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Wall Street Schwache Bilanzen unterbrechen Rekordjagd an den US-Börsen

Auch die Wall Street steht unter dem Einfluss der enttäuschenden Quartalszahlen von Apple und Amazon. Ein Unternehmen profitiert allerdings von der Schwäche Apples.

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An den US-Börsen geht die Party weiter. Quelle: AP

Die Furcht der Anleger vor den wirtschaftlichen Folgen eines Chip- und Personal-Mangels hat die Rekordjagd an den US-Börsen zum Wochenschluss unterbrochen. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,5 Prozent auf 15.368 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 fiel um 0,3 Prozent auf 4585 Zähler. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte trat bei 35.758 Punkten auf der Stelle.

Auf die Stimmung drückten enttäuschende Geschäftszahlen von Amazon und Apple, deren Aktien um 4,6 und drei Prozent fielen. Lieferengpässe beeinträchtigten die Geschäfte des Online-Händlers und des iPhone-Anbieters und könnten auch das wichtige Weihnachtsgeschäft bedrohen. Auch die Aktien der Apple-Zulieferer Texas Instruments, 3M, Broadcom, Advanced Micro Devices und Lumentum gerieten unter Druck.
Wieder ansteigende Corona-Neuinfektionen in China verhagelten der Kaffeehauskette Starbucks die Bilanz. Die Aktien rauschten um mehr als sieben Prozent in die Tiefe.

Blick auf die Einzelwerte

Microsoft: Zumindest ein Wettbewerber profitierte von den schwachen Apple-Zahlen. Durch den Kursrücksetzer von Apple stieg Microsoft zum weltweit größten börsennotierten Unternehmen nach Marktkapitalisierung auf. Die Microsoft-Aktie legt leicht um 0,3 Prozent zu.

Exxon Mobil: Der weltweit zweitgrößte Ölkonzern profitiert von den gestiegenen Ölpreisen. Im dritten Quartal erzielte der Konzern einen Nettogewinn von 6,75 Milliarden Dollar und damit mehr als Analysten erwartet hatten. Im Vorjahreszeitraum hatte er einen Verlust von 680 Millionen Dollar geschrieben. Die Öl- und Gaspreise haben sich im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt, das kam dem Konzern zugute. Exxon-Titel steigen zum Start an der Wall Street um fast ein Prozent.

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    Chevron: Der US-Ölkonzern konnte den höchsten Quartalsgewinn seit 8 Jahren verzeichnen. Wie Exxon profitierte er von den Ölpreisen. Chevron erzielte im dritten Quartal ein Ergebnis von 2,96 Dollar pro Aktie. Die Aktie des Unternehmens steigt 1,2 Prozent. Sowohl Chevron als auch Exxon wollen die unerwarteten Gewinne in Aktienrückkaufe investieren.

    Colgate-Palmolive: Der Körperpflegeprodukte-Hersteller erzielte ein Quartalsgewinn von 81 Cent pro Aktie. Wie viele andere Unternehmen sah sich auch Colgate mit höheren Kosten für Rohstoffe und Logistik konfrontiert. Aktien des Unternehmens sinken leicht auf 76,80 Dollar.

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