Innovationen Was bringen Hackathons für ein Unternehmen?

Trivago hat es getan, Sixt genauso wie die IHK München und jetzt auch das Handelsblatt und die WirtschaftsWoche: Immer mehr Unternehmen veranstalten Hackathons. Warum sich das für Unternehmen und Programmierer lohnt.

Professionelle Programmierer arbeiten in Berlin während des Refugee Hackathon ehrenamtlich an der Applikation Waslchiraa. Quelle: dpa

"Get Cyberphysical" hieß es vergangenen Herbst in Hamburg. Programmierer durften sich zwei Tage lang rund um die Themen IoT und Industrie 4.0 austoben. Die IHK München veranstaltete Ende September das "Oktoberhackfest" unter dem Motto "Beer & Code" und der Autovermieter Sixt lud Programmierer, Hacker und sonstige IT-Enthusiasten zum zweitägigen Programmierevent nach London und Zürich. 160 Teilnehmer folgten dem Ruf.

Auch SAP, Trivago und andere haben schon solche Programmier-Events veranstaltet, Handelsblatt und WirtschaftsWoche veranstalten einen Hackathon unter dem Motto "Mission: Economy" im Juni. Bei einer solchen Veranstaltung arbeiten Programmierer freiwillig - und unter Zeitdruck - an verschiedenen Projekten. Projekte, die die Umwelt schützen sollen, die Integration von Flüchtlingen verbessern oder städtische Infrastrukturangeboten optimieren - das Motto gibt der Veranstalter vor und die Teilnehmer dürfen sich kreativ austoben. Für die besten Ergebnisse, die kreativsten Ansätze und die besten Ideen gibt es Sach- oder Geldpreise.

Mission:Economy ist der erste Hackathon von Handelsblatt und WirtschaftsWoche zusammen mit 3M und organisiert vom next media accelerator in Düsseldorf. Hier können Sie sich anmelden. Quelle: Patrick Schuch für WirtschaftsWoche

Aber was bringt das eigentlich? Auf Unternehmensseite scheint die Sache klar zu sein: Anstatt ein Projekt auszuschreiben, kommen kreative Köpfe ins Haus und tüfteln freiwillig bis spät in die Nacht an Lösungen. Und das Ganze für Pizza, Getränke und Sachpreise. Könnte man meinen. Aber der Nutzen für Unternehmen ist deutlich größer: Während einer solchen Veranstaltung entstehen nicht nur gute Ideen und Netzwerke, sondern jede enge Tweets, Videos und Fotos, die bei Twitter, Instagram oder Facebook die Arbeitgebermarke polieren können. Und das ist aus Recrutingsicht bares Geld wert.

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Denn so mancher IT-Leiter oder CTO hat seinen Weg in ein Unternehmen über Codeweeks und Hackathons gefunden. Und auch den eigenen Mitarbeitern tut es gut, sich einmal unabhängig vom Regelkorsett austoben und sich ausprobieren zu dürfen. Stichwort: Mitarbeiterbindung. Und wer ohnehin gerade IT-Experten sucht, kann mögliche Interessenten direkt zur Veranstaltung einladen, anstatt sich die Kandidaten bei einem klassischen Vorstellungsgespräch anzuschauen. Damit die Veranstaltung sich auch für die Teilnehmer lohnt, muss natürlich das technische Equipment stimmen. Und statt halbstündigen Präsentationen mit zig Powerpoint-Folien sollten Projekte nur kurz beschrieben werden - in maximal drei bis fünf Minuten, besser kürzer.

Dass Essen und Getränke dazugehören, sollte selbstverständlich sein. Und auch bei den Preisen dürfen Betriebe sich nicht lumpen lassen. Schließlich muss es für die Teilnehmer auch einen Ansporn geben, sich freiwillig an der Lösung fremder Probleme zu beteiligen.

Neugierig geworden? Für Mission:Economy, den Hackathon von Handelsblatt und WirtschaftsWoche zusammen mit 3M können Sie sich hier anmelden.

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