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Das krisenfeste Depot Verluste begrenzt, Gewinne mitgenommen

Quelle: dpa

Nach einem Monat liegt das Corona-Depot gleichauf mit dem Weltaktienindex; die Schwankungen waren dabei aber deutlich geringer. Am Mittwoch ließen gute Nachrichten von Vonovia Wohnimmobilienaktien steigen.

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Knapp einen Monat ist es nun her, dass die WirtschaftsWoche ein Aktiendepot vorstellte, das den Wirren der Coronakrise trotzen und möglichst besser abschneiden sollte als der Weltaktienindex MSCI World. Zeit also für eine kleine Zwischenbilanz. In Sachen Wertentwicklung steht es am Mittwoch bei Börsenschluss unentschieden. Das Depot hat gegenüber dem 13. März genau 9,4 Prozent zugelegt – ebenso viel wie der MSCI World auf Eurobasis.

Der Weg zu diesem Ergebnis indes verlief höchst unterschiedlich: Der MSCI World verlor in der ersten Woche nach Start gut acht Prozent, während das Minus um Depot nie höher ausfiel als 1,6 Prozent. Von der letzten März-Woche aber holte der MSCI World seine Verluste unter starken Schwankungen auf und ist heute besagte gut neun Prozent vorne. Das Depot hingegen schwankte erheblich weniger stark, legte dafür in der Erholungsphase aber auch nicht ganz so stark zu wie der Weltaktienindex. In Summe ist es also gelungen, die maximalen Verluste gering zu halten und gleichzeitig nicht zu viel Rendite zu verlieren – eine gute Ausgangsbasis für die kommenden Wochen.

Am Mittwoch tendierten die Aktienmärkte lange leicht negativ. Der Dax schloss mit einem Minus von 0,2 Prozent, während das WiWo-Depot leicht zulegen konnte. Nach Schluss der deutschen Börsen indes zogen die Kurse in den USA deutlich an – möglicherweise auch, weil der demokratische Präsidentschaftskandidat Bernie Sanders, der dem linken Flügel der Partei angehört, angesichts geringer Chancen aus dem Vorwahlkampf mit Konkurrent Joe Biden aussteigt. Der Gegenkandidat von Präsident Trump wird damit ein gemäßigter Vertreter der demokratischen Partei.

Was lief gut?

Gute Nachrichten kamen am Mittwoch vom Wohnungskonzern Vonovia. Das Unternehmen sieht in den aktuellen Geschäftsdaten die Bestätigung dafür, dass die Coronakrise Vonovia derzeit nur minimal beeinträchtigt. Weniger als ein Prozent der Mietparteien hätten den Vermieter bisher kontaktiert, weil sie Corona-bedingte Zahlungsprobleme hätten, teilte der Dax-Konzern mit. Mit ihnen vereinbare Vonovia nun individuelle, pragmatische Lösungen. Der Einfluss auf Ergebnis und Liquidität des Konzerns sei unwesentlich. Die Aktie von Vonovia legte im Xetra-Handel ein Prozent zu, Konkurrent LEG kletterte um gut zwei Prozent. Beide Aktien bleiben im Portfolio.

Was lief schlecht?

Knapp ein Viertel hat die Aktie des US-Spieleentwicklers Take-Two Interactive von ihrem Jahreshoch in der Spitze verloren und damit weniger als der US-Aktienmarkt insgesamt (etwa ein Drittel). Umgekehrt hat Take-Two inzwischen zwei Drittel des Verlusts wieder wettgemacht, während der Gesamtmarkt noch nicht mal die Hälfte der Kursverluste ausgeglichen hat. Mit anderen Worten: Die Aktie hat sich relativ stabil gehalten und sich auch schneller erholt als der Gesamtmarkt. Es ist also verkraftbar, dass sie manchen Handelstag, wie am Mittwoch, schwächer beendet als ihr Vergleichsindex S&P 500. Aufgrund des Corona-resistenten Geschäfts und der Top-Bilanz bleibt sie für die kommenden Wochen ein interessantes Investment.

So sieht das Depot aktuell aus:

Name
ISIN
Bestand
(in Stück)
Einstandskurs
(in Euro)
aktueller Kurs
(in Euro)
Differenz
(in Prozent)
Bestand
(in Euro)
Drägerwerk
DE0005550636
2051,278,2052,7%1.564,00
Euronext
NL0006294274
226872,005,9%1.584,00
Gilead
US3755581036
2463,568,387,7%1.641,12
LEG
DE000LEG1110
1597,46101,544,2%1.523,10
Nasdaq
US6311031081
1883,6892,4310,5%1.663,74
Sanofi
FR0000120578
2076,5882,017,1%1.640,20
Spotify
LU1778762911
14110116,566,0%1.631,84
Swiss Prime Site
CH0008038389
1791,5583,75-8,5%1.423,75
Take Two Interactive
US8740541094
1599,42112,1012,8%1.681,50
Teamviewer
DE000A2YN900
562737,1937,7%2.082,36
Vonovia
DE000A1ML7J1
3443,9945,192,7%1.536,46
Kasse1.883,97
Summe19.856,04
Veränderung seit Einstand
(in Euro)
1.860,29
Veränderung seit Einstand
(in Prozent)
9,4%
zum Vergleich:
MSCI World (Euro)
9,4%

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