Dax aktuell Börsianer in Kauflaune

Banken und Broker rechnen zur Börseneröffnung in Frankfurt mit steigenden Kursen. Im Fokus wird unter anderem die Aktie von BASF stehen.

Dax startet höher – Daimler-Aktie nach Geely-Einstieg im Minus Quelle: dpa

FrankfurtPositive Vorgaben aus New York dürften am Dienstag auch den deutschen Aktienanlegern Kauflaune machen. Banken und Broker sagen für den Dax zur Eröffnung steigende Kurse voraus. Am Montag hatte der Leitindex 0,4 Prozent fester bei 12.527 Punkten geschlossen. An der Wall Street sorgten Spekulationen auf weiter nur moderate Zinsschritte der US-Notenbank Fed für Kursgewinne. Der Dow-Jones-Index schloss 1,6 Prozent höher bei 25.709 Punkten.

Im Fokus steht der neue Fed-Chef Jerome Powell, der am Nachmittag vor dem Finanzdienstleistungs-Ausschuss der US-Repräsentantenhauses zur Konjunktur und Geldpolitik gehört werden soll. In dem schon am Freitag veröffentlichten Halbjahresbericht hatte die Fed eine Fortsetzung des vorsichtigen Zinserhöhungskurses signalisiert.

Auf der Unternehmensseite werden Anleger bei den Einzelwerten auf die Kursentwicklung von BASF schauen. Nach einem deutlichem Gewinnplus im vergangenen Jahr geht der Chemiekonzern 2018 von weiteren Zuwächsen aus. Der operative Gewinn (Ebit) vor Sondereinflüssen soll leicht über dem Vorjahresniveau liegen, teilte das Unternehmen am Dienstag in Ludwigshafen mit. Darunter versteht der Vorstand einen Anstieg um bis zu zehn Prozent. Der Umsatz soll um bis zu fünf Prozent zulegen. BASF sei gut ins Jahr gestartet, sagte Vorstandschef Kurt Bock. „Außerdem haben wir wichtige Weichen für die personelle und strategische Weiterentwicklung des Unternehmens gestellt."

BASF hatte bereits im Januar vorläufige Zahlen für das vergangene Geschäftsjahr veröffentlicht. Im vierten Quartal kletterte der Umsatz um mehr als acht Prozent auf 16,09 Milliarden Euro. Der bereinigte operative Gewinn erhöhte sich um 58 Prozent auf 1,86 Milliarden Euro, wozu vor allem das florierende Geschäft mit Basischemikalien sowie die Bereiche Pflanzenschutz sowie Öl und Gas beitrugen. Die Aktionäre sollen für das vergangene Geschäftsjahr eine zehn Cent höhere Dividende von 3,10 Euro je Aktie erhalten.

Der Dialysekonzern FMC hat im vierten Quartal deutlich mehr verdient als im gleichen Vorjahreszeitraum. Das Konzernergebnis erhöhte sich währungsbereinigt um 16 Prozent auf 394 Millionen Euro, wie die Tochter des hessischen Gesundheitskonzerns Fresenius noch am Montagabend mitgeteilt hatte. Der Umsatz stagnierte bei 4,43 Milliarden Euro. Währungsbereinigt erhöhte er sich um acht Prozent.

Für das Gesamtjahr 2018 erwartet FMC ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von rund acht Prozent. Das Konzernergebnis solle um 13 bis 15 Prozent steigen. Hierbei seien wiederkehrende positive Effekte aus der US-Steuerreform von 140 bis 160 Millionen Euro berücksichtigt. Das Unternehmen wolle der Hauptversammlung im Mai eine Erhöhung der Dividende um zehn Prozent auf 1,06 Euro je Aktie vorschlagen.

Zudem teilte das Unternehmen mit, Rückstellungen von 200 Millionen Euro im Jahresabschluss 2017 zu bilden. Diese berücksichtigten neue Entwicklungen in den laufenden Vergleichsverhandlungen mit dem US-Justizministerium und der US-Börsenaufsicht SEC.

Im Fokus werden am Montag an der deutschen Börse auch die Autowerte stehen. Denn in Leipzig wird die Urteilsverkündung des Bundesverwaltungsgerichtes zu möglichen Fahrverbote für Diesel-Fahrzeuge erwartet.

In der Schweiz können sich die Aktionäre des größten Schweizer Lebensversicherers Swiss Life nach einem Gewinnplus des Konzerns über eine Erhöhung der Dividende freuen. Der Reingewinn stieg im vergangenen Jahr um neun Prozent auf 1,0 Milliarden Franken, wie der Konzern aus Zürich am Dienstag mitteilte. Die Aktionäre sollen 13,50 Franken Dividende je Aktie erhalten, 2,50 Franken mehr als zuletzt. Die Prämieneinnahmen erhöhten sich um sechs Prozent auf 18,6 Milliarden Franken (16,1 Milliarden Euro).

Geschuldet ist das überproportionale Gewinnplus in erster Linie der Neuausrichtung des Geschäfts: Swiss Life setzt stärker auf Vermögensverwaltung und Dienstleistungen und fährt das traditionelle Lebensversicherungsgeschäft zurück, das angesichts des Tiefzinsumfelds immer weniger Ertrag abwirft. Das Kommissions- und Gebührengeschäft brachte 442 Millionen Franken Ergebnis - ein Plus von elf Prozent. Die Eigenkapitalverzinsung lag bei 9,3 Prozent und damit im oberen Bereich ds angepeilten Zielbands von acht bis zehn Prozent.

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