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Nikkei, Topix und Co. Asiatische Börsen starten mit Verlusten – Corona-Medikament enttäuscht

Auch in Fernost zweifeln die Anleger an Fortschritten bei der Entwicklung von Medikamenten zur Behandlung von Covid-19. Die wichtigsten Indizes tendieren im Minus.

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Ein Passant vor einer Anzeigetafel der Börse in Tokio. Quelle: AP

Die asiatischen Aktienmärkte sind am Freitag mit Kursverlusten gestartet. Grund dafür seien Zweifel an Fortschritten bei der Entwicklung von Medikamenten zur Behandlung von Covid-19, sagten Händler. Zuvor war bekannt geworden, dass das antivirale Medikament Remedesivier des US-Herstellers Gilead in einer ersten klinischen Studie schwerkranken Patienten nicht geholfen hatte.

Investoren suchten nach etwas, dass die Pandemie beenden könnte, sagte Tim Ghriskey, Chef-Investmentstratege des New Yorker Vermögensverwalters Inverness Counsel. „Jede schlechte Nachricht wird wahrscheinlich den Markt durcheinander bringen“, sagte er. „Investoren wollen einen Anschein von Hoffnung, dass sie bald aus ihren Häusern kommen und mit irgendeiner Form von normalem Leben weitermachen können.“

Die Börse in Tokio hat sich am Freitag zunächst schwächer gezeigt. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,9 Prozent tiefer bei 19.262 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,6 Prozent und lag bei 1417 Punkten.

Die Börse in Shanghai lag 0,7 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 0,6 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,4 Prozent.

Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,1 Prozent auf 107,66 Yen und legte 0,2 Prozent auf 7,0803 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent höher bei 0,9765 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,0773 Dollar und zog um 0,1 Prozent auf 1,0522 Franken an. Das Pfund Sterling gewann 0,1 Prozent auf 1,2354 Dollar.

Wirtschaftsminister: Konjunkturpakt schiebt Japans Wirtschaft um 4,4 Prozent an

In Japan zeigt sich der Wirtschaftsminister mit Blick auf das neue Konjunkturpaket indes optimistisch. Das Paket der japanischen Regierung im Kampf gegen die Folgen der Coronakrise soll dem die Wirtschaft kräftig anschieben. Es werden das Bruttoinlandsprodukt um etwa 4,4 Prozent steigern, sagte Yasutoshi Nishimura am Freitag.

Die Regierung hatte das Konjunkturpaket auf den Rekordwert von 1,1 Billionen Dollar aufgestockt. Damit sollen etwa Barzahlungen an die Bürger ausgeweitet werden. Die Coronavirus-Pandemie droht die nach den USA und China drittgrößte Volkswirtschaft der Welt noch tiefer in die Rezession zu stürzen.

In China hat die Zentralbank des Landes einen weiteren ihrer Leitzinsen gesnkt. Der Zinssatz für mittelfristige Kredite werde auf 2,95 von 3,15 Prozent zurückgenommen, wie sie am Freitag in Peking mitteilte.

Die Darlehen an Geschäftsbanken werden nach einem Jahr fällig, können aber auf zwei weitere Jahre verlängert werden. Die Zentralbank hatte zuletzt mehrfach an der Zinsschraube gedreht, um mit billigerem Geld die chinesische Wirtschaft anzukurbeln. Diese ist wegen der Corona-Krise im ersten Quartal um 6,8 Prozent geschrumpft. Das war das erste Minus seit Beginn der Quartalsstatistik 1992.

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