Dow Jones, S&P 500, Nasdaq: Kursverluste bei Amazon trüben Stimmung an der Wall Street
Ein Straßenschild an der New York Stock Exchange.
Foto: ReutersKursverluste beim Online-Riesen Amazon und die Unsicherheit vor der Zinsentscheidung in der neuen Woche haben die US-Börsen am Freitag gebremst. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte und der breiter gefasste S&P 500 notierten je 0,1 Prozent tiefer bei 33.781 und 4132 Punkten. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab 0,4 Prozent auf 12.088 Zähler nach.
Die Stimmung im Tech-Sektor trübte Amazon, der eine Wachstumsabschwächung im wichtigen Cloud-Geschäft signalisierte. Das überschattete die eigentlich besser als erwartet ausgefallenen Quartalszahlen. Die Papiere sackten um 3,5 Prozent ab.
Auch Titel von Alphabet und Microsoft notierten bis zu 0,5 Prozent tiefer. Aktien des Snapchat-Eigners Snap brachen nach einem trüben Ausblick auf das kommende Quartal um 19 Prozent ein. Aktien von Intel legten hingegen um mehr als sieben Prozent zu, nachdem die Bruttomargen des Chipherstellers in der zweiten Jahreshälfte steigen sollen.
Analysten zufolge sorgte auch die Unklarheit über den weiteren Kurs der Fed mit ihrer Zinsentscheidung Mitte kommender Woche für Nervosität. Im Kampf gegen die Teuerung dürften die Leitzinsen Strategen zufolge erneut um 25 Basispunkte angehoben werden. Indes präsentierten sich die US-Verbraucherausgaben im März unverändert, während der zugrundeliegende Inflationsdruck stark blieb.
Blick auf weitere Einzelwerte:
Snap Inc.: Die Börse hat die Macher der Foto-App Snapchat hart für den ersten Umsatzrückgang abgestraft. Die Aktie verlor knapp 19 Prozent.
Intel: Der Chiphersteller verbucht den bisher höchsten Quartalsverlust der Firmengeschichte. Trotz des Milliardenverlustes erholt sich die Aktie um rund sieben Prozent.
Pinterest: Die Plattform zum Teilen von Bildern liefert eine enttäuschende Prognose für das kommende Quartal. Die Aktie fällt um 14 Prozent.
Amazon: Die Aktie des Internetriesen fällt um 3,5 Prozent. Bedenken über das zukünftiges Cloud-Geschäft überschatteten einen Umsatzanstieg im ersten Quartal.