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Berkshire Hathaway Buffett, der Zauber-Held der Aktionäre

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Clinton oder Trump? Buffett ist es egal

Buffett ist nicht nur Vorstandschef. Er ist vor allem moralische Instanz. Von Hedgefonds hält er nicht viel. Vermögensverwalter seien generell überbezahlt. Um seinem Argument noch mehr Nachdruck zu verleihen, ist er bereits vor Jahren eine Wette mit dem New Yorker Hedgefonds Protégé Partners eingegangen.

Über zehn Jahre vergleichen beide Parteien, ob eine Gruppe aus fünf Fonds besser abschneidet als ein Investment in den breit gefassten Aktienindex S&P 500. In der 2008 gestarteten Wette liegt Buffett bislang klar vorn, wie er am Samstag seinen Aktionären erklärte. Seit 2008 liegt Buffetts hypothetisches Investment in den S&P 65,7 Prozent im Plus. Die Hedgefonds konnten nur 21,9 Prozent zulegen.

Das Bonussystem der Wall Street, das sich zu oft an kurzfristigen Gewinnen orientiere, lehnen Buffett und Munger ebenfalls ab. „Das ist so, als wenn Sie ihre Kinder ständig belohnen würden, wenn sie sich schlecht benehmen“, sagt Munger. „Dann käme das Haus nicht mehr zur Ruhe.“

Mit diesen Aktien scheffelt Warren Buffett Milliarden
DirecTV-Satellittenschüssel Quelle: dpa
U.S. Bancorp Quelle: AP
Procter&Gamble Quelle: dapd
Walmart Quelle: AP
Munich Re Quelle: dpa
American Express Quelle: AP
IBM Quelle: REUTERS

Auch den krisengeschüttelten Pharmakonzern Valeant watschen Buffett und Munger ab. „In meinen Augen war das Geschäftsmodel von Valeant extrem fehlerhaft“, sagt Buffett. Der Pharmakonzern hat in der Vergangenheit Pharmafirmen aufgekauft, um dann die Preise der Medikamente zu erhöhen, und war dafür unter erheblichen politischen Druck geraten. Hinzu kam ein Skandal um Fehler in der Bilanz.

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Munger, der sich bereits in den vergangenen Wochen kritisch zu Valeant geäußert und einen Streit mit Valeant-Investor Bill Ackman angezettelt hatte, legte noch einen drauf. „Valeant war ein Abwasserrohr und die, die es geschaffen haben, verdienen die Schmach, die sie bekommen haben.“

Was Berkshires Geschäft angeht, gibt sich Buffett gewohnt optimistisch. „Egal ob Hillary Clinton oder Donald Trump Präsident werden, ich denke, Berkshire wird es weiter gut gehen“, stellte er klar. Dabei ist er bekennender Clinton-Unterstützer.

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