutsche Crowdfunding-Plattform in der Bundesrepublik. Da lag der Ursprung dieser Idee schon zehn Jahre zurück: Als Pionier der Schwarmfinanzierung gilt die US-amerikanische Plattform artistShare.com, deren Ziel es war Musiker dabei zu unterstützen mithilfe ihrer Fans ihr Album vor der Produktion bereits zu finanzieren. Dabei gaben die Fans finanzielle Unterstützung für ihre Lieblingsmusik und erhielten im Gegenzug bald einen neuen Tonträger, der unabhängig von der Musikindustrie finanziert und vermarktet werden konnte.

Das Wort des Crowdfundings entwickelte sich 2006 mit der Plattform sellaband.com, die mit dem gleichen Konzept arbeitete wie ArtistShare, aber in den USA einen deutlich höheren Bekanntheitsgrad erreichte. Die erste richtige Crowdfunding-Plattform ging dann Anfang 2010 an den Start und regiert in den USA bis heute den Markt: Kickstarter.

Dort ist Crowdfunding schon eindeutig ein Erfolgskonzept: Die Gesamtsumme aller erzielten Beträge, die jährlich mit Crowdfunding-Projekten gesammelt werden, beläuft sich auf rund 80 Millionen Dollar.

In Deutschland wird in diesem Quartal zum ersten Mal Millionenmarke geknackt. Zum Vergleich: Bei einer Berechnung, bei dem die Gesamtsumme deutscher Crowdfunding-Projekte im Zeitraum April 2010 und April 2011 vom Institut für Kommunikation in sozialen Medien (ikosom) ermittelt wurde, kam man auf 208.000 Euro.

„Kleines Pflänzchen, das immer weiter wächst“

Eisfeld-Reschke sieht darin die Bestätigung für die Erfolgsaussichten dieser modernen Finanzierungsmöglichkeit: „Ich bin mir ganz sicher, dass Crowdfunding in Deutschland eine Zukunft haben wird.“ Dafür müsste das Konzept nicht einmal unbedingt auf Plattformen im Internet stattfinden, so der Sozialmarketing-Experte. Crowdfunding könne in Zukunft zum festen Bestandteil von Förderungen für Start-Up-Unternehmen und verschiedene Projekte werden.

Etwa jedes zweite Crowdfunding-Projekt ist erfolgreich, so die Studie des ikosom. Und immer mehr Menschen versuchen ihr Glück bei einer der deutschen Plattformen wie etwa Startnext, pling oder mySherpas. So auch Eva Stemmer und Jörg Meister. Mit ihrem Projekt „my-book-box“ haben sie bei Startnext den Versuch gewagt, ihre Geschäftsidee zu finanzieren. „Beim Crowdfunding begegnet man Menschen, die einfach sehr offen sind, sich oft in kulturellen Bereichen engagieren und sich besonders auch für Neues interessieren“, erklärt Eva Stemmer ihre Begeisterung.

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