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Aktien, Anleihen, Fonds Die Anlagetipps der Woche

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Fondstipp - Spängler Quality Growth Europe: Billige Klamotten und teure Medikamente

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Comgest-Fondsmanager Laurent Dobler hält wenig von Portfolios mit einer Vielzahl von Einzelwerten: „Uns reichen etwa 30 Titel aus dem europäischen Aktienmarkt.“ Nur so sei gewährleistet, dass das Fondsmanagement die Unternehmen gründlich analysieren könne. Dobler und sein Team bevorzugen dabei Unternehmen, die ihr Geld in Märkten mit hohen Eintrittsbarrieren verdienen. Dazu gehöre beispielsweise der französische Brillenglashersteller Essilor.

Die Franzosen seien fünf Mal größer als der wichtigste Wettbewerber Hoya aus Japan und daher in der Lage, deutlich mehr Geld in die Forschung zu stecken als die Konkurrenz. Zuletzt habe Essilor beispielsweise neue Beschichtungen zum Schutz gegen UV-Strahlen für transparente Brillengläser entwickelt. Das rasante Wachstum, unter anderem in China, trieb den Kurs so stark, dass Essilor im Juni in den Euro Stoxx 50, den wichtigsten europäischen Aktienindex, aufrücken durfte.

Hohe Eintrittsbarrieren für Wettbewerber sieht Dobler beim deutschen Softwarehersteller SAP. Dessen Kunden seien über Jahre von verbesserter Unternehmenssoftware abhängig. Viele Unternehmen zögerten, den Anbieter zu wechseln, weil dies mit hohem organisatorischem Aufwand verbunden sei.

Fonds-Gebühren im Überblick

Dobler und seine Kollegen schätzen Unternehmen, deren Gewinnaussichten sich relativ gut vorhersagen lassen. Sie meiden daher Industrie- und Finanzwerte, deren Gewinn von Jahr zu Jahr stark schwanken kann. Stattdessen investieren sie lieber in weitgehend konjunkturunempfindliche Aktien, beispielsweise die der schwedischen Bekleidungskette H&M. „Krisenbedingt haben viele Europäer weniger Geld im Portemonnaie, davon profitieren Modediscounter“, sagt Dobler.

Börse



Das Comgest-Fondsmanagement verzichte darauf, kurzfristig immer Aktien zu kaufen, die gerade in Mode sind. Er setze auf Langfristtrends, beispielsweise darauf, dass der Anteil älterer Menschen an der Weltbevölkerung steigt. Von der Vergreisung profitiere etwa der Pharmakonzern Novo Nordisk, der Diabetes-Medikamente herstellt. In den ersten neun Monaten dieses Jahres verkauften die Dänen 22 Prozent mehr Diabetes-Medikamente als im Vorjahreszeitraum.

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