Start-up der Woche: Katma: „Wir bringen Lkw vollautomatisch auf Hochglanz“
Die Gründer von Katma: Patrick und Felix Kathöfer.
Foto: Jan DüfelsiekFelix, Patrick, wie lautet euer Elevator Pitch mit einem möglichen Geldgeber?
Wir vollautomatisieren die Reinigung von Lkw-Laderäumen. Bislang reinigen Arbeiter den Innenraum mit einem Hochdruckreiniger. Das ist teuer und zeitaufwendig. Außerdem geht dabei viel zu viel Wasser und Reinigungsmittel verloren. Wir haben einen selbstfahrenden Roboter entwickelt, der den Innenraum reinigt und desinfiziert sowie an die Bedürfnisse von Lkw-Fahrern angepasst ist. Sie docken rückwärts an unserem Terminal an, starten den Vorgang auf Knopfdruck und erhalten ein digitales Zertifikat, das etwa für den Transport von Lebensmitteln wichtig ist. Die Anlagen sollen auf Logistikzentren unserer Kunden oder bei klassischen Waschanlagen stehen.
Wie seid ihr auf die Idee gekommen?
Wir sind in Ostwestfalen aufgewachsen, hier sitzen viele Schlachtbetriebe und Fleischverarbeiter. Im Gespräch mit ihnen haben wir erfahren, dass die Reinigung bislang ausschließlich per Hand abläuft. Wir fragten uns: Wie kann das sein?
Und wie verdient ihr damit Geld?
Unsere Kunden zahlen uns pro Reinigungsvorgang eine Gebühr: Die Preise starten bei 26 Euro inklusive Service, Wartung und Reinigungsmittel.
Wer sind eure Konkurrenten?
Wir wollen den klassischen Hochdruckreiniger ablösen. Andere automatisierte Angebote sehen wir hierzulande nicht.
Angenommen, ihr bekämt Kapital aus einer Finanzierungsrunde. Wozu würdet ihr das Geld einsetzen?
Die Maschine ist entwickelt, jetzt wollen wir bekannter werden und in Marketing, Vertrieb und Produktion investieren.
Wo steht ihr in fünf Jahren?
Wir wollen datenbasiert ein routenoptimiertes Netz an Waschanlagen bieten – auch außerhalb Deutschlands.