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Nikkei, Topix und Co Asiatische Aktien geben Hoffnung auf ein US-Konjunkturpaket auf

Keine Einigung mehr vor den amerikanischen Wahlen. Anleger in Asien hegen keine Hoffnung auf eine billionenschwere Finanzspritze aus dem US-Kongress.

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Vor einer elektronischen Börseanzeigetafel. Quelle: dpa

Die asiatischen Börsen haben am Mittwoch Hoffnungen auf eine schnelle Einigung über ein billionenschweres US-Konjunkturpaket noch vor den US-Wahlen trotz Fortschritten bei den Gesprächen aufgegeben. US-Präsident Donald Trump beschuldigte die Demokraten, nicht für einen akzeptablen Kompromiss bereit zu sein. Zuvor war ein knapp einstündiges Gespräch zwischen der Präsidentin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi und US-Finanzminister Steven Mnuchin allerdings erfolgreich verlaufen und brachte Demokraten und Republikaner „näher daran, etwas aufs Papier zu bringen“, teilte Pelosis Sprecher mit.

„Wir glauben immer noch, dass dieser Deal außergewöhnlich ist. Der Betrag, von dem wir sprechen, liegt entweder bei 1,88 Billionen Dollar, das entspricht etwa neun Prozent des BIP, oder bei 2,2 Billionen Dollar - das Paket von Pelosi - mit rund zehn Prozent des BIP sogar noch höher“, sagte Anthony Chan, Chefstratege für Asieninvestitionen bei Union Bancaire Privee in Hongkong. Selbst wenn eine Einigung gelingen würde, sei es angesichts der knappen Zeit vor den Wahlen aber unwahrscheinlich, dass so etwas reibungslos durch den Senat gehe, ergänzte Chan.

Es blieb zunächst unklar, ob die Verhandlungen vor den US-Präsidentschafts- und Kongresswahlen am 3. November fortgesetzt werden.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,8 Prozent tiefer bei 23.455 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 1,1 Prozent und lag bei 1619 Punkten.

Die Börse in Shanghai lag 0,7 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 0,6 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,4 Prozent.

Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,2 Prozent auf 104,73 Yen und legte 0,2 Prozent auf 6,6663 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent höher bei 0,9065 Franken. Parallel dazu fiel der Euro um 0,2 Prozent auf 1,1839 Dollar und notierte kaum verändert bei 1,0739 Franken. Das Pfund Sterling verlor 0,1 Prozent auf 1,3127 Dollar.
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