Mode Armedangels: "Der Knoten ist geplatzt"

Das Öko-Modelabel Armedangels gewann 2007 den ersten Gründerwettbewerb der Wirtschaftswoche. Inzwischen gibt es die Shirts auch in etablierten Läden und mit Hilfe internationaler Stars wollen die Kölner im Ausland expandieren.

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Cosma Shiva Hagen Quelle: Matthias David, Blank Mag

Als der Schauspieler Jürgen Vogel kürzlich in der Comedy-Sendung „Schillerstraße“ zum Vergnügen vieler Zuschauer improvisierte, freuten sich zwei Kölner ganz besonders. Denn Vogel blödelte in einem Shirt der Firma Armedangels, eine bessere Werbung gibt es für dessen Gründer Anton Jurina und Martin Höfeler kaum.

Die Armedangels machen Öko-Mode, aus Biobaumwolle die zudem „fair“ gehandelt wird – das heißt die Produzenten erhalten mehr als den Weltmarktpreis und können so besser von ihrer Arbeit leben. Trotzdem ist die Kollektion so schick, dass sie auch Stars wie Vogel, die Musiker von 2Raumwohnung oder Thomas D sie gerne tragen. Die Schauspielerin Cosma Shiva Hagen wird sogar ein eigenes T-Shirt für das Label entwerfen.

"Der Knoten ist geplatzt"

Mit ihrer Idee haben die Armedangels den ersten Gründerwettbewerb der WirtschaftsWoche gewonnen. Seitdem hat sich viel getan, die Geschäfte laufen besser denn je. „Ende letzten Jahres ist der Knoten geplatzt“, sagt Jurina. Im November hat das Unternehmen den "break even" erreicht und die Umsätze steigen monatlich im Schnitt um 15 Prozent.

So war der März der beste Monat bisher, die Kölner konnten sogar die Umsätze des Weihnachtsgeschäftes übertreffen. Zudem verdient Armedangels inzwischen nicht mehr primär durch Verkäufe im Internet, sondern ein Drittel des Umsatzes wird bereits im Einzelhandel erzielt. „Beim stationären Handel wurden Erwartungen übertroffen, Online hat es etwas länger gedauert als gedacht“, sagt Jurina. 90 Läden führen die Kollektion, darunter auch Peek & Cloppenburg in Köln und Berlin.

Der Online-Shop wird ausgeweitet

Die öffentliche Aufmerksamkeit für das Thema ist extrem gestiegen und auch Ketten wie C&A werben nun mit Biobaumwolle. Trotzdem ist Öko-Mode noch lange nicht so ein Massenphänomen, wie Bio-Lebensmittel. „Der Anteil pestizidfreier Baumwolle in der Textilherstellung beträgt weltweit 0,5 Prozent“, sagt Jurina. Immerhin: Vor drei Jahren waren es erst 0,1 Prozent.

Im Internet-Shop wird es demnächst Veränderungen geben: Unter dem Namen Armedangels & Friends werden in den nächsten Wochen auch Produkte anderer ähnlich arbeitender Labels angeboten, die Taschen oder andere Dinge herstellen, als Armedangels.

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