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Deutsche Börse Covestro verdrängt ProSiebenSat.1 aus dem Dax

Covestro zieht in den Dax ein. Quelle: dpa

Der Dax bekommt ein neues Mitglied: Der Kunststoff-Konzern Covestro wird ProSiebenSat.1 ersetzen und punktet am Dienstag bei den Anlegern.

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Mit seiner Aufnahme in den Dax hat Covestro am Dienstag bei den Anlegern punkten können. Die Aktien des Kunststoffherstellers, die bislang im MDax notiert sind, kletterten in der Spitze um 4,6 Prozent auf 92,34 Euro. Den Dax verlassen muss ProSiebenSat.1. Dessen Aktien notierten knapp im Minus. Covestro qualifiziert sich aufgrund seiner hohen Marktkapitalisierung und des Orderbuchumsatzes für den Dax, wie die Deutsche Börse am Montagabend mitteilte. "Das war überraschend", sagte ein Händler. Die Aufnahme von Covestro in den Dax sei eigentlich erst für September erwartet worden. Sie erfolgte nach der sogenannten Fast-Entry-Regel. Die Änderungen werden zum 19. März wirksam.

Covestro war erst im Jahr 2015 vom Pharma- und Chemiekonzern Bayer abgespalten und als eigenständiges Unternehmen an die Börse gebracht worden. Seitdem hat sich der Börsenwert verdreifacht, während ProSiebenSat.1 zwischenzeitlich wegen Sorgen ums wichtige TV-Werbegeschäft Federn lassen musste. Der Medienkonzern wird nun zum 19. März, wenn alle Änderungen wirksam werden, Covestros Platz im MDax einnehmen. Im Index der mittelgroßen Konzerne stehen auch weitere Neuerungen an: So werden die Immobilienfirma Aroundtown und die Startup-Schmiede Rocket Internet aufsteigen, während der Zuckerproduzent Südzucker und der von einem Bilanzskandal erschütterte Handelskonzern Steinhoff in den SDax der kleineren Konzerne absteigen.

Überdies werden die Investmentfirma Corestate Capital und der Nutzfahrzeug-Zulieferer Jost Werke in den SDax kommen. Dafür müssen die Modefirma Gerry Weber und der Finanzdienstleister MLP weichen. Auch im TecDax kommt es zu mehreren Wechseln: Der Maschinenbauer Aumann sowie Isra Vision, ein Zulieferer für Industrieroboter, kommen neu in den Index der Technologiewerte. Sie verdrängen dabei das auf die Finanzbranche spezialisierte Software-Unternehmen GFT Technologies sowie den Telekom- und Netzwerkausrüster Adva.

Wichtig sind diese Veränderungen zum einen für Fonds, die die Indizes exakt nachbilden und die Aktien entsprechend kaufen oder verkaufen müssen. Zum anderen bedeutet die Aufnahme in einen namhaften Index mehr Aufmerksamkeit für das Unternehmen insbesondere vonseiten internationaler Investoren. Das nächste Mal überprüft die Deutsche Börse die Zusammensetzung der Dax-Familie am 5. Juni.

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