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Dow Jones, S&P, Nasdaq Vorsicht regiert US-Börsen – Anleger warten auf Fed

Am Tag vor der US-Zinsentscheidung bleiben Anleger an der Wall Street in Deckung. Die wichtigsten Kursbarometer pendeln um den Vortagesschluss.

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Der Blick der Marktteilnehmer richtet sich in dieser Woche auf die US-Notenbank Fed. Quelle: Bloomberg

New York Am Tag vor der US-Zinsentscheidung hat Zurückhaltung den Handel an der Wall Street geprägt. Für Mittwoch wurde weithin mit einer Zinsanhebung gerechnet.

Mit Spannung warteten Börsianer auf den anschließenden Auftritt von US-Notenbankchef Jerome Powell, von dem sie sich Hinweise auf die weitere Geldpolitik erhofften. Eine Forcierung des Zinserhöhungskurses in der Zukunft würde als störend empfunden, sagte Andre Bakhos, Geschäftsführer des Vermögensberaters New Vines.

Dich wichtigsten Indizes im Überblick

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss am Dienstag 0,3 Prozent tiefer auf 26.492 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 sank 0,1 Prozent auf 2915 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq erhöhte sich dagegen sich um 0,2 Prozent auf 8007 Punkte.

So lief der Handel in Europa und Asien

In Frankfurt ging der Dax 0,2 Prozent fester bei knapp 12.375 Punkten aus dem Handel. In der zweiten Börsenreihe dagegen schloss der MDax 0,04 Prozent schwächer bei 26 095,22 Zählern. Der Eurostoxx 50 legte 0,27 Prozent zu.

Steigende Ölpreise und der schwelende Handelsstreit haben in Asien am Dienstag für gedrückte Stimmung gesorgt. Die wichtigsten Leitindizes in China gaben je rund ein Prozent nach, der MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien außerhalb Japans fiel um 0,1 Prozent.

Die Börsen in Japan profitierten dagegen von einem etwas schwächeren Yen – der 225 Werte umfassende Nikkei-Leitindex ging 0,3 Prozent fester bei 23.940 Punkten aus dem Handel.

Einzelwerte im Überblick

Unter Druck standen Chipaktien, nachdem die Brokerhäuser Raymond James und KeyBanc ihre Bewertungen für Firmen des Industriezweigs gesenkt hatten. Das galt etwa für den Intel-Konzern, dessen Kurs 2,1 Prozent einbüßte.

Im Fokus standen ferner Facebook, die 0,3 Prozent schwächer tendierten. Das Internet-Netzwerk verliert mit dem Abgang der beiden Instagram-Gründer Kevin Systrom und Mike Krieger zwei seiner wichtigsten kreativen Manager. Erst vor wenigen Monaten hatte Whatsapp-Gründer Jan Koum bei Facebook gekündigt. Der Agentur Bloomberg zufolge kam es zuletzt immer wieder zu Streitigkeiten zwischen den Instagram-Gründern und Facebook-Chef Mark Zuckerberg über die Ausrichtung des Fotodienstes.

Dass Qualcomm in seinem Dauerstreit mit Apple neue Vorwürfe gegen den iPhone-Konzern erhebt, nützte den Aktien des Chip-Spezialisten wenig: Sie sanken um mehr als 1 Prozent, wogegen es für Apple um über ein halbes Prozent bergauf ging.

Laut Qualcomm hat Apple vertrauliche Informationen von Qualcomm wie etwa Software-Codes an den Konkurrenten Intel weitergegeben – dessen Papiere büßten am Dow-Ende mehr als 2 Prozent ein. Kommunikations-Chips von Intel haben in neueren iPhones inmitten des Streits entsprechende Technik von Qualcomm ersetzt.

Eine Bestätigung von Medienberichten, wonach das legendäre italienische Modehaus Versace an die US-Modegruppe Michael Kors verkauft wird, sorgte für vergleichsweise wenig Bewegung: Die Papiere der Amerikaner, die am Vortag um mehr als 8 Prozent abgesackt waren, erholten sich nun um knapp 2 Prozent.

Was sonst noch wichtig war

Der argentinische Notenbankchef Luis Caputo ist nach nur drei Monaten im Amt zurückgetreten. Der Rücktritt erfolge aus persönlichen Gründen, hieß es in einer am Dienstag verbreiteten Erklärung. Er hoffe, dass die neue Vereinbarung mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) das Vertrauen in das Land wieder herstelle.

Der IWF hatte Argentinien zur Stützung der Wirtschaft neue Kredite gewährt, die nun zeitlich früher als zunächst vereinbart ausgezahlt werden. Caputo war vor seiner Zeit als Notenbankchef Finanzminister. Als Präsident der Zentralbank war er einer der wichtigsten Figuren in der derzeitigen Währungskrise des Landes.

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