1. Startseite
  2. Finanzen
  3. Börse
  4. Stelter strategisch: Ausblick 2016 - glauben Sie kein Wort!

Stelter strategischAusblick 2016 - glauben Sie kein Wort!

Zum Jahresende übertrafen sich die Auguren mit optimistischen Vorhersagen für das neue Börsenjahr. Statt darauf zu hören, sollten Anleger sich lieber auf magere Zeiten einstellen. Der verpatzte Start war nur ein Warnschuss. Eine Kolumne.Daniel Stelter 14.01.2016 - 06:00 Uhr
Foto: Fotolia

Neues Jahr, neues Glück – so musste man denken, wenn man zum Jahresende die diversen Vorhersagen für Dollar, Dax und Zinsen gelesen hatte. Nun: es kam – zumindest in der ersten Woche des neuen Jahres – anders. Kann man denn überhaupt seriöser Weise die Entwicklung an den Börsen auf einen Zeithorizont von zwölf Monaten vorhersagen, womöglich noch auf einen Stichtag genau? Aus Gründen des Marketings empfiehlt es sich wohl, besonders drastische Prognosen abzugeben. Damit findet man sich überall zitiert und der Schaden einer Fehlprognose hält sich auch in Grenzen, kann man doch getrost davon ausgehen, dass diese schon in wenigen Wochen wieder vergessen sind. Will man auf Nummer sicher gehen, ist man übertrieben optimistisch. Rein psychologisch vergeben wir doch jenen am ehesten, deren Prognosen wir am liebsten realisiert sehen würden. Demnach also mein Kursziel für den Dax: 20.000 Punkte zum Ende des Jahres 2016. Alles wird gut und die Wirtschaft brummt.

Im Ernst: Glauben Sie kein Wort! Lassen Sie uns lieber den Blick auf den Horizont 2026 richten. Denn auf lange Sicht gelten die altbekannten Grundsätze: Die Ertragskraft von Unternehmen und die Bewertung dieser Erträge an den Börsen nähern sich über die Zeit ihren langfristigen Durchschnittswerten an, die Börsianer sprechen von der "mean reversion". Dabei kann es durchaus eine Zeit dauern, bis diese Anpassung erfolgt, innerhalb von zehn Jahren ist sie allerdings ziemlich sicher.

Zum Autor
Daniel Stelter war von 1990 bis 2013 Unternehmensberater bei der Boston Consulting Group (BCG), zuletzt als Senior Partner, Managing Director und Mitglied des BCG Executive Committee. Seit 2007 berät Stelter internationale Unternehmen zu den Herausforderungen der fortschreitenden Finanzkrise. Zusammen mit David Rhodes verfasste er das 2010 preisgekrönte Buch „Nach der Krise ist vor dem Aufschwung“. Weitere Bücher folgten, so eine Replik auf das Buch „Das Kapital im 21. Jahrhundert“ des französischen Ökonomen Thomas Piketty unter dem Titel „Die Schulden im 21. Jahrhundert“. Im Februar 2016 erscheint sein neues Buch, „ Eiszeit in der Weltwirtschaft“. Stelter ist Gründer des auf Strategie und Makroökonomie spezialisierten Forums „Beyond the Obvious“, das Antworten auf die wirtschaftlichen und finanzpolitischen Fragen unserer Zeit sucht.

So konnte man bereits im Jahre 1997 eine erhebliche Überbewertung am US-Aktienmarkt feststellen, dennoch ging der Boom sich immer weiter beschleunigend noch bis ins Frühjahr 2000 weiter. Wer basierend auf der durchaus korrekten Analyse der Überbewertung der Aktien schon damals verkaufte, verpasste den schönsten Teil der Party und stand vor Kollegen und Freunden, die derweil reich wurden, ziemlich dumm da. Am besten fuhren natürlich jene, die im Januar 2000 verkauften, auf fallende Kurse setzten und dann 2003 wieder einstiegen, um 2007 wieder zu verkaufen und 2009 wieder zu kaufen. Klar, kann sein, dass es die gibt. Die Masse der Anleger ist schlecht im Timing der Märkte und kauft und verkauft immer zu spät. Rechnet man die Transaktionskosten hinzu, bleibt meist nur ein geringer Ertrag.

Vernünftiger ist es aus Sicht der Investoren allemal, auf die mittel- und langfristigen Erträge zu achten. Und hier ist die Aussage eindeutig: im Einkauf liegt der Gewinn. Die Wahrscheinlichkeit einen guten Ertrag zu erwirtschaften ist umso höher, je günstiger man einkauft und umgekehrt. Diese Erkenntnis ist banal und dennoch wird sie nur zu gerne verdrängt. Wer in früheren Perioden bei einem Shiller-PE von über 25 im S&P 500 investierte, erzielte in den nachfolgenden zehn Jahren im Durchschnitt eine Rendite von 3,4 Prozent.

Deutsche Bank:
Für Europa erwarten die Analysten der Deutschen Bank eine stetige Erholung, ähnliches gilt für Japan. In den USA dagegen wird in den kommenden Jahren dagegen ein vergleichsweise langsameres Wachstum von rund zwei Prozent erwartet. Optimistischer ist die Bank dagegen im Hinblick auf die Schwellenländer. Vor allem Russland und Brasilien dürften sich wieder etwas erholen.
BIP-Wachstum Deutschland: 1,9 Prozent
BIP-Wachstum Euro-Zone: 1,6 Prozent
BIP-Wachstum USA: 2,1 Prozent
BIP-Wachstum Weltwirtschaft: knapp 3,5 Prozent
Euro vs. Dollar (Q42016): 0,90 Euro/ Dollar
Dax-Ziel: 11.700 Punkte

S&P 500: 2170 Punkte

Gold: 1000 Dollar

Bundesanleihen 10 Jahre: 0,75 Prozent

US-Treasury Rendite 10 Jahre: 2,4 Prozent

Stand: Dezember 2015, teilweise aktualisiert

Foto: REUTERS

Deka Bank

Die Fondsspezialisten der Sparkassen erwarten, dass der Goldpreis im kommenden Jahr deutlich unter die kritische Marke von 1000 Dollar fallen wird.

S&P 500: 2000 Punkte

Nikkei: 17000 Punkte

Gold: 960 Dollar

Öl: 57 Dollar

Euro/Dollar: 1 Dollar

Bundesanleihen 10 Jahre: 1 Prozent

US-Treasury Rendite 10 Jahre: 2,9 Prozent

Foto: dpa

Postbank

Im Gegensatz zur Deka Bank ist die Postbank beim Goldpreis etwas optimistischer. Ein möglicher Impuls kommt von der Schmucknachfrage, da die Konjunktur in Indien zuletzt deutlich besser lief als erwartet.

S&P 500: 2250 Punkte

Nikkei: 21750 Punkte

Gold: 1100 Dollar

Öl: 57 Dollar

Euro/Dollar: 1 Dollar

Bundesanleihen Rendite 10 Jahre: 1,0 Prozent

US-Treasury Rendite 10 Jahre: 2,75 Prozent

Foto: dpa

Berenberg Bank

Deutschlands älteste Privatbank ist im Vergleich zur Konkurrenz vergleichsweise optimistisch, was den Euro angeht.

S&P 500: 2200 Punkte

Gold: 1150 Dollar

Öl: 55 Dollar

Euro/Dollar: 1,15 Dollar

Bundesanleihen 10 Jahre Rendite: 1,1 Prozent

US-Treasury Rendite 10 Jahre: 2,8 Prozent

Foto: CLARK/obs

Santander

S&P 500: 2250 Punkte

Gold: 1050 Dollar

Öl: 55 Dollar

Euro/Dollar: 1 Dollar

Bundesanleihen Rendite 10-jährige: 0,9 Prozent

US-Treasury Rendite 10-jährige: 2,75 Prozent

Foto: AP

Credit Suisse:

Die Schweizer erwarten, dass die Industrieländer ihr Wachstum 2016 ähnlich fortsetzen werden wie im aktuellen Jahr. Ganz anders dagegen die Entwicklungsländer, welche durch die Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed belastet sein werden. Im Zuge dessen werden zwar die Zinsen leicht steigen und der Dollar weiter gegenüber anderen Währungen aufwerten. Eine abrupte Zinswende erwarten die Analysten allerdings nicht, auch die Inflation dürfte grundsätzlich gering bleiben.

Foto: REUTERS

Commerzbank:

Deutschland dürfte laut den Commerzbank-Volkswirten besonders unter der Schwäche der Schwellenländer leiden, vor allem im Exportsektor. Deshalb bewegt sich das Wachstum nur noch auf dem Durchschnittsniveau der gesamten Euro-Zone. Die Weltwirtschaft werde dagegen vom Wachstum der USA getragen, die Zinswende in den USA stützt weiter den Dollar, der Ende 2016 fast die Parität zum Euro erreichen könnte. Insgesamt sei der Richtungswechsel beim US-Zins die gravierendste Veränderung gegenüber 2015. Aufgrund des verlängerten Anleihekaufprogramms werden weiterhin steigende Aktienkurse erwartet.

BIP-Wachstum Deutschland: 1,3 Prozent

BIP-Wachstum Euro-Zone: 1,3 Prozent

BIP-Wachstum USA: 2,5 Prozent

Brent-Öl Ende 2016: 63 Dollar

Dax-Ziel: 12.600 Punkte

Foto: dpa

JPMorgan Chase

Amerikas größte Bank, JP Morgan Chase, gibt zur Entwicklung des S&P 500 und des Nikkei vorsichtshalber gar keine Prognose ab. Zu Anleihen, Eurokurs und Rohstoffen haben die US-Banker allerdings eine Meinung:

Gold: 1 150 Dollar

Öl: 62 Dollar

Euro/Dollar: 1,13 Dollar

Bundesanleihen 10 Jahre Rendite: 1,15 Prozent

US-Treasury 10 Jahre Rendite: 2,75 Prozent

Foto: dpa

Fidelity:

Die Fondsgesellschaft erwartet, dass 2016 ein besseres Jahr für Aktien wird als dieses. Insbesondere der Konsum in den Industrieländern werde der Weltwirtschaft Auftrieb verleihen. Besonders US-Aktien dürften davon profitieren, so die Analysten. Während Europa von der Flüchtlingswelle profitieren dürfte, sind die Aussichten für die Schwellenländer weiterhin schlechter. Deren Aktien könnten allerdings Chancen bieten, da die massive Kurskorrektur bald vorbei sein dürfte. Interessant sind aber lediglich reformbereite Schwellenländer. Der Markt für Staatsanleihen dürfte im kommenden Jahr durch die Zinswende der Fed bestimmt werden. Dafür erwarten die Fidelity-Experten ein Comeback bei Unternehmensanleihen, deren Risikoaufschläge schrumpfen dürften.

Foto: AP

Bankhaus M.M.Warburg & CO

Das Bankhaus Warburg gibt ebenfalls keine Prognose für Nikkei und SP500 ab.

Gold: 1020 Dollar

Öl: 50 Dollar

Euro/Dollar: 1,10 Dollar

Bundesanleihen 10 Jahre Rendite: 0,75 Prozent

US-Treasury 10 Jahre Rendite: 2,60Prozent

Foto: CLARK/obs

DZ Bank:

Kaum zwei Monate alt, muss die DZ Bank ihre Prognose für 2016 schon wieder anpassen. Dabei war der Ausblick der DZ Bank-Analysten schon vorher nicht sonderlich rosig. Für die Weltwirtschaft sahen sie kaum Wachstumsimpulse, die Aktienmärkte würden weniger von Unternehmensgewinnen als von der Notenbankpolitik getrieben. Dabei ginge die Spanne zwischen der US-Zinspolitik und ihrem Counterpart in der Euro-Zone immer weiter auseinander. Die Analysten erwarteten, dass die Europäische Zentralbank (EZB) den Einlagenzins weiter auf minus 0,4 Prozent senken wird. Den Märkten dürfte das aber wenig Schwung verleihen, hier sehen die Experten wenig Impulse.  Mitte Februar reduzierte DZ-Bank-Analyst Christian Kahler sein Dax-Ziel von bisher 11.000 Punkten auf nur noch 10.300 Punkten. Auch für die Jahresmitte senkte Kahler das Ziel von 10.500 auf  9800 Punkte. Begründet hat der Analyst die neue Einschätzung mit den zahlreichen reduzierten Gewinnerwartungen von Unternehmen.

BIP-Wachstum Deutschland: 1,8 Prozent

BIP-Wachstum Euro-Zone: 1,5 Prozent

BIP-Wachstum Weltwirtschaft: 3 Prozent

Euro vs. Dollar (Q42016): 1,04 Euro/Dollar

Dax-Ziel: 10.300 Punkte

Dax-Ziel aktualisiert am 17.02.2016

Foto: dapd

BlackRock

Das BlackRock Investment Institut (BII) geht in seinem Kapitalmarktausblick für das Jahr 2016 davon aus, dass die weltweite Flut billigen Geldes ihren Höhepunkt erreicht hat und der Einfluss der Notenbanken im kommenden Jahr nachlässt. Entsprechend müssen Investoren die Konjunktur-, Kredit- und Bewertungszyklen wieder stärken im Auge haben. Für die Entwicklungen am Anleihemarkt ist man bei BII eher skeptisch. „Wir erwarten für 2016 geringe oder überhaupt keine Kursanstiege bei Anleihen und lediglich gedämpfte Zuwächse an den meisten Aktienmärkten“, heißt es im Ausblick. Eine Ausnahme bilden ausgewählte Hochzins- und Investmentgrade-Papiere sowie Schwellenländeranleihen in Lokalwährungen.

Was Aktien anbelangt, setzt Black Rock auf Papiere aus Europa und Japan, bei vielen US-Aktien erscheinen die Bewertungen dagegen ausgereizt. Außerdem belaste der starke Dollar die Gewinne der US-Unternehmen. Die Volatilität der Märkte habe dafür nachgelassen. Doch auch ohne weitere politische Schocks könne es im kommenden Jahr zu starken Schwankungen kommen. Steigt der Dollar weiter, werden im kommenden Jahr die Rohstoffpreise noch weiter unter Druck geraten.

Foto: dpa

Columbia Threadneedle Investments

Der Vermögensverwalter Threadneedle Investments geht in seinem Kapitalmarktausblick davon aus, dass die Fed in den USA den Zins wieder erhöhen werde, wogegen die Notenbanken in Europa und Japan weiter bei ihrer expansiven Geldpolitik bleiben und möglicherweise neue Konjunkturprogramme anstoßen. In der Konsequenz kommt es zu einer Aufwertung des Dollars – mit negativen Konsequenzen für Schwellenländer und Rohstoffpreise. „Erfolg werden die Anleger haben, denen es gelingt, organisch wachsende Unternehmen zu finden, denn deren Aktien dürften gefragt sein und im Vergleich zu denen von Wettbewerbern mit einem Aufschlag gehandelt werden.“

Des Weiteren rechnen die Analysten Threadneedle mit geringen Wirtschaftswachstumsraten und niedrigen Renditen. Sie konzentrieren sich deshalb auf europäische Hochzinsanleihen anstatt auf Anleihen mit Investment-Grade-Rating. Auch europäische und japanische Aktien seien 2016 ein Kauf.

Foto: dpa

Deutsche Asset & Wealth Management

Auch Stefan Kreuzkamp, Chief Investment Officer der Deutschen Asset & Wealth Management, geht davon aus, dass die Fed den Zins erhöht und die Inflation wieder anziehen wird. Er rechnet damit, dass die konsum- und servicenahe Sektoren in den Industrieländern die Industriewerte übertrumpfen und Importe die Exporte überholen werden. Entsprechend empfiehlt er Aktien aus den Sektoren Gesundheit, Technologie, Konsum und Finanzen. „Im Rentenbereich sehen wir weiterhin Chancen bei US- und Euro-Unternehmensanleihen. Wer Staatsanleihen will, sollte sich in der Peripherie der Eurozone bedienen“, so Kreuzkamp in seinem Ausblick. Er rechnet allerdings damit, dass sich die Renditen für Aktien und Anleihen im Vergleich zu diesem Jahr verschlechtern.  Immobilien bleiben seiner Meinung nach eine der interessantesten Vermögensklassen. Ein ausgewogenes Portfolio im kommenden Jahr sieht seiner Meinung nach so aus:

 

Anleihen: 48 Prozent

Aktien: 41 Prozent

Alternative Anlagen: 10 Prozent

Rohstoffe: 1 Prozent

Foto: dpa

FERI AG

Die Rohstoffpreise bleiben auch 2016 unter Druck, worunter die rohstoffexportierenden Länder leiden. Außerdem werten laut dem Kapitalmarktausblick von FERI fast alle Schwellenländer-Währungen gegenüber dem Dollar ab. Doch auch die US-Wirtschaft  bekommt im kommenden Jahr einen Dämpfer. Das Wachstum dürfte unterhalb der 2 Prozent-Marke liegen, der starke Dollar drückt die Exportquote, amerikanische Aktien sind überbewertet. Doch auch im Euroraum lasse der Aufschwung zu wünschen übrig – daran könne auch die expansive Geldpolitik der EZB nichts ändern. Entsprechend unattraktiv seien europäische Staatsanleihen.  Die deutschen Aktien dagegen profitieren 2016 von der expansiven Geldpolitik, sind zugleich aber anfälliger für außenwirtschaftliche Störungen. Die Renditen von Bundesanleihen dürften tendenziell sinken.

Foto: dpa

Dass der US-Markt heute wieder – gemessen am genannten Shiller-PE – auf einem solch hohen Niveau steht und zudem 2015 nur von einer Handvoll Aktien gezogen wurde, deren Bewertung jetzt exorbitant ist, sollte zur Vorsicht mahnen. Nicht nur die Bewertung des US-Marktes ist auf einem hohen Niveau, sondern auch die Erträge der Unternehmen. Sinkt beides sind signifikant tiefere Kurse die zwangsläufige Folge.

Deutsche Aktien sind verglichen mit der Wall Street noch günstiger, wobei auch hier Vorsicht angebracht ist. Rechnet man die tief bewerteten Versorger heraus, sind auch hiesige Werte im Schnitt nicht mehr so billig wie die Durchschnittswerte suggerieren.

Zudem sind die Risiken in Europa keineswegs geringer. Eurokrise, Flüchtlingskrise und eine zunehmend dysfunktionale EU versprechen hohe Volatilität und nicht unbedingt höhere Kurse. Von exogenen Schocks wie etwa Terroranschlägen oder Konflikten zwischen Staaten gar nicht zu reden.

Platz 25: Ukrainische Aktien

Der Konflikt mit den pro-russischen Separatisten im Osten des Landes, aber auch Misswirtschaft hat die Ukraine an den Rand des Staatsbankrotts getrieben. Der Internationale Währungsfonds hält Kiew mit Hilfskrediten über Wasser und fordert im Gegenzug Wirtschafts- und Sozialreformen. Der Leitindex PFTS verlor 2015 mehr als 35 Prozent, gleichzeitig brach die ukrainische Währung Hrywnja ein. Wer Anfang des Jahres 100.000 Euro in die Aktien des Leitindex investierte, hat jetzt nur noch 44.950 Euro - also mehr als die Hälfte seines Geldes verloren, so viel wie mit keiner anderen Anlage.

Stand: 30.12.2015, 11.30 Uhr. Quelle: Bloomberg. Angaben ohne Transaktionskosten.

Foto: dpa

Platz 24: Brasilianische Aktien

Das südamerikanische Land durchlebt eine der schwersten Wirtschaftskrisen seiner Geschichte. Die Inflation ist bereits zweistellig und Volkswirte fürchten, dass Brasiliens Wirtschaft bis 2017 um acht Prozent schrumpfen wird. Die Politik ist durch einen Korruptionsskandal gelähmt. Das belastete auch die Börse deutlich. Der Index Ibovespa verlor zwölf Prozent. Da gleichzeitig der Real gegenüber dem Dollar und dem Euro einbrach, vergrößert sich der Verlust für Euro-Anleger: Von 100.000 Euro bleiben nur 66.200 Euro übrig.

Stand: 29.12.2015, Schlussstand. Quelle: Bloomberg. Angaben ohne Transaktionskosten.

Foto: dpa

Platz 23: Brentöl

Der Verfall der Ölpreise – bedingt durch die Wachstumssorgen in den Schwellenländern und die unverändert hohen Fördermengen der Opec – hielt das ganze Jahr an. Kurz vor Weihnachten fiel der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Januar auf das Elf-Jahrestief von 35,98 Dollar und ist seither nur leicht gestiegen. In Dollar gerechnet liegt der Jahresverlust bei gut 35 Prozent, in Euro sind es 28,16 Prozent. Das heißt: Aus 100.000 Euro wurden 71.850 Euro.

Stand: 30.12.2015, 11.30 Uhr. Quelle: Bloomberg. Angaben ohne Transaktionskosten.

Foto: dpa

Platz 22: Aktien Griechenland

Anders als für die nur noch wenigen Besitzer griechischer Anleihen war für die Besitzer griechischer Aktien ein schlechtes Jahr: Fünf Wochen lang war im Sommer die griechische Börse wegen des drohenden Ausscheidens Griechenlands aus dem Euro-Raum geschlossen. Als die Börsen im August wieder öffneten, ging es weiter bergab: Der Leitindex ASE brach in diesem Jahr um 25,37 Prozent ein – von 100.000 Euro blieben Anlegern nur 74.630 Euro übrig.

Stand: 30.12.2015, 11.30 Uhr. Quelle: Bloomberg. Angaben ohne Transaktionskosten.

Foto: dpa

Platz 21: Magere Schweine

Nicht nur Öl, Industrierohstoffe und Metalle sind 2015 unter die Räder gekommen, sondern auch die Preise für landwirtschaftliche Produkte. Dazu gehören auch an der Chicago Mercantile Exchange gehandelte Terminkontrakte auf Nutztiere: Der Preis für magere Schweine zum Beispiel fiel hier um 27 Prozent. In Euro gerechnet liegt der Verlust bei 19,34 Prozent. Somit bleiben von 100.000 investierten Euro noch 80.660 Euro übrig.

Stand: 29.12.2015, Schlussstand. Quelle: Bloomberg. Angaben ohne Transaktionskosten.

Foto: dpa

Platz 20: Kaffee

Auf dem Preis für die schwarzen Bohnen lastet unter anderem der heftige Verlust des brasilianischen Real zum Dollar, da Brasilien das mit Abstand wichtigste Kaffee produzierende und exportierende Land ist. Gleichzeitig sind die Ernteaussichten gut, das erwartete hohe Angebot drückt zusätzlich auf den Preis. In Euro gerechnet fiel der Terminkontrakt für am Chicago Board of Trade gehandelten Kaffee um 19,28 Prozent. Das entspricht bei einer Anlage von 100.000 Euro einem Verlust von 19.280 Euro.

Stand: 29.12.2015, Schlusstand. Quelle: Bloomberg, Angaben ohne Transaktionskosten

Foto: dpa

Platz 19: US-Junk-Bonds der Energiebranche

Der Verfall der Öl- und Gaspreise ließ die Ausfälle bei amerikanischen Energieunternehmen mit schwacher Bonität nach oben schnellen. Die Folge: Die Kurse der Junk-Bonds (Schrottanleihen) dieser Unternehmen fielen rasant. In Dollar gerechnet ist ein Verlust von 23,9 Prozent aufgelaufen, in Euro sind es mehr als 15 Prozent. Aus 100.000 Euro sind so bei dieser Anlage nur noch 84.440 Euro geworden.

Stand: 29.12.2015, Schlussstand. Quelle: Bloomberg. Angaben ohne Transaktionskosten.

Foto: dpa

Platz 18: Aktien Schwellenländer

Die Emerging Markets machten Anlegern auch 2015 nicht viel Freude. Der MSCI Emerging Markets verlor über 16 Prozent. Auch hier machte für Euro-Anleger der Dollar-Anstieg einiges wett, den der Index notiert in der US-Währung. Wer 100.000 Euro in den MSCI Emerging Markets investiert, hat jetzt noch 92.560 Euro auf dem Konto.

Stand: 29.12.2015, Schlussstand. Quelle: Bloomberg. Angaben ohne Transaktionskosten.

Foto: REUTERS

Platz 17: Gold

Gold glänzte auch 2015 nicht. Im Gegenteil: In Dollar gerechnet verlor der Preis für eine Feinunze erneut 9,8 Prozent. Ein Trost für Euro-Anleger: Dank der Aufwertung des Dollars zur europäischen Gemeinschaftswährung haben sie nur ganze wenig verloren. Aus 100.000 in Gold angelegten Euro wurden 99.880 Euro.

Stand: 30.12.2015, 11.30 Uhr. Quelle: Bloomberg. Angaben ohne Transaktionskosten.

Foto: REUTERS

Platz 16: Deutsche Staatsanleihen

Es war vor allem die Europäische Zentralbank die mit ihren Anleihekäufen die Kurse auch der deutschen Staatsbonds immer weiter nach oben trieb. Im Gegenzug sackten die Renditen. Zuletzt sind sie aber wieder gestiegen – so dass für Anleger mit Bundesanleihen nur magere Erträge aus Kursgewinnen und Zinsen blieben. Wer 100.000 Euro in einen Korb aus Bundesbonds steckte hat jetzt 100.310 Euro auf dem Konto. Das ist weniger als sich im Schnitt mit Tagesgeld erwirtschaften ließ.

Stand: 29.12.2015, Schlussstand. Quelle: Bloomberg. Angaben ohne Transaktionskosten.

Foto: dpa

Platz 15: Tagesgeld

Das Niedrigzinsumfeld macht deutschen Sparern weiter zu schaffen. Der durchschnittliche Satz für Tagesgeld lag 2015 bei gerade mal 0,43 Prozent. Wer 100.000 Euro in Tagesgeld investierte, hat somit gerade mal 430 Euro verdient.

Stand: 30.12.2015, Quelle: FMH Finanzberatung

Foto: dpa

Platz 14: Euro-Junkbonds

Junk-Bonds sind Anleihen von Unternehmen, denen die Ratingagenturen nur eine schwache Bonität bescheinigen. Dafür bieten die Papiere höhere Zinsscheine als Anleihen von kreditwürdigeren Schuldnern. Die Kurse der auch Schrottanleihen genannten Papiere fielen jedoch im Jahr 2015. Die höheren Kupons kompensierten das aber zumindest teilweise. Aus 100.000 in einen Junk-Index angelegten Papiere wurden so 101.260 Euro.

Stand: 29.12 2015, Schlusstand. Quelle: Bloomberg. Angaben ohne Transaktionskosten.

Foto: dpa

Platz 13: Aktien Euro-Zone

Die Spreizung im Euro-Raum ist recht groß. Der größte Gewinner in diesem Jahr ist bislang die Börse in Dublin, die mehr als 30 Prozent zulegte. Die Indizes in Spanien, Luxemburg und vor allem in Griechenland und Zypern stürzten dagegen ab. Der Euro Stoxx 50 für die Standardwerte im Euro-Raum gewann 5,1 Prozent, somit wurden aus 100.000 Euro 105.100 Euro.

Stand: 30.12.2015, 11.30 Uhr. Quelle: Bloomberg. Angaben ohne Transaktionskosten.

Foto: dpa

Platz 12: Schweizerische Aktien

Die schweizerische Notenbank schockte Investoren im Januar mit der Aufgabe des Euro-Mindestkurses für den Franken. Die Börse stürzte zunächst ab, erholte sich aber später wieder zum großen Teil. Auf Jahressicht hat der Leitindex SMI gut ein Prozent eingebüßt. Gleichzeitig stieg aber der Franken zum Euro. Das sorgt dafür, dass Euro-Anleger mit einer Anlage in SMI-Aktien 9,95 Prozent Gewinn machten.

Stand: 30.12.2015, 11.30 Uhr. Quelle: Bloomberg. Angaben ohne Transaktionskosten.

Foto: dpa

Platz 11: Deutsche Aktien

Wer Anfang des Jahres 100.000 Euro in den Dax gesteckt hat, kann sich über ein Plus von 10,26 Prozent, also von 10.260 Euro freuen Noch viel besser entwickelten sich Nebenwerte. Der MDax der mittelgroßen Aktien legte rund 23 Prozent zu, der TecDax 34 Prozent. Auch an anderen europäischen Börsen hatten die Small Caps oft die Nase vorn.

Stand: 30.12.2015, 11.30 Uhr. Quelle: Bloomberg. Angaben ohne Transaktionskosten.

Foto: dpa

Platz 10: Russische Aktien

Bei russischen Aktien sahen viele Investoren nach dem Einbruch der vergangenen Jahre wieder Einstiegschancen – obwohl die russische Wirtschaft weiter unter den Sanktionen wegen des Konflikts mit der Ukraine leidet. Das machte auch dem Rubel zu schaffen. Der Leitindex Micex der Börse Moskau stieg um fast 26 Prozent. Wegen des Rubel-Verfalls bleiben Euro-Anlegern davon aber nur 11,01 Prozent. Aus 100.000 Euro ergaben sich deshalb „nur“ 111.010 Euro.

Stand: 30.12.2015, 11.30 Uhr. Quelle: Bloomberg

Foto: dpa

Platz 9: US-Dollar

Das stärkere Wirtschaftswachstum in den USA und die erste Leitzinserhöhung der US-Notenbank haben den Dollar angetrieben. Die US-Währung hat 2015 zum Euro bislang 11,2 Prozent zugelegt. Für Anleger die in US-Wertpapiere oder in andere in Dollar denominierten Anlagen investierten, bringt das deutliche Währungsgewinne.

Stand: 30.12.2015, 11.30 Uhr. Quelle: Bloomberg. Angaben ohne Transaktionskosten.

Foto: dpa

Platz 8: Amerikanische Staatsanleihen

Die Zinserhöhung der US-Notenbank im Dezember konnte US-Bonds bislang nicht viel anhaben. Unter dem Strich und im Mittel aller Laufzeiten sind die Kurse etwas höher als zu Jahresbeginn – und die Renditen entsprechend leicht gesunken. In Dollar gerechnet brachten US-Staatsanleihen Investoren so einen Gesamtertrag aus Zinsen und Kursgewinnen von gut einem Prozent. Da der US-Dollar jedoch deutlich zulegte, profitierten Euro-Anleger: Sie können sich 100.000 in US-Staatsanleihen angelegten Euro jetzt über einen Depotstand von 111.650 Euro freuen.

Stand: 29.12.2015, Schlussstand. Quelle: Bloomberg. Angaben ohne Transaktionskosten.

Foto: AP

Platz 7: US-Aktien

Die US-Börsen haben sich von ihrem Einbruch im Sommer erholt – und nach jüngsten Spurt bislang ein mageres Jahresplus geschafft. Der gestiegene Dollar hilft aber Euro-Investoren, die nicht währungsgesichert in den USA angelegt haben. Der S&P 500 stieg in Euro gerechnet um 11,81 Prozent. Aus 100.000 Euro wurden bis kurz vor Jahresschluss 111.810 Euro.

Stand: 29.12.2015, Schlussstand. Quelle: Bloomberg. Angaben ohne Transaktionskosten.

Foto: dpa

Platz 6: Chinesische Aktien

Kaum eine Börse war so in den Schlagzeilen wie die chinesische. Bis zum Frühjahr stieg sie rasant – dann kam der Absturz. Dabei schreckten die Sorgen um eine Abschwächung der Wirtschaft der Volksrepublik die Investoren weltweit auf. Dennoch notierten der Leitindex Shanghai Composite immer noch deutlich fester als zu Beginn 2015 und auch der Yuan hat auf Jahressicht zum Euro zugelegt. So wurden aus 100.000 im Shanghai Composite angelegten Euro 116.980 Euro.

Stand: 30.12.2015, Schlussstand. Quelle: Bloomberg. Angaben ohne Transaktionskosten

Foto: REUTERS

Platz 5: Japanische Aktien

Die Notenbank pumpt weiter Geld in den Markt und das Reformprogramm von Ministerpräsident Shinzo Abe zur Ankurbelung der Wirtschaft greift – wenn auch langsamer als viele erwartet hatten. Entsprechend holprig ging es auch 2015 am japanischen Aktienmarkt zu. Unter dem Strich gilt jedoch: Der Nikkei 225 Index gewann 2015 gut neun Prozent. Gleichzeitig wertete der Yen zum Euro kräftig auf. 100.000 in den Index investierten Euro vermehrten sich deshalb auf 120.020 Euro.

Stand: 30.12.2015, Schlussstand. Quelle: Bloomberg. Angaben ohne Transaktionskosten.

Foto: AP

Platz 4: Griechische Staatsanleihen

Auch sie verblüffen Investoren und gelten als zu riskant für eine seriöse Anlage. Im Sommer fürchteten die wenigen Anleger, die noch griechische Bonds handeln, den Austritt Griechenlands aus dem Euro-Raum. Die Kurse der Staatsbonds fielen drastisch. Sie erholen sich jedoch seit das dritte Hilfspaket für Hellas freigegeben wurde. Die Folge: Wer 100.000 Euro in griechische Staatsbonds steckte, hat jetzt 121.190 Euro.

Stand: 29.12,2015. Quelle: Bloomberg. Angaben ohne Transaktionskosten.

Foto: dpa

Platz 3: Irische Aktien

Der Leitindex der irischen Börse hat sich am besten im ganzen Euro-Raum geschlagen. Mit voraussichtlich sechs Prozent Wachstum des Bruttoinlandsprodukts hat die grüne Insel 2015 im Euro-Raum auch beim Wirtschaftswachstum die Nase weit vorn. Der Index stieg um 30,64 Prozent – aus 100.000 Euro wurden so 130.640 Euro.

Stand: 30.12.2015, 11.30 Uhr. Quelle: Bloomberg. Angaben ohne Transaktionskosten.

Foto: REUTERS

Platz 2: Jamaikanische Aktien

Die Börse des sich gerade von einer Rezession erholenden Landes ist der zweite große Sieger unter den weltweiten Anlageklassen. Die Börse ist indes sehr klein, gehandelt werden täglich gerade mal Aktien für rund 700.000 Dollar, das ist ein Fraktal der täglich sieben Milliarden Dollar gehandelten Aktien des amerikanischen Dow Jones Index. Wer 2015 jedoch 100.000 Euro in den jamaikanischen JSE Market investierte, hat jetzt 204.680 Euro.

Stand: 30.12.2015, 11.30 Uhr. Quelle: Bloomberg. Angaben ohne Transaktionskosten.

Foto: REUTERS

Platz 1: Venezolanische Aktien

Die Börse in Caracas ist der Überraschungssieger des Jahres. Und das, obwohl die Wirtschaft das dritte Jahr in Folge in der Rezession steckt. An der Börse werden jedoch nur sehr wenige Aktien gehandelt, die Umsätze liegen täglich bei meist nur ein paar tausend Dollar. Aktien sind aber für venezolanische Investoren eine Möglichkeit, ihre Bolivar vor dem Wertverfall angesichts der Inflation von 160 Prozent zu retten. Außer den heimischen Investoren legt kaum jemand Geld in Caracas an. Dennoch: Theoretisch konnten Anleger 361.80 Euro verdienen, wenn sie Anfang des Jahres 100.000 Euro in Venezuelas Leitindex IBC investierten.

Stand: 30.12.2015, 11.30 Uhr. Quelle: Bloomberg. Angaben ohne Transaktionskosten.

Foto: REUTERS

China war die Lokomotive der Weltwirtschaft. Das scheint vorbei zu sein. Das Land hat die Schulden seit 2008 auf 28 Billionen Dollar vervierfacht und sitzt nun auf riesigen Überkapazitäten. Die Krise dieses wichtigen Abnehmerlandes trifft vor allem Deutschland nun hart. Immerhin profitieren Schlüsselbranchen wie die Autoindustrie stark von Exporten nach China. Falls die Volksrepublik nun die Währung weiter abwertet, um neues Wachstum zu generieren, wäre das gefährlich, weil es die weltweiten deflationären Tendenzen vergrößern würde. Diese Dynamik habe ich im vergangenen Jahr an dieser Stelle bereits erläutert und die damaligen Befürchtungen scheinen sich nun zu bewahrheiten.

Ein weiterer Faktor gibt Anlass zur Sorge: der tiefe Ölpreis und die Schuldenkrise in den Schwellenländern führt zu einem Abbau der internationalen Währungsreserven. China verteidigt die eigene Währung und verkauft dafür US-Staatsanleihen. Andere Schwellenländer tun das gleiche. Dieser Rückgang der Weltwährungsreserven beendet eine mehr als 10jährige Periode steigender Liquidität. Für unser auf Schulden basierendes Finanz- und Wirtschaftssystem ist das brandgefährlich, wie ich in meinem Kommentar „Margin Call für die Weltwirtschaft“ erläutert habe. Setzt sich der Trend – wie es ausschaut – 2016 fort, dürften die Turbulenzen der ersten Woche nur einen Vorgeschmack geben für das, was uns erwartet.

Alle diese Faktoren werden für hohe Volatilität sorgen – und damit auch Chancen bieten für Investoren, die aktiv handeln. Wenn sie gegen alle Wahrscheinlichkeit im Timing richtig liegen, kann deshalb 2016 für Sie auch ein gutes Aktienjahr werden. Für die anderen dürfte es heißen: außer Spesen nichts gewesen.

Vor einigen Monaten hat der legendäre Bondinvestor Bill Gross die Lage an den Kapitalmärkten mit einem langen Anstieg auf einen Berg verglichen. Nun, nach rund 30 Jahren fallender Zinsen und steigender Bewertungen sei man am Gipfel angekommen. Wenn überhaupt, sind nur noch magere Renditen zu erwarten und das Risiko eines Absturzes ist enorm. Dies gilt übrigens für so ziemlich alle Assetklassen - alles ist teuer.

Verglichen damit ist Liquidität nicht einmal so unattraktiv. Man hat einen garantierten realen Verlust, diesen aber relativ risikoarm, soweit man in kurzlaufende Anleihen sicherer Schuldner investiert und das Geld nicht auf dem Bankkonto lässt.

Hinzu kommen taktisch gesehen die Dinge, die im Moment niemand haben will: der Euro relativ zum Dollar, Gold und Goldminen weil alle Auguren davon abraten. Vielleicht sogar erste Positionen bei Rohstoffen. Doch das ist Stoff für Spekulanten. Allen anderen rate ich zu dem, was sie mindestens einmal im Jahr tun sollten. Zum Umbau ihres langfristigen Portfolios auf vier je gleichgewichtige Bausteine: Aktien, Anleihen/Liquidität, Immobilien und Gold. Und daran nichts zu ändern bis zum nächsten Überprüfungstermin in 2017. Langweilig aber bewährt.

Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
Stellenmarkt
Die besten Jobs auf Handelsblatt.com
Anzeige
Homeday
Homeday ermittelt Ihren Immobilienwert
Anzeige
IT BOLTWISE
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Remind.me
Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s
Anzeige
Presseportal
Lesen Sie die News führender Unternehmen!
Anzeige
Bellevue Ferienhaus
Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen
Anzeige
Übersicht
Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche
Anzeige
Finanzvergleich
Die besten Produkte im Überblick
Anzeige
Gutscheine
Mit unseren Gutscheincodes bares Geld sparen
Anzeige
Weiterbildung
Jetzt informieren! Alles rund um das Thema Bildung auf einen Blick