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Sandra Pereira „Als CEO muss man sich auch kopfüber in eine Situation stürzen“

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"Ich habe keine Angst vor dem Scheitern"

Sie sind als Unternehmensberaterin bei McKinsey nach Saudi Arabien gegangen. Hatten Sie diesen Schritt geplant?
Es wäre falsch zu sagen, dass das alles so geplant war. Riad war definitiv nicht geplant. Mir haben sich Möglichkeiten geboten, die ich ergriffen habe und es ist ein Privileg, dass ich das so machen konnte.

Als die Frage kam, ob Sie nach Riad wollen haben Sie sofort Ja gesagt?
Ich habe schon darüber geschlafen, aber es war in der Tat eine schnelle Entscheidung. Man muss nicht alles überkomplizieren. Trotzdem war das eine Familienentscheidung. Ich bin verheiratet, habe zwei Töchter. Da ist es keine einfache Entscheidung, nach Saudi Arabien zu gehen.

Einfacher oder schwieriger als die Entscheidung, als Beraterin CEO eines Tech-Unternehmens zu werden?
Ich habe diese Position bewusst gewählt und angenommen und ich weiß, mit welcher Verantwortung diese Position einhergeht. Verantwortung, die ich sowohl unseren Kunden, als auch meinem Team gegenüber habe. CEO wird man nicht, um eine weitere Lebenserfahrung zu machen.

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Wie viel Mut braucht es, so eine Entscheidung zu treffen?
Ich habe keine Angst vor dem Scheitern. Selbst wenn etwas schief geht, kann man daraus für sich etwas lernen. Im Englischen heißt es, sometimes you win and sometimes you learn.

Muss ein guter CEO Ihrer Meinung nach mutig sein?
Als CEO muss man sich etwas trauen, auch einmal kopfüber in eine Situation stürzen. Frauen sagt man nach, da eher zurückhaltender zu sein und weniger fordernd. Zu sagen „ich will das“ ist keine sonderlich feminine Eigenschaft. Männer sind da vielleicht aggressiver, während Frauen sich stärker hinterfragen, ob sie das wirklich schaffen können.

Hatten Sie Zweifel, ob Sie CEO können?
Ich frage mich auch „Kann ich das schaffen?“ Aber die nächste Frage ist immer direkt, „Und wie?“ Und die Antwort ist eigentlich immer, „Ja - wenn ich in diesem und jenen Punkt Hilfe habe!“. Deshalb ist das Bilden von Netzwerken und sozialer Konnektivität so wichtig und wird in unserer vernetzten Gesellschaft immer wichtiger.

Bekommen Sie denn Hilfe?
Natürlich habe ich an meinem ersten Arbeitstag meinem Board und dem Chairman gesagt, wo ich ihre Hilfe brauche. Ich scheue mich nicht davor, nach Hilfe zu fragen. Denn auch als CEO bin ich nicht die Person, die diese Firma im Alleingang leitet. Das entspricht auch nicht meinem Bild von einem CEO. Es gibt ein Leadership-Team und die Führung des Unternehmens ist eine Gemeinschaftsproduktion.

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