1. Startseite
  2. Finanzen
  3. Börse
  4. Billig-Möbelhäuser: Poco will an die Börse

Billig-MöbelhäuserPoco will an die Börse

Der Möbelkonzern Steinhoff strebt an die Frankfurter Börse. In Deutschland ist er vor allem für seine Billig-Möbelhäuser Poco bekannt. 25.06.2014 - 10:55 Uhr

Ein Poco-Möbeldiscounter in Pforzheim. Der Mutterkonzern Steinhoff strebt aufs Börsenparkett.

Foto: Poco

Foto: Presse

Der deutsch-südafrikanische Möbelkonzern Steinhoff macht seine Pläne für einen Börsengang in Frankfurt offiziell. Sobald die Geschäftszahlen für das laufende Geschäftsjahr (zum 30. Juni) vorlägen, also Anfang September, sollten die Vorbereitungen für das Listing an der Frankfurter Börse beginnen, teilte Steinhoff am Montag in Johannesburg mit. Der Firmensitz solle aber nicht nach Deutschland zurückverlagert werden. Das ursprünglich aus Westerstede bei Bremen stammende Unternehmen ist seit 1998 an der südafrikanischen Börse gelistet - mit einem Börsenwert von rund acht Milliarden Euro.

Bekannt ist Steinhoff hierzulande vor allem für seine Poco-Möbelhäuser. In Österreich hatte Steinhoff 2013 die Möbelketten Kika und Lainer gekauft, auch in Frankreich und Großbritannien ist der Konzern vertreten. In Südafrika hält er die Mehrheit am Möbelhändler JD Group

Platz 10: Schaffrath*

Umsatz: 335 Millionen Euro (Vorjahr: 340 Mio.)

Mitarbeiter: 1.200

Mit seinen 29 Häusern in Nordrhein-Westfalen schafft es Schaffrath gerade noch unter die Top Ten. Dabei gibt es nicht nur Komplett-Einrichtungshäuser, sondern auch spezielle Küchenmärkte, Naturholzmöbel-Fachgeschäfte, Young-Stores, Elektrofachmärkte und eine Mega-Küchen-Fachmarkt.

 

*Quelle: möbel kultur, Stand Juli 2012

Foto: WirtschaftsWoche

Platz 9: Otto

Umsatz: 680 Millionen Euro (Vorjahr: 700 Mio.; abweichendes Geschäftsjahr: 1.3. - 28.2.)

Mitarbeiter: 53.103

Der Versandhändler aus Hamburg gehört zu den sogenannten Universalversendern, die neben Kleidung auch Haushaltswaren und Möbel verkaufen. Für diese Sparte hat Otto - neben seinem Online-Angebot - einen eigenen "wohntrend"-Katalog im Angebot.

Foto: dpa

Platz 8: Dänisches Bettenlager

Umsatz: 878 Millionen Euro (für das Jahr 2010/11; 2009/10: 858 Millionen Euro für Deutschland)

Mitarbeiter: 7.600 (insgesamt)

Das zum Jysk-Konzern gehörige Dänische Bettenlager betreibt allein in Deutschland 846 seiner insgesamt 1.042 Filialen. Die weiteren zentrale Standorte befinden sich in Österreich, Schweiz, Frankreich, Italien und Spanien. Neben dem Kerngeschäft - der Schlafzimmeraustattung - werden mittlerweile auch Büro-, Wohn- und Badezimmermöbel angeboten.

Foto: dpa

Platz 7: Segmüller

Umsatz: ca. 1.050 Millionen Euro (im Jahr 2011; 2010: 1.050 Millionen Euro)

Mitarbeiter: über 4.000

Neben den sieben Segmüller-Filialen gehören dem Unternehmen fünf weitere Küchenhäuser, vier Möbel Maxx-Filialen, drei Mega Stores und drei Babyland-Filialen. Segmüller betreibt Möbelhäuser vornehmlich im süddeutschen Raum.

Foto: dpa

Platz 6: Poco-Domäne

Umsatz: 1.080 Millionen Euro (im Jahr 2011; 2010: 945 Millionen Euro)

Mitarbeiter: 6.800

Seit dem Zusammenschluß im Jahr 2008 sind die die Discounter Poco, Domäne und Möbelix in der Poco-Domäne Holding zusammengefasst. Poco-Domäne betreibt 96 Märkte bundesweit. Im Jahr 2011 erlangte der Konzern zusätzliche Bekanntheit durch eine Werbekampagne mit der TV-Blondine Daniela Katzenberger.

Foto: Presse

Platz 5: Roller / Tejo (Tessner-Gruppe)

Umsatz: 1.200 Millionen Euro (im Jahr 2010/11; 2009/10: 1.160 Millionen Euro)

Mitarbeiter: über 5.500

Allein Roller betreibt in Deutschland 101 Märkte, darüberhinaus gehören zu Tejo 17 weitere SB-Lagerverkäufe, vier Einrichtunghäuser und drei Einrichtungs-Shopping-Center. Auch der Medea Küchenfachmarkt ist ein Teil der Tessner-Gruppe.

Foto: dpa

Platz 4: Porta

Umsatz: 1.250 Millionen Euro (im Jahr 2011; 2010: 1.200 Millionen Euro)

Mitarbeiter: 6.500

Den Umsatz bringen insgesamt 121 Möbelhäuser namens Porta, Happy Porta, Möbel Boss und Möbel Hausmann zusammen.

Foto: dpa

Platz 3: XXXLutz

Umsatz: 2.900 Millionen Euro (im Jahr 2011; 2010: 2.700 Millionen Euro)

Mitarbeiter: insgesamt 18.500

Die österreichische Möbelhauskette XXXLutz betreibt allein in Deutschland 13 Filialen unter dem Namen XXXLutz, insgesamt 40 weitere unter dem Namen XXXL und Mömax.

Foto: Presse

Platz 2: Höffner

Umsatz: ca. 1.980 Millionen Euro (im Jahr 2011; 2010: 1.950 Millionen Euro)

Mitarbeiter: ca. 8.000

Trotz eines guten Ergebnisses liegt die Höffner-Gruppe, zu der auch Möbel Kraft und Möbel Sconto gehört, auf Platz 2 weit hinter dem Spitzenreiter der Möbelhäuser.

Foto: AP

Platz 1: Ikea

Umsatz: 3,99 Milliarden Euro (im Jahr 2010/11: 3,65 Milliarden Euro)

Mitarbeiter: 15.503 (in Deutschland; Weltweit: 131.000)

Unangefochtener Branchenprimus ist und bleibt Ikea. Im Schnitt gibt dort jeder Kunde 82,84 Euro pro Einkauf aus. Deutschland ist mit einem Anteil von 15,1 weiterhin der größte Einzelmarkt des in Schweden gegründeten Unternehmens, das inzwischen von einer niederländischen Holding gesteuert wird.

Derzeit kommt Ikea in Deutschland auf einen Marktanteil von 13 Prozent. In den nächsten acht bis zehn Jahren soll er auf 25 Prozent wachsen, sagte Geschäftsführer von Ikea Deutschland, Peter Betzel dem Handelsblatt. Er sieht zusätzlich zu derzeit 46 Einrichtungshäusern Potenzial für 20 bis 25 weitere. In ein bis zwei Jahren soll das komplette Sortiment auch über das Internet zu haben sein, so das Handelsblatt. Das wären rund 7000 Artikel, mehr als doppelt so viele wie aktuell. Bisher machte Ikewa 92 Millionen Euro Umsatz in Deutschland über das Internet.

Foto: dpa/dpaweb

Die Börsennotierung in Johannesburg soll neben dem Listing im Frankfurter Prime Standard bestehen bleiben. Die Struktur des geplanten zweiten Börsengangs ließ Steinhoff in der Mitteilung offen. Branchenkenner rechnen aber mit einer Milliarden-Transaktion. In Medienberichten war anfänglich davon die Rede, dass Steinhoff nur die Europa-Tochter an die Frankfurter Börse bringen wolle. Mit dem Erlös wolle Steinhoff die Entschuldung vorantreiben und sich Mittel für die Expansion beschaffen. Begleitet wird Steinhoff laut Finanzkreisen unter anderem von der Commerzbank und Barclays. Die Institute wollten sich dazu nicht äußern. In der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2013/14 setzte Steinhoff umgerechnet rund 6,2 Milliarden Dollar um.

Im Vorgriff auf den Börsengang in Frankfurt will Steinhoff die Beteiligung an seinem Industrie-Geschäft in Südafrika auf 45 von fast 62 Prozent reduzieren. Die Aktien an der KAP Industrial Holdings sollen am Dienstag bei Investoren platziert werden. Die ebenfalls börsennotierte KAP ist in der Logistik, im Personentransport, der Forstwirtschaft sowie als Autozulieferer und Schuhhersteller aktiv. Mit dem Rückzug dort wolle Steinhoff sich als "fokussierter Einzelhändler" positionieren, hieß es zur Begründung.

rtr
Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
Stellenmarkt
Die besten Jobs auf Handelsblatt.com
Anzeige
Homeday
Homeday ermittelt Ihren Immobilienwert
Anzeige
IT BOLTWISE
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Remind.me
Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s
Anzeige
Presseportal
Lesen Sie die News führender Unternehmen!
Anzeige
Bellevue Ferienhaus
Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen
Anzeige
Übersicht
Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche
Anzeige
Finanzvergleich
Die besten Produkte im Überblick
Anzeige
Gutscheine
Mit unseren Gutscheincodes bares Geld sparen
Anzeige
Weiterbildung
Jetzt informieren! Alles rund um das Thema Bildung auf einen Blick