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Kryptowährung Libra Wie Facebook einen besseren Bitcoin erschaffen will

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So soll es nach dem Start mit Libra weitergehen

Mit zunehmender Lebensdauer des Projektes will Facebook die Zutrittsbarrieren zur Libra-Blockchain aber abbauen. Und plant dann ein offenes System, zu dem auch freie Entwickler und andere Unternehmen Beiträge leisten können.

Solch ein Übergang sei durchaus möglich, sagt der deutsche Blockchain-Experte Fabian Vogelsteller. Er gehört zu den einflussreichsten Entwicklern bei Ethereum und arbeitet heute an seinem neuen Projekt Lukso. Er glaubt, dass Facebook mit einem offenen Blockchain-Projekt durchaus Entwickler aus der Krypto-Szene gewinnen könnte: „Wenn die Facebook-Blockchain globale Zahlungen einfacher macht und eine große Zahl an Nutzern gewinnt, wird die aktuelle Blockchain-Welt dieses System sicherlich integrieren.“

Die Nutzer will Facebook derweil mit einem Versprechen locken: Die digitale Münze soll im Wert stabil bleiben und keine gravierenden Kursschwankungen verkraften müssen wie Bitcoin und Co.. Die Libra Association wird dazu eine Reserve anlegen, die aus einem ganzen Korb staatlicher Währungen und Schuldverschreibungen der Staaten mit sehr guter Bonität bestehen soll. Welche Währungen genau enthalten sein werden, das ist noch nicht klar, sagt Disparte.

Die Zahl der ausgegebenen Münzen ist nicht begrenzt. Sie soll sich an der Nachfrage der Kunden und Partner orientieren. Löst ein Nutzer beispielsweise Euro gegen Libra ein, gibt die Libra Association neue Münzen aus. Sinkt die Nachfrage nach den Libra-Münzen, werden sie vernichtet.

Nutzer werden auch dann Libra-Münzen erwerben können, wenn ihre eigene staatliche Währung nicht Teil des Währungskorbs ist, der den Wert der Libra stabil halten soll. Das Geld in der Währungsreserve verwalten wird die Libra Association aber nicht: „Wir werden Kontakt mit Vermögensverwaltungen und großen internationalen Banken aufbauen, die die Währungsreserven für Libra verwalten. Es wird mehrere und nicht eine einzige Stelle geben, die die Währungsreserven verwahren“, sagt Disparte.

Trotz der großen Ankündigung und Medien-Offensive: Noch scheinen viele Details des Zahlungs-Projektes von Facebook ungeklärt. Die Calibra-App befinde sich in der Entwicklung, heißt es auf der Website. Der Konzern arbeite daran, die Währung Libra und die zugehörige App Calibra möglichst schnell in möglichst vielen Ländern weltweit auf den Markt zu bringen.

Und auch die Libra Association sagt lediglich, dass sie im Austausch mit den Finanzaufsehern in verschiedenen Ländern der Welt sei.

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