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AnleihenRendite 10-jähriger Bundesanleihen fällt auf null Prozent

Erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik liegt die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihen bei null Prozent. Damit leihen Anleger dem Bund ihr Geld umsonst. 14.06.2016 - 10:45 Uhr aktualisiert

Rendite 10-jähriger Bundesanleihen fällt auf null Prozent

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Der drohende Austritt Großbritanniens aus der EU hat die angespannte Lage für Sparer weiter verschärft: Erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik ist die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen in den negativen Bereich gerutscht. Anleger sind mittlerweile bereit, bei deutschen Staatsanleihen bis zu einer Laufzeit von zehn Jahren sozusagen eine Gebühr zu bezahlen, statt Zinsen zu kassieren.

Am Dienstagmorgen waren zehnjährige Bundesanleihen am Markt so stark gefragt, dass der Zinssatz auf minus 0,004 Prozent fiel. Damit werden mittlerweile alle Bundesanleihen bis zu einer Laufzeit von zehn Jahren am Markt mit einer negativen Rendite gehandelt. Die Papiere sind das wichtigste Instrument der Bundesregierung, um ihre Schulden zu finanzieren. Händler erklärten die derzeit starke Nachfrage nach Bundesanleihen vor allem mit einer nervösen Stimmung an den Finanzmärkten vor der Abstimmung über einen EU-Austritt Großbritanniens in der kommenden Woche.

09. Januar 2012

Negativ verzinste deutsche Staatspapiere: Erstmals gelingt es Deutschland, kurzfristige Geldmarktpapiere  mit Gewinn zu verkaufen. Wer an diesem Tag Anleihen mit einer Laufzeit von sechs Monaten kauft, bekommt am Ende der Laufzeit weniger vom Fiskus überwiesen, als er am Anfang investiert hat.

Die Gründe sind vielfältig: Weil die Anleihen der Krisenstaaten vom Ausfall bedroht sind, flüchten alle in deutsche Titel. Gleichzeitig pumpt die EZB über großzügige Sonder-Kredite an die Banken frisches Geld in die Märkte, das die Unternehmen gar nicht ausleihen wollen. Die Nachfrage nach Krediten ist klein, das Angebot an Geld groß. Das drückt auf die Renditen. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe liegt zu diesem Zeitpunkt bei 1,85 Prozent.

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26. Juli 2012

„Whatever it takes.” Investoren sind wenige Monate nach dem griechischen Schuldenschnitt in Panik. Die Kurse der Anleihen aller Euro-Randländer fallen, ihre Renditen steigen. Da spricht EZB-Chef Mario Draghi bei einer Konferenz in London ein Machtwort. „Die EZB wird innerhalb ihres Mandats alles Notwendige tun, um den Euro zu erhalten. Und glauben Sie mir, es wird ausreichen.“ Damit leitet Draghi eine Erholung der Anleihen der Euro-Randländer ein. Doch auch Bundesanleihen bleiben gefragt. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe liegt bei 1,32 Prozent – und sinkt immer weiter.

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11. Juni 2014

Zentralbankzins für Einlagen unter null: Die Euro-Zone kommt wirtschaftlich noch immer nicht vom Fleck. Obwohl die EZB die Leitzinsen immer weiter gesenkt hat, bleibt die Kreditvergabe schwach. Die Notenbank geht also noch einen Schritt weiter: Sie senkt den Leitzins auf 0,05 Prozent, der Einlagezins fällt auf minus 0,1 Prozent. Geschäftsbanken, die ihr Geld bei der EZB parken und nicht verleihen wollen, zahlen jetzt Strafe. Im September 2014 erhöht die EZB diesen „Strafzins“ auf 0,2 Prozent.

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17. September 2014

Der Bund verdient Geld mit Anleihen. Die Negativzinsen fressen sich bei Bundeswertpapieren weiter durch. Deutschland stockt erstmals eine Anleihe mit zwei Jahren Laufzeit zu einer Minusrendite auf. Diese liegt bei minus 0,07 Prozent. Aufgestockt wird die Anleihe um 3,3 Milliarden Euro. Begeben worden war sie am 20. August 2014 mit einem historisch niedrigen Zinsschein von null Prozent und einer Rendite von ebenfalls null Prozent.

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16. Januar 2015

Die Schweiz schreibt Geschichte am Anleihemarkt: Erstmals sinkt in einem Land  die Rendite einer Anleihe mit der Laufzeit von zehn Jahren unter null Prozent. Grund dafür war die überraschende Entscheidung der Schweizer Notenbank vom Vortag, den Euro-Mindestkurs zum Franken aufzuheben. Die Folge: Der Franken wertet drastisch auf, die Aktienkurse brechen ein – und Anleger fliehen in Anleihen. 

Am 9. April profitieren die Schweizer Steuerzahler von den Minuszinsen. Die Schweiz stockt die die zehnjährige Anleihe, die einen Zinsschein von 1,5 Prozent hat, zu einem Kurs von 116 Prozent auf. Daraus errechnet sich bei der Auktion eine negative Rendite von minus 0,055 Prozent. Anleger versuchen damit, den Strafzins von 0,75 Prozent zu umgehen, den die Schweizer Notenbank für kurzfristige Einlagen von Banken  festgelegt hat.

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22. Januar 2015

Die EZB macht Ernst. Die Notenbank kündigt ein massives Kaufprogramm für Wertpapiere – vor allem Staatsanleihen an. Bis mindestens September 2016 will sie öffentliche Anleihen – sprich Staatsanleihen, Anleihen von nationalen Förderbanken sowie supranationalen Institutionen kaufen. Dazu kommen die schon länger laufenden Programme für gedeckte Bankenanleihen (Covered Bonds) und Verbriefungen (ABS). Insgesamt wollen die EZB und vor allem die nationalen Notenbanken monatlich Wertpapiere über 60 Milliarden Euro erwerben – also insgesamt 1,14 Billionen Euro. Die zehnjährige Bundesanleihe wirft für Neueinsteiger nur noch 0,45 Prozent Rendite ab.

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25. Februar 2015

Der Bund verdient jetzt Geld mit einer Fünfjahres-Anleihe. Deutschland stockt erstmals eine Anleihe mit fünf Jahren auf, für die das Land von Anlegern Gebühren bekommt, statt Zinsen zu zahlen. Eingenommen werden zu einer Rendite von minus 0,08 Prozent 3,3 Milliarden Euro. Seit der Emission am 21. Januar hat auch diese fünfjährige Anleihe einen Kupon von null Prozent.

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9. März 2015

Die EZB legt los. Die Europäische Zentralbank beginnt mit ihrem im Januar angekündigten Anleihekaufprogramm. Die Investoren an den Anleihemärkten haben schon im Vorfeld der EZB-Käufe kräftig zugegriffen – und jetzt fallen die Renditen noch weiter.

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17. April 2015

Selbst die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe bringt jetzt fast gar keine Rendite mehr. Der Kurs des nominal mit 0,5 Prozent verzinsten Bundesbonds steigt auf 104,43 Prozent. Die Folge: Die Rendite sackt im Tagesverlauf auf historisch niedrige 0,05 Prozent ab. Bundesanleihen im Umfang von 312 Milliarden Euro und damit 80 Prozent aller ausstehenden Bundesbonds rentieren im negativen Bereich.

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21. April 2015

Anleihe-Guru Bill Gross twittert, dass seine Wette gegen die zehnjährige Bundesanleihe eine „einmalige Chance sei“, die Frage des Zeitpunktes lässt er aber offen. Das Timing hänge vom EZB-Kaufprogramm ab. Gross selbst wettet aber noch nicht gegen Bundesanleihen – ein Fehler wie sich später herausstellt.

Am 28. April 2015 sagt Anleihe-Investor Jeffrey Gundlach – in den USA ebenso bekannt wie Bill Gross – abends in einem Interview, dass sich eine riskante, gehebelte Wette gegen zweijährige Bundesanleihen lohnen könne. Wie Gross sagt aber auch Gundlach nichts zum Timing. Der Renditeanstieg der zehnjährigen Bundesanleihe beginnt.

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29. April bis 7. Mai 2015

Die Verbraucherpreise sind in Deutschland im April gegenüber dem Vorjahresquartal um 0,4 Prozent gestiegen, etwas stärker als Ökonomen erwartet hatten. Eine Rückkehr der Inflation scheint damit möglich. Eine steigende Inflation schürt auch die Hoffnung auf steigende Zinsen. Der Renditeanstieg verstärkt sich, und das hat auch technische Gründe. Viele Investoren hatten sich falsch positioniert und müssen jetzt automatisch verkaufen, weil bestimmte Kursuntergrenzen gerissen wurden.
Am 7. Mai steigt die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe im Tagesverlauf auf bis zu 0,8 Prozent. So deutlich in so kurzer Zeit ist sie noch nie nach oben geschnellt – auch wenn sie später wieder etwas zurückfällt.

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10. Juni 2015

Rendite über einem Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen steigt im Tagesverlauf auf bis zu 1,05 Prozent. Das ist keine hohe Rendite – aber mehr haben Investoren seither nicht mehr gesehen. Das liegt auch daran, dass die Investoren an den Aktienmärkten nervös werden. Die Aktienbörsen fallen seit Mitte April – und langsam schichten Investoren wieder in sicherere Anleihen um. Verunsichert sind die Investoren durch den Konflikt zwischen Russland und der Ukraine und seit Juni fallen zudem die Aktienbörsen in China. Auch der Ölpreis sinkt seit Juni – und das rasant.
Dazu kommen neue Sorgen um Griechenland. Athen verweigert neue Reformen, Griechen ziehen Geld von ihren Bankkonten ab. Ende Juni ruft Ministerpräsident Alexis Tsipras ein Referendum über die von den Gläubigern verlangte Reformpolitik aus.

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05. Juli 2015

Am Rande des Grexit. 61 Prozent der griechischen Bürger sprechen sich beim Referendum gegen die Sparvorgaben der Gläubiger aus. Faktisch scheint damit das Ausscheiden Griechenlands aus dem Euro-Raum beschlossen. Doch später reicht Athen neue Reformvorschläge ein – am 12. Juli stimmen die Staats- und Regierungschefs nach einem 17-stündigen Verhandlungsmarathon zu. Griechenland bekommt ein drittes Hilfspaket.

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24. August 2015

Schwarzer Montag an den Börsen: Die Furcht der Aktieninvestoren erreicht einen neuen Höhepunkt. Der Dax bricht um 7,8 Prozent ein und verzeichnet damit den größten Tagesverlust seit dem Jahr 2008. Dabei machen sich die Anleger vor allem Sorgen um das Wirtschaftswachstum in China. Dort fallen die zuvor massiv gestiegenen Aktien seit Mitte Juni. Verstärkt werden die Sorgen dadurch, dass die Regierung den Yuan gegenüber dem Dollar abwertet. Die Flucht in Bundesanleihen setzt sich vor diesem Hintergrund fort.

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29. September 2015

Dax auf Jahrestief. Mit 9.325 Zählern erreicht der Dax den tiefsten Stand des Jahres. Seit seinem Allzeithoch von 12.391 Punkten am 10. April hat er damit mehr als 3.000 Punkte oder knapp 25 Prozent verloren. Die Themen China, Ölpreis und allgemeine Sorgen um die Weltkonjunktur machen den Anlegern weiter zu schaffen. Der Dax steigt zwar bis Ende November wieder etwas, doch das ist nicht nachhaltig. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe liegt Ende September bei 0,59 Prozent.

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3. Dezember 2015

Die EZB legt nach. Die Notenbanker kündigen an, den Zeitraum ihrer Anleihekäufe um sechs Monate bis März 2017 zu verlängern – mit einem Kaufvolumen von weiterhin etwa 60 Milliarden Euro pro Monat. „Wir machen mehr, weil es wirkt“, sagt EZB-Chef Mario Draghi. Zugleich senkt die EZB den Einlagenzins auf minus 0,3 Prozent. Die zehnjährige Bund-Rendite steigt zunächst auf 0,67 Prozent – hält sich aber nicht lange auf diesem Niveau.

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16. Dezember 2015

Die Fed erhöht die Zinsen. Die US-Notenbank Fed erhöht zum ersten Mal seit zehn Jahren den Leitzins. Da der Schritt so lange erwartet war, zieht er weder die Renditen der zuvor wieder gestiegenen US-Staatsanleihen, noch der Bundesanleihen weiter nach oben.

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20. Januar 2016

Ölpreis auf Zwölfjahrestief. Der Preis für ein Fass (159 Liter) des Nordseeöls Brent fällt auf bis zu 29,31 Dollar. Der rasante Ölpreisverfall schürt neue Sorgen um die Banken, Schuldner von US-Hochzinsanleihen aus der Energiebranche gehen reihenweise pleite. Die zehnjährige Bundesanleihe wirft nur noch 0,48 Prozent Rendite ab.

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9. Februar 2016

Japan schreibt Geschichte am Anleihemarkt. In Tokio fällt die Rendite der zehnjährigen japanischen Anleihe unter null Prozent. Damit durchbricht erstmals eine zehnjährige Anleihe einer G7 Nation diese wichtige Marke nach unten. Wenige Wochen später gelingt es Japan erstmals eine neue zehnjährige Anleihe mit einer Negativrendite am Markt zu platzieren. Niedrig sind die Anleiherenditen im lange von der Deflation geplagten Japan seit dem Ende der 1990er Jahre. Seit gut 15 Jahren kauft die Bank of Japan zudem Anleihen auf. Aktuell erwirbt sie jährlich Bonds im Umfang von 80 Billionen Yen (630 Milliarden Euro).

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11. Februar 2016

Der Dax fällt auf den tiefsten Stand seit November 2011. Seit Dezember ist auch der Dax wieder auf Talfahrt und fällt bis zum 11. Februar auf 8.699 Punkte. Damit hat er allein seit Jahresanfang 22 Prozent eingebüßt – und damit den schlechtesten Jahresstart aller Zeiten hingelegt. Inzwischen machen sich Investoren auch wieder Sorgen um die Konjunktur in den USA – die nächsten Leitzinserhöhungen der Fed scheinen in weite Ferne zu rücken.

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29. Februar 2016

Zehnjährige Bund-Rendite nähert sich ihrem Rekordtief. Mit 0,10 Prozent rentiert die zehnjährige Bundesanleihe erneut nur ganz knapp über der Null-Linie. Inzwischen rentieren 80 Prozent aller Bundeswertpapiere im negativen Bereich. Im ganzen Euro-Raum sind es 46 Prozent. Auch viele Pfandbriefe und einige Unternehmensanleihen rentieren im Minus.

In den folgenden Tagen steigen die Anleiherenditen zunächst wieder etwas. Die Sorgen um die Konjunktur legen sich etwas, der Ölpreis steigt wieder und auch der Dax legt wieder zu.

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3. März 2016

Die EZB zieht alle Register. Sie senkt den Leitzins von 0,05 auf null Prozent und erhöht den Einlagenzins für Übernachteinlagen der Banken auf minus 0,4 Prozent. Das bis März 2017 Anleihekaufprogramm wird pro Monat um 20 Milliarden auf 80 Milliarden Euro erhöht. Die EZB nimmt zudem erstmals Unternehmensanleihen von Unternehmen abseits der Finanzindustrie in das Anleihekaufprogramm auf. Schließlich bietet sie den Banken neue zweckgebundene Langfristkredite (TLTROs) deren Verzinsung an den Einlagensatz gekoppelt ist. Die Anleiherenditen steigen zunächst - fallen bereits aber bereits ab dem nächsten Tag wieder.

Hintergrund der EZB-Entscheidung sind die gesenkten Inflationsprognosen. 2016 erwartet wie EZB jetzt nur noch eine Teuerungsrate von 0,1 Prozent nach zuvor 1,0 Prozent, für 2017 senkt sie den Ausblick um 0,3 Prozentpunkte auf 1,3 Prozent. Die erstmals veröffentlichten Projektionen für 2018 sehen eine Inflationsrate von 1,6 Prozent vor. Eigentliches Ziel der EZB ist eine Inflationsrate von im Schnitt um die zwei Prozent pro Jahr.

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5. April 2016

Zehnjährige Bund-Rendite nähert sich Rekordtief. Die Maßnahmen der EZB lassen die Anleiherenditen wieder kräftig fallen. Am 5. April fällt die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe auf bis zu 0,08 Prozent. Danach steigt sie wieder etwas, aber nur leicht. Außer den Anleihekäufen der EZB spielen die weiter stark schwankenden Aktienmärkten, die neuen politischen Unruhen um Griechenland und die steigende Nervosität vor einem Ausscheiden Großbritanniens aus der EU eine Rolle bei der Flucht der Anleger in sichere Bundesanleihen.

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14. Juni 2016

Der Zins ist weg. Um kurz vor halb 10 ist es soweit. Erstmals in ihrer Geschichte fällt die Rendite selbst der zehnjährigen Bundesanleihe auf null Prozent. Banker rechnen damit, dass die Rendite bald auch leicht negativ werden wird. Als Dauerzustand sehen Banken das aber nicht. Doch die Banken haben mit ihren Prognosen schon oft daneben gelegen.

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Neben der Brexit-Furcht sieht der Chefvolkswirt der Dekabank, Ulrich Kater, aber auch die ultralockere Geldpolitik führender Notenbanken als eine Ursache für die starke Nachfrage nach vergleichsweise sicheren Bundesanleihen. Im Kampf gegen die ungewöhnlich niedrige Inflation versucht unter anderem die Europäische Zentralbank (EZB), mit einer immer aggressiveren Geldpolitik entgegenzuwirken.

Die Furcht vor einem Brexit treibt Anleger schon seit Tagen verstärkt in sichere Anlagehäfen wie zum Beispiel deutsche Staatsanleihen. Neben Bundesanleihen profitierten zuletzt auch der japanische Yen und der Schweizer Franken von der nervösen Stimmung an den Märkten.

Zuletzt hatten Umfrageergebnisse gezeigt, dass die Befürworter eines Brexit mittlerweile in Führung liegen. Außerdem hatte mit der britischen Boulevardzeitung „The Sun“ das auflagenstärkste Blatt des Landes zum Austritt aus der Europäischen Union aufgerufen.

rtr
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