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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 Anleger warten auf Geschäftszahlen – S&P 500 schließt auf Allzeithoch

Diese Woche legen etwa 160 der 500 S&P-Werte Zahlen vor – und die könnten besser ausfallen, als noch Anfang des Monats gedacht. Am Montag erreichte der Index ein neues Rekordhoch.

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Der S&P 500 notiert auf einem neuen Tageshöchststand. Quelle: Reuters

New York Die Anleger in den USA haben sich am Montag vor den Geschäftszahlen der Tech-Größen Apple und Alphabet mit Käufen zurückgehalten. „Anleger sind aktuell auf der Hut und bleiben vernünftigerweise an der Seitenlinie“, sagte Salah-Eddine Bouhmidi, Marktanalyst beim Brokerhaus IG. Sie warteten auf neue Impulse unter anderem von der US-Notenbank Fed in der laufenden Woche. Die Fed dürfte ihren Leitzins am Mittwoch nicht antasten. Volkswirte erwarten, dass er in der Spanne von 2,25 bis 2,5 Prozent bleiben wird.

Die wichtigsten Indizes im Überblick

Der Dow Jones Industrial hielt sich dicht an seinem Schlussstand vom Freitag und ging mit plus 0,04 Prozent auf 26.554 Punkte aus dem Handel. Nachdem der US-Leitindex am vergangenen Dienstag seinem Rekordhoch von Anfang Oktober noch ein Stück näher gekommen war, verteidigte er nun mühsam dieses Niveau. Der S&P 500 beendete den Montag mit einem Aufschlag von 0,11 Prozent auf 2943 Punkte auf einem Rekordhoch. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 0,2 Prozent auf 8161 Punkte.

Allein in dieser Woche sollen etwa 160 der 500 S&P-Mitgliedsfirmen Einblick in ihre Bücher gewähren. Analysten gehen nach Refinitiv-Daten davon aus, dass die Gewinne der 500 größten Unternehmen im abgelaufenen Quartal im Schnitt um 0,3 Prozent gefallen sind. Sie sind damit deutlich optimistischer als noch Anfang des Monats, als sie noch einen Rückgang um zwei Prozent vorhergesagt hatten.

Die jüngsten Inflationsdaten wurden mit Zurückhaltung aufgenommen. Zwar legten die Konsumausgaben im März so stark zu wie seit mehr als neuneinhalb Jahren nicht mehr. „Man muss diese Zahlen aber mit Vorsicht genießen“, sagte Scott Brown, Chefvolkswirt beim Vermögensverwalter Raymond James. Der Sektor sei vom Regierungsstillstand Anfang des Jahres besonders stark getroffen worden. „Deswegen sehen wir hier Nachholeffekte.“

Einzelwerte im Fokus

Im Dow litten die Aktien des Chipherstellers Intel weiterhin unter den in der vergangenen Woche gekappten Jahresumsatz- und Gewinnprognosen. Sie büßten am Index-Ende 2,5 Prozent ein und weiteten damit ihr neunprozentiges Minus vom Freitag aus. Aktien von Banken waren indes gefragt: JPMorgan und Goldman Sachs legten als Favoriten im Wall-Street-Index um 1,4 bzw. 1,9 Prozent zu.

Die Papiere der Ölgesellschaft Chevron reagierten mit plus 0,5 Prozent kaum darauf, dass der US-Ölförderer Anadarko mit Occidental Petroleum über dessen Kaufangebot verhandeln will. Der Ölproduzent Occidental bietet bislang rund 38 Milliarden US-Dollar in bar und eigenen Aktien und hatte damit die Offerte von Chevron in Höhe von insgesamt 33 Milliarden Dollar in bar und in eigenen Aktien übertrumpft. Anadarko, die seit Anfang April steil gestiegen waren, legten noch etwas weiter zu und gewannen 0,2 Prozent. Die von Occidental sanken indes noch etwas weiter, und zwar um 1,9 Prozent.

Analystenstudien gaben zudem den Papieren des Softwareunternehmens Adobe und der American Airlines Group Auftrieb. Adobe gewannen nach einer frisch ausgesprochenen Kaufempfehlung von Morgan Stanley 1,5 Prozent. Die Papiere der Holdinggesellschaft American Airlines, zu der die gleichnamige Fluggesellschaft gehört, profitierten von einer Kaufempfehlung der Deutschen Bank und stiegen um 2,2 Prozent.

Nach der Kursrally der vergangenen Tage zeigten Anleger dem europäischen Aktienmarkt am Montag die kalte Schulter. Der Dax stieg zeitweise auf den höchsten Stand seit Ende September, gab die Gewinne aber wieder ab und schloss noch 0,1 Prozent fester bei 12.328 Zählern. Der EuroStoxx50 ging mit 3501 Punkten kaum verändert aus dem Handel.

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