Aktienmarkt: 4.500 Prozent Kursgewinn – Berkshire Hathaway macht Kasse bei BYD
Die Aktien des chinesischen Automobilherstellers BYD sind am Montag so stark gefallen wie seit drei Wochen nicht mehr. Hintergrund ist ein Bericht, wonach die Investmentfirma von Warren Buffett ihre Beteiligung an dem chinesischen Elektrofahrzeughersteller verkauft hat.
Die Aktie fiel am Montag um bis zu 3,6 Prozent und gehörte damit zu den größten Verlierern unter den in Hongkong notierten Aktien im Hang Seng China Enterprises Index. Berkshire Hathaway hat sich vollständig von seinen BYD-Anteilen getrennt. Das hatte zunächst der Sender CNBC am Sonntag berichtet und dabei auch einen Sprecher des US-Unternehmens zitiert, der diese Entwicklung bestätigte.
Eine Einreichung von Berkshire Hathaway Energy, der Tochtergesellschaft, die die BYD-Aktien hielt, gab den Wert der Investition bereits zum 31. März mit null an, wie CNBC berichtete. Buffetts Firma hatte die Aktien mehr als 15 Jahre lang gehalten. Sie hatte im September 2008 zunächst 225 Millionen Anteile erworben. Seit dem Tag vor dem ersten Kauf bis zum 31. März dieses Jahres stieg die Aktie um mehr als 4.500 Prozent.
In den vergangenen zwei Jahrzehnten entwickelte sich BYD von einem wenig bekannten chinesischen Batteriehersteller für Mobiltelefone zum größten Produzenten von Elektro- und Hybridfahrzeugen des Landes.
Berkshire begann Mitte 2022 mit dem Verkauf seiner Anteile, wobei der Bestand im vergangenen Jahr unter fünf Prozent fiel. Das Unterschreiten dieser Schwelle führte dazu, dass die US-Firma laut Hongkonger Börse nicht mehr verpflichtet war, künftige Verkäufe offenzulegen.
Die Aktien von BYD sind von ihrem vor vier Monaten erreichten Allzeithoch um etwa dreißig Prozent eingebrochen. Hintergrund sind wachsende Bedenken hinsichtlich der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens inmitten eines zerstörerischen Preiskriegs in China.
Berkshire hatte begonnen in BYD zu investieren, nachdem Buffetts langjähriger Geschäftspartner Charlie Munger – der die Aktie zusammen mit dem Chairman von Himalaya Capital, Li Lu, gekauft hatte – die Investition empfohlen hatte.
„An der Börse sind Kauf und Verkauf normale Vorgehensweisen“, schrieb Li Yunfei, General Manager für Branding und Public Relations bei BYD, am Montag in einem Post auf der chinesischen Social-Media-Plattform Weibo. „Wir sind Munger und Buffett dankbar für ihre Anerkennung von BYD und für 17 Jahre Investment, Unterstützung und Begleitung.“
Ein Sprecher von BYD verwies Bloomberg auf Lis Weibo-Post, als er um einen Kommentar gebeten wurde. Berkshire reagierte nicht sofort auf eine E-Mail, die außerhalb der regulären Arbeitszeiten gesendet wurde.
Lesen Sie auch: Warum Warren Buffett die BYD-Aktie fallenlässt
