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Billig-Möbelhäuser Poco will an die Börse

Der Möbelkonzern Steinhoff strebt an die Frankfurter Börse. In Deutschland ist er vor allem für seine Billig-Möbelhäuser Poco bekannt.

Ein Poco-Möbeldiscounter in Pforzheim. Der Mutterkonzern Steinhoff strebt aufs Börsenparkett. Foto: Poco Quelle: Presse

Der deutsch-südafrikanische Möbelkonzern Steinhoff macht seine Pläne für einen Börsengang in Frankfurt offiziell. Sobald die Geschäftszahlen für das laufende Geschäftsjahr (zum 30. Juni) vorlägen, also Anfang September, sollten die Vorbereitungen für das Listing an der Frankfurter Börse beginnen, teilte Steinhoff am Montag in Johannesburg mit. Der Firmensitz solle aber nicht nach Deutschland zurückverlagert werden. Das ursprünglich aus Westerstede bei Bremen stammende Unternehmen ist seit 1998 an der südafrikanischen Börse gelistet - mit einem Börsenwert von rund acht Milliarden Euro.

Bekannt ist Steinhoff hierzulande vor allem für seine Poco-Möbelhäuser. In Österreich hatte Steinhoff 2013 die Möbelketten Kika und Lainer gekauft, auch in Frankreich und Großbritannien ist der Konzern vertreten. In Südafrika hält er die Mehrheit am Möbelhändler JD Group

Die zehn umsatzstärksten Möbelhäuser
Platz 10: Schaffrath
Platz 9: Otto Quelle: dpa
Platz 8: Dänisches Bettenlager Quelle: dpa
Platz 7: Segmüller Quelle: dpa
Platz 6: Poco-Domäne Quelle: Presse
Platz 5: Roller / Tejo (Tessner-Gruppe) Quelle: dpa
Platz 5: Porta Quelle: dpa

Die Börsennotierung in Johannesburg soll neben dem Listing im Frankfurter Prime Standard bestehen bleiben. Die Struktur des geplanten zweiten Börsengangs ließ Steinhoff in der Mitteilung offen. Branchenkenner rechnen aber mit einer Milliarden-Transaktion. In Medienberichten war anfänglich davon die Rede, dass Steinhoff nur die Europa-Tochter an die Frankfurter Börse bringen wolle. Mit dem Erlös wolle Steinhoff die Entschuldung vorantreiben und sich Mittel für die Expansion beschaffen. Begleitet wird Steinhoff laut Finanzkreisen unter anderem von der Commerzbank und Barclays. Die Institute wollten sich dazu nicht äußern. In der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2013/14 setzte Steinhoff umgerechnet rund 6,2 Milliarden Dollar um.

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Im Vorgriff auf den Börsengang in Frankfurt will Steinhoff die Beteiligung an seinem Industrie-Geschäft in Südafrika auf 45 von fast 62 Prozent reduzieren. Die Aktien an der KAP Industrial Holdings sollen am Dienstag bei Investoren platziert werden. Die ebenfalls börsennotierte KAP ist in der Logistik, im Personentransport, der Forstwirtschaft sowie als Autozulieferer und Schuhhersteller aktiv. Mit dem Rückzug dort wolle Steinhoff sich als "fokussierter Einzelhändler" positionieren, hieß es zur Begründung.

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