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Notenbanken Kampfansage an die EZB

Da die Notenbanken zur Rettung des Kreditgeldsystems zu immer weiteren Verzweiflungstaten greifen werden, ist die kurstreibende Wiederentdeckung der ultimativen Währung und Versicherung Gold fast zwangsläufig.

Vorstandsvorsitzende der Münchener Rück, Nikolaus von Bomhard Quelle: dpa

„Wenn die Zinsen negativer werden, dann werden die Verluste auf der rechten Seite der Bilanz größer. Wir hoffen, dass das klar ist.“ Doch obwohl nicht nur Deutsche Bank-Chef John Cryan die EZB-Vorderen im Vorfeld ihrer März-Ratssitzung eindringlich vor einer weiteren Intensivierung ihrer Negativzinspolitik und der damit Hand in Hand einhergehenden Schwächung des Bankensektors warnte, verkündeten Europas "Währungshüter" dennoch – unbeeindruckt und unbelehrbar – die nunmehr x-te Intensivierung ihres "großen" Geldexperiments!

Erstmals in der Geschichte der EZB halten die Geldgouverneure nun einen Leit-"Zins" von Null Prozent für angemessen, während der mit rund einer Billion Euro an faulen Krediten kämpfende unterkapitalisierte Bankensektor nun zwischen Zuckerbrot – bis zu 0,4 Prozent Bonuszinsen für Kreditausweitung – und Peitsche – 0,4 Prozent Strafzins für Einlagen bei der EZB – wählen darf.

Europas (Pleite-)Staaten hingegen dürfen sich weiter auf der Sonnenseite des mit der Druckerpresse finanzierten Überschuldungslebens wähnen, wurde doch das laufende Staatsfinanzierungsprogramm nochmals kräftig aufgestockt.

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Obwohl die Manipulation des Eurozonen-Staatsanleihen-"Marktes" durch die EZB bereits jedem die Absurdität der verfolgten Geldpolitik deutlich vor Augen führt – über 45 Prozent aller Staatsanleihen rentieren inzwischen negativ! –, meint die EZB – warum auch immer – als nächstes nun den Markt für Unternehmensanleihen mit ihrer Druckerpresse "verstaatlichen" zu müssen.

Allein nur die Ankündigung, demnächst mit Käufen in Höhe von geschätzt monatlich fünf bis acht Milliarden Euro in den wenig liquiden Markt einzusteigen, drückte bereits rund fünf Prozent (circa 32 Milliarden Euro) des dafür infrage kommenden Anleihevolumens in den Negativzinsbereich.

EZB-Politik ist aus dem Ruder gelaufen

Beinahe wären diese neuerlichen geldpolitischen Tabubrüche, vor denen ja Politik und Medien in den letzten Jahren vollständig kapituliert haben, als Randnotiz untergegangen, hätte da nicht der langjährige Vorstandsvorsitzende des weltgrößten Rückversicherers, Münchener Rück, auf der Bilanzpressekonferenz Klartext gesprochen. Dort kritisierte Nikolaus von Bomhard wie kein anderer Firmenchef zuvor die „verheerenden Auswirkungen“ einer völlig „aus dem Ruder gelaufenen“, sich auf der „Erosion des Rechts“ gründenden EZB-Politik.

Von Bomhard beließ es jedoch nicht nur bei der harschen Kritik, sondern überraschte die Finanzwelt mit einer deutlichen Kampfansage an die EZB. Sowohl Bargeld als auch Gold wird nun – quasi als Rückversicherung – in den eigenen Tresoren eingelagert – „Daran sehen Sie, wie ernst die Situation ist!“

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