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Wall Street US-Anleger vor Fed-Entscheid vorsichtig – Dow Jones und S&P 500 im Minus

Die anstehende Entscheidung der Fed und die Corona-Variante Omikron verunsichern die Anleger an der Wall Street. Die wichtigen Indizes geben nach.

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Die jüngste Erholung sei getragen worden von Berichten, wonach die Omikron-Variante des Coronavirus zwar ansteckender sei, aber zu weniger Krankenhaus-Aufenthalten und Todesfällen führe. Quelle: Reuters

US-Anleger haben sich vor dem anstehenden Entscheid der US-Notenbank Fed zurückhaltend gezeigt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte fiel am Montag im Handelsverlauf um 0,7 Prozent auf 35.761 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 büßte ebenfalls 0,7 Prozent auf 4680 Punkte ein, nachdem er am Freitag noch ein Rekordhoch erzielt hatte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab zum Wochenauftakt um 0,8 Prozent nach.

Im Fokus der Börsianer stand die am Mittwoch erwartete geldpolitische Entscheidung der US-Währungshüter. Experten rechneten damit, dass die US-Notenbank wegen der angezogenen Inflation einen schnelleren Abbau der Wertpapierkäufe und einen früheren Start der Zinserhöhungen andeuten wird.

Für Verunsicherung sorgte weiter die Corona-Variante Omikron. Vor allem Aktien von Flugzeuggesellschaften und Kreuzfahrtunternehmen gerieten unter Druck. So gaben die Titel von American Airlines und Carnival im Handelsverlauf nach. Anleger zeigten sich besorgt, nachdem mindestens ein Patient in Großbritannien an der Variante starb.

„Die große Unbekannte ist immer noch die Omikron-Variante, und wir wissen noch nicht, wie sich das auf die Märkte und die Wirtschaft auswirken wird, aber solange diese Ungewissheit besteht, wird die Volatilität wahrscheinlich höher bleiben“, sagte Handelsexperte Randy Frederick beim Finanzmakler Charles Schwab.

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    Blick auf die Einzelwerte

    Arena: Eine insgesamt 6,7 Milliarden Dollar schwere Übernahmeofferte des Konkurrenten Pfizer beschert Arena den größten Kurssprung der Firmengeschichte. Die Aktie der Pharmafirma stieg im US-Handel zeitweise um 84 Prozent auf mehr als 90 Dollar. Pfizer bietet 100 Dollar je Aktie in bar.

    Ford: Die Ford-Aktien verlieren im US-Geschäft zwischenzeitlich mehr als drei Prozent. Ford will die Produktion seines Modells „Mustang Mach-E“ bis 2023 auf 200.000 Einheiten pro Jahr verdreifachen. Insgesamt wolle man bis dahin jährlich 600.000 Elektro-Modelle absetzen.

    Harley Davidson: Der Plan für den Börsengang der Elektromotorrad-Sparte beschert Harley-Davidson den größten Kurssprung seit acht Monaten. Die Aktien stiegen US-Geschäft zeitweise um mehr als 13 Prozent. Das Unternehmen will den Geschäftsbereich über einen knapp 1,8 Milliarden Dollar schweren Zusammenschluss mit einer leeren Firmenhülle an die Börse fusionieren.

    Peloton: Nach dem jüngsten Kursrutsch als Reaktion auf die neueste Folge der TV-Serie „Sex and the City“ steigen Anleger wieder bei Peloton ein. Die Aktien gewinnen US-Geschäft im Handelsverlauf rund zwei Prozent. Am Freitag waren sie um mehr als fünf Prozent abgerutscht, weil „Mr. Big“ – eine der Hauptfiguren der Serie – nach einer Trainingseinheit auf einem Peloton-Gerät an einem Herzinfarkt gestorben war. Dies werde wohl kaum die Verkaufszahlen beeinträchtigen, sagt Analyst Simeon Siegel von der Investmentbank BMO. Allerdings seien künftig nicht mehr die Wachstumszahlen wie zu Beginn der Pandemie zu erwarten.

    Gamestop: Die Aktien fielen zeitweise um mehr als neun Prozent, nachdem der Videospielhändler in der vergangenen Woche einen größeren Verlust als im Vorjahr gemeldet hatte. Das Unternehmen hatte zudem bekanntgegeben, dass die US-Wertpapieraufsicht SEC im August eine Vorladung zum Handel mit seinen Aktien ausgesprochen hatte. Das Gamestop-Papier war in den vergangenen vier Wochen um mehr als 20 Prozent abgerutscht.

    Apple: Die Aktien von Apple lagen zunächst im Plus, drehten dann aber leicht ins Minus, obwohl das Unternehmen eine Entscheidung des Berufungsgerichts gewonnen hatte. Die Spielefirma Epic wollte einen eigenen App Store auf dem iPhone einklagen – und scheiterte. Ein Nebeneffekt in dem Prozess waren neue Wege für App-Entwickler, Nutzer auf günstigere Bezahlwege außerhalb der Apple-Plattform hinzuweisen. Dies liegt jetzt aber auch auf Eis.

    Apple pirscht sich weiter an die Marke von drei Billionen Dollar beim Börsenwert heran. Erreicht wäre sie bei einem Aktienkurs von 182,86 Dollar.

    Lucid Group: Die Aktien stiegen im Handelsverlauf um mehr als drei Prozent. Der Hersteller von Elektrofahrzeugen hatte vor kurzem ein Angebot zum Kauf von Wandelanleihen im Wert von 1,75 Milliarden Dollar angekündigt.

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