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Innovationskultur Der Mittelstand ist Deutschlands Lichtblick

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Konzerne trauen sich nicht aus der Komfortzone

Und wie bei allen Veränderungen: die Unternehmen müssen es wollen. Wer bockig die Arme verschränkt und „wir sind doch Marktführer“ grummelt, geht den gleichen Weg, den Nokia und andere gegangen sind. Wer dauerhaft ganz vorne mitspielen will, muss sich immer wieder neu erfinden wollen – und es dann auch tun.

Bei den Großkonzernen will man zwar die Schöpfung, nicht aber die Zerstörung, wie die Innovationsstudie von Ili Consulting zeigt. „Zweifellos wird viel von Neuerungen und Veränderungen gesprochen. Doch wenn es darauf ankommt, Ideen und Konzepte in Innovationen umzusetzen, werden bisweilen zahlreiche Gründe herbeigeredet, Machbarkeit und Potenziale kleinzureden. Denn immer noch fällt es gerade auch in Konzernen schwer, die Komfortzone zu verlassen“, lautet das Fazit.

Auf welche Bereiche wirkt sich die Digitalisierung im Arbeitsalltag aus?

Rast ergänzt: „Wichtig ist die Etablierung eines professionellen Innovationsprozesses. Die richtige Kombination aus Emotionalität und Rationalität ist kriegsentscheidend – insbesondere beim Punkt Innovation.“ Das schwierigste bei diesem Thema sei nämlich, harte Fakten und weiche Faktoren zu vereinen. Ohne Kreativität entsteht keine Innovation. Also muss man sich fragen, wie Kreativität entsteht und wie sie sich fördern lässt. Gleichzeitig müssen Unternehmen aber auch einen Plan haben, wie sich diese Kreativität in ein lukratives Geschäftsmodell übertragen lässt. Sonst erhalten sie nur einen Haufen guter Ideen, die alle im Sande verlaufen.

So haben sich Unternehmen auf die Digitalisierung vorbereitet

„Grundvoraussetzung ist ein innovationsfreundliches Umfeld, welches Neuerungen langfristig möglich macht. Erst dann kommt die Frage des Geldes“, sagt Rast. Eine solche Umgebung zu schaffen fällt kleineren Betrieben leichter, weil sie ganz andere Strukturen und oft auch flachere Hierarchien haben. Wenn der Chef mit seinen Mitarbeitern in der Kantine isst, lässt sich leichter ein neuer Vorschlag unterbreiten, als wenn die Mitarbeiter ihren CEO nur von den Titelseiten der Zeitungen und aus den Nachrichten kennen.

Kleine Boote lassen sich leichter wenden als Öltanker und sonstige Dickschiffe. Denn Innovation ist, wie schon der Ökonom Joseph Schumpeter schrieb, immer mit schöpferischer Zerstörung verbunden. Ohne den Mut, etwas auszuprobieren und Altbewährtes aufzugeben, geht es nicht.

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