Brillantes Investment: Lohnen Diamanten mehr als Gold?
Eisenerz: - 17 Prozent
Der Preis von Eisenerz reagiert in der Regel stark auf die konjunkturelle Entwicklung in China, dem mit Abstand größten Verbraucher dieses Rohstoffs. Er fiel im bisherigen Jahresverlauf um gut 17 Prozent auf 110 US-Dollar pro Tonne.
Foto: APEine Trendumkehr ist für Eisenerz kurzfristig zwar nicht zu erwarten, die Rückgänge sollten aber bald ein Ende finden und der Preis sich oberhalb von 100 US-Dollar pro Tonne stabilisieren.
Foto: dpa-dpawebKupfer: - 650 US-Dollar pro Tonne
Der Kupferpreis ist seit dem Jahreswechsel stetig gefallen und im März sogar massiv abgerutscht. Binnen knapp zwei Wochen gab der Kupferpreis um gut 650 US-Dollar auf weniger als 6500 US-Dollar pro Tonne nach. Dies ist das niedrigste Niveau seit Mitte 2010. Aus fundamentaler Sicht ist der starke Rückgang allerdings übertrieben. Die Postbank rechnet mittelfristig mit einer Erholung des Preisniveaus, denn neben Chinas jüngster Bestätigung seines Wachstumsziels von 7,5 Prozent, gibt es auch Anzeichen dafür, dass der Lageraufbau in China allmählich an Dynamik verliert.
Quelle: Postbank
Foto: WirtschaftsWoche
Zudem sollte ein sinkender Lagerbestand von Kupfer an der Londoner Metallbörse (LME) der Preisentwicklung zugute kommen. „Zusammengenommen sprechen diese Faktoren dafür, dass sich im Verlauf der nächsten Monate eine Erholung des Kupferpreises einstellen sollte“, so Marco Bargel.
Foto: WirtschaftsWocheNickel: + 12,5 Prozent
Die Wertentwicklung von Nickel verlief in den vergangenen Wochen konträr zu den übrigen Industriemetall-Notierungen. „Seit dem Jahreswechsel kannte der Nickelpreis nur eine Richtung: aufwärts“, fasst Postbank-Analyst Marco Bargel zusammen. Kostete eine Tonne dieses Metalls Ende 2013 noch knapp 14.000 US-Dollar, liegt der aktuelle Wert bei über 16.000 US-Dollar.
Foto: REUTERSHinter dieser Entwicklung stehen jedoch Sondereffekte, die mit zwei der größten Nickelproduzenten, Indonesien und Russland, zusammenhängen. Die Regierung Indonesiens hat ein Verbot für Rohstoffexporte ausgesprochen. Und die Krim-Krise hat auch dazu beigetragen, den Nickelpreis in die Höhe zu treiben.
Foto: REUTERSGold: + zehn Prozent
Der Goldpreis hat in den vergangenen Wochen eine stabile Aufwärtsbewegung gezeigt. Im Gegensatz zu den Industriemetallen hängt er allerdings weniger von konjunkturellen Faktoren ab, da nur etwa 20 Prozent der Goldnachfrage auf eine industrielle Nutzung entfallen. Vielmehr kam Gold in den letzten Wochen...
Foto: REUTERS...seine Funktion als „Krisenwährung“ zugute. Im bisherigen Jahresverlauf bescherte die höhere Nachfrage dem Goldpreis einen Zuwachs von gut zehn Prozent auf aktuell 1.330 US-Dollar pro Feinunze. Damit ist der Ende 2012 begonnene Abwärtstrend vorerst beendet.
Foto: Gerd HöhlerSilber: + 1,43 Prozent
Momentan liegt der Silberpreis bei 19,88 US-Dollar – weit entfernt also von den großen Gewinnen. Eine Preisminderung ist aber nicht in Sicht. Auch, weil...
Foto: WirtschaftsWoche... die Nachfrage der Industrie und der Schmuckbranche nicht nachlässt. Die HBSC erwartet, dass der Silberkurs zum Jahresende in einer Preisspanne von 17,75 US-Dollar bis 22,75 US-Dollar liegen wird. Grund dafür können das anhaltende starke Angebot sowie die mäßige Erholung der Investmentnachfrage sein.
Foto: WirtschaftsWocheAluminium: - 3,51 Prozent
Noch zum Jahreswechsel knackte Aluminium die 1800-Dollar-Marke. Nun, knapp vier Monate später, sank der Preis einer Tonne des Metalls auf 1,775 US-Dollar.
Foto: REUTERSZink: - 5,26 Prozent
Auch Zink kann die Kurse des Jahreswechsels nicht halten, der Preis liegt nun bei 1979 US-Dollar pro Tonne – das Kaufsignal von Dezember ist in Gefahr. Grund für den Abwärtstrend nicht nur bei Zink ist die schwächelnden Weltkonjunktur.
Foto: REUTERSAnleger haben es derzeit nicht leicht: Die Krise in der Ukraine macht die Märkte nervös, was sich auch im eigenen Portfolio bemerkbar machen kann. Sogar die Krisenwährung Gold schwächelt. Seit Monaten wetten Zocker auf fallende Preise bei dem Edelmetall - und behalten Recht.
Auf dem Höhepunkt der Ukraine-Krise war der Goldpreis zwar zeitweise stark gestiegen. Doch die Mehrheit der Anleger nahm ihre Gewinne mit, Investoren zogen Bestände aus dem SPDR Gold Trust ab: Allein in der zweiten Aprilwoche betrug der Abfluss 9,3 Tonnen. Zum Vergleich: So viel war bislang in diesem Jahr insgesamt in den Gold Trust geflossen.
Zuletzt hatte sich der Goldpreis zwar wieder erholt. Das Metall verteuerte sich in der Spitze um 1,2 Prozent auf ein Drei-Wochen-Hoch von 1315 Dollar je Feinunze. Dennoch bekommt das Image der vermeintlich sicheren Geldanlage erste Kratzer. Und deshalb lohnt für Anleger der Blick auf ein anderes, ebenso funkelndes Material: Diamanten.
Seit den Sechzigerjahren haben sich die Preise für Rohdiamanten verzehnfacht. Allein im Vergleich zum Vorjahr stieg ihr Wert um etwa 13 Prozent.
Das geht aus dem "Global Diamond Report 2013" von Bain & Company hervor. Die durchschnittliche Preissteigerungsrate bei Diamanten beträgt demnach jährlich 5,2 Prozent. Und auch in Zukunft dürfte der Wert der Steine steigen.
Aus einem einfachen Grund: Diamanten sind nicht nur begehrt, sondern auch ein knappes Gut. "Diamanten werden in Zukunft sicher stärker nachgefragt", sagt Dieter Hahn. Er führt die älteste Diamantschleiferei Deutschlands. Besonders in China und Russland steige die Nachfrage, sagt der Chef von Ph. Hahn Söhne in Idar-Oberstein. In diesen Ländern wachse vor allem das Interesse an besserer Qualität. "Bisher werden dort eher preiswertere Steine mit Verfärbungen verarbeitet", sagt Hahn. Und mit der Nachfrage steigt nun mal der Preis.
Hinzu kommt: Die Zahl der Diamantminen sinkt, es werden kaum noch neue Minen erschlossen. Das bestätigt auch Philippe Mellier, CEO von De Beers. Der Konzern ist der weltweit größte Diamantenproduzent und -händler, er liefert etwa ein Drittel der Weltproduktion von Rohdiamanten. Mellier meint, dass man mittlerweile Tonnen von Erde bewegen muss, um nur einen einzigen Diamanten zu finden.
De Beers schätzt, dass die Nachfrage nach Diamanten in diesem Jahr um 4,5 Prozent steigen wird. Die Strategieberatung Bain & Company geht davon aus, dass sich die Zahl bis zum Jahr 2020 verdoppeln wird.
Um den Bedarf zu befriedigen, hat sich mittlerweile eine ganze Industrie um synthetische Diamanten gebildet. Diese sind mit dem bloßen Auge nicht von echten Steinen zu unterscheiden. Zwar sind sie nur ein Drittel so teuer wie das Original, gefährden aber nicht die Preise echter Diamanten. Aus zwei Gründen:
Zum einen haben sie nicht die gleichen Stoffeigenschaften, deshalb sind sie nicht für alle Industriezweige nutzbar. Zum anderen sind sie für die kaufkräftige Kundschaft echter Diamanten keine Alternative.
Experten kommen deshalb zu einem Schluss: Diamanten haben für Anleger echte Vorteile gegenüber Gold und Silber.
Böhmische Wenzelskrone
Die Wenzelskrone wurde von den Herrschern des einstigen Königsreichs Böhmen getragen. Karl IV. ließ das Staatsjuwel 1347 anlässlich seiner Krönung anfertigen. Die Krone wird heute in einer Schatzkammer des Veitsdoms in Prag aufbewahrt, die mit sieben Schlössern gesichert ist. Die zugehörigen Schlüssel befinden sich im Besitz von sieben angesehenen tschechischen Persönlichkeiten. Die Wenzelskrone wird nur einmal pro Jahrhundert der Öffentlichkeit gezeigt; in der Prager Burg kann jedoch eine Kopie besichtigt werden.
Foto: © Wolfgang SauberBritische Kronjuwelen
Die Britischen Kronjuwelen, die im Tower of London aufbewahrt werden, gelten als weltweit wertvollste Sammlung von Diamanten und Juwelen. Zu dem Schatz gehören unter anderem das Diadem von 1820, die Imperial State Crown, der Rubin des Schwarzen Prinzen und der Koh-i-Noor, der wohl berühmteste Diamant der Welt. Die Kronjuwelen werden nur zu besonderen Anlässen getragen, etwa bei der Krönung eines neuen Monarchen und zur jährlichen Eröffnung des britischen Parlaments.
Foto: © Stefan Wermuth - PADresdner Grüner Diamant
Die Herkunft des „Dresdner Grünen Diamanten“ ist von Mythen umwoben. Einigen Quellen zufolge stammt er aus Brasilien, andere Experten nennen Indien. Unbestritten ist jedoch, dass der Stein mit 41 Karat der größte geschliffene Diamant in naturgrüner Färbung ist. Nach Dresden kam das Juwel durch den sächsischen Kurfürsten August III., der zugleich König von Polen war. Heute kann der Diamant im „Neuen Grünen Gewölbe“ in Dresden besichtigt werden.
Foto: dpaFabergé-Eier
Fabergé-Eier sind besonders kunstvoller Schmuck in der Form von Ostereiern. Angefertigt wurden sie zwischen 1885 und 1917 in Sankt Petersburg von der Werkstatt des Goldschmieds Carl Peter Fabergé. Kunden waren die russischen Zaren, aber auch betuchte Kaufleute und Industrielle aus dem Ausland. Heute sind weltweit 42 Fabergé-Eier bekannt. Die größte Sammlung befindet sich mit zehn Exponaten im Moskauer Kreml.
Foto: dpaGolden Jubilee
Mit einem Gewicht von 545,67 Karat (191,34 Gramm) ist „Golden Jubilee“ der größte geschliffene Diamant
der Welt. Der Diamantschleifer Gabi Tolkowsky benötigte ein ganzes Jahr, um den Roh-Diamanten zu
bearbeiten, der 1985 in Südafrika gefunden wurde. Ein Unternehmen aus Thailand erwarb den Brillanten
1995 und schenkte ihn zwei Jahre später dem König Thailands zum 50. Jubiläum der Thronbesteigung.
Seither trägt der Stein den heutigen Namen.
Hooker Emerald Brooch
Der „Hooker Emerald Brooch“ liegt derzeit im U.S. National Museum of Natural History in Washington D.C. Der 75-karätigen Saphir ist in Platinum gefasst und von insgesamt 129 Diamanten umrandet.
Foto: Corbis
Hope-Diamant
Wie kaum ein anderer Edelstein ist die Geschichte des Hope-Diamanten umrankt von Legenden. Zu den ehemaligen Besitzern gehören der französische König Ludwig XIV., der britische Kaufmann (und Namensgeber) Henry Philip Hope, ein türkischer Sultan, der Pariser Juwelier Pierre Cartier und dessen amerikanischer Konkurrent Harry Winston. Letzter vermachte den Hope-Diamanten, dessen Wert auf 200 bis 250 Millionen Dollar geschätzt wird, der Smithsonian Institution in Washington.
Foto: WirtschaftsWocheKrone des Königreichs Bayern
Die Krone des Königsreichs Bayern wurde 1806 vom französischen Juwelier Martin-Guillaume Biennais
angefertigt, nachdem das Land kurz zuvor Königreich geworden war. Sie wurde allerdings nie von den
Regenten getragen, sondern nur zu besonderen Anlässen ausgestellt. Geschmückt war die Krone ursprünglich
mit einem großen Diamanten, dem „Blauen Wittelsbacher“. Aus Geldnot musste das Königshaus den Stein in
der Zwischenkriegszeit verkaufen.
Lesotho Promise
Insgesamt 35 Mitarbeiter waren mit Schliff und Politur des Lesotho Promise beschäftigt. Sie fertigten
daraus 26 Diamanten, deren Gesamtgewicht 224 Karat beträgt. Diese Diamanten gelten als die
farbenprächtigsten der Welt.
Orloff-Diamant
Der Orloff-Diamant stammt der Legende nach aus einem indischen Tempel in Mysore, wo er in einer Statue
das linke Auge der Gottheit Brahma bildete. Ende des 18. Jahrhunderts erwarb der russische Fürst Grigori
Grigorjewitsch Orloff den Stein in Antwerpen und schenkte ihn Katharina der Großen. Sie ließ den
Orloff-Diamanten in das goldene Szepter der Zaren einarbeiten. Heute wird der Edelstein im
Diamantenfonds des Moskauer Kreml ausgestellt.
Regent-Diamant (auch Pitt-Diamant)
Der 1698 entdeckte Regent-Diamant hat eine bewegte Geschichte hinter sich, mittlerweile liegt der 140-karätige Stein im Pariser Louvre.
Foto: Topham PicturepointSchmucksammlung von Elizabeth Taylor
Die verstorbene Hollywood-Schauspielerin Elizabeth besaß wohl eine der wertvollsten Schmucksammlungen in privatem Besitz.
Foto: ddpSchmucksammlung von Elizabeth Taylor
Die Kollektion, die einen Schätzwert von insgesamt 30 Millionen Dollar hat, wird vom 13. bis 14. Dezember 2011 beim Auktionshaus Christie’s in New York versteigert.
Foto: ReutersSchmucksammlung von Elizabeth Taylor
Zu den schönsten Einzelstücken gehören dieser Diamanten-Ring mit insgesamt 33 Karat und eine
birnenförmige Perle, die ihr Richard Burton geschenkt hatte.
Schmucksammlung von Elizabeth Taylor
Auch dieses Collier aus dem Besitz Taylors, bestehend aus Kunzit, Amethyst und dem Diamanten „Triphanes“, soll im Dezember versteigert werden. Geschätzter Wert: $70,000 – $100,000.
Foto: dapd
Winston Pink Legacy
Neuer Rekord für einen rosafarbenen Diamanten: Am 13. November 2018 ersteigerte der renommierte amerikanische Juwelier Harry Winston den 18,96 Karat schweren Diamanten "Pink Legacy" für mehr als 50 Millionen Dollar, umgerechnet 44 Millionen Euro, inklusive der Gebühren an das Auktionshaus Christie's. Zwar ist der "Pink Star" bereits 2013 für einen deutlich höheren Betrag versteigert worden, aber gemessen am Preis pro Karat schafft der umgehend in "Winston Pink Legacy" umgetaufte Diamant laut Christie's einen neuen Weltrekord für rosafarbene Diamanten: 2,6 Millionen Dollar pro Karat. Der Stein wurde vor mehr als hundert Jahren gefunden und war lange in Besitz der Familie Oppenheimer, die einst den Minen-Konzern De Beers leitete.
Foto: APLe Grand Mazarin
Nach dem Rekordjahr 2016 gingen dieses Jahr keine Superdiamanten für illustre Summen über den Auktionshaustisch. Beim "Grand Mazarin" ist eher die Geschichte beeindruckend: Er gehörte vielen Königinnen, Königen und Kaisern, darunter der Sonnenkönig Ludwig XIV. Ein privater Sammler erwarb den 19,07 Karat schweren Stein für 12,3 Millionen Euro. An die Rekordhalter kommt der pinke Diamant damit allerdings nicht heran.
The Pink Star
Er hatte bereits bei einer Auktion in Genf 2013 den Rekordpreis von rund 76,3 Millionen Schweizer Franken (rund 62 Millionen Euro) erlöst: Der Rekord-Diamant „Pink Star“ hat bei einer Auktion in Hongkong einen neuen Besitzer gefunden. Wie das Auktionshaus Sotheby's mitteilte, ersteigerte die Hongkonger Juwelierkette Chow Tai Fook den rosafarbenen Stein für 71,2 Millionen Dollar (etwa 67 Millionen Euro). Zahlt der Bieter den Betrag, wäre es der höchste Preis, der jemals für einen Diamanten erzielt wurde.
Der „Pink Star“, das Prunkstück der diesjährigen Juwelenauktion von Sotheby's, war bereits vor drei Jahren zu einem noch höheren Preis von 83 Millionen Dollar ersteigert worden. Da der Käufer später jedoch nicht zahlen konnte, nahm das Auktionshaus den Stein zurück. Er gilt als teuerster Diamant aller Zeiten - zumindest was den Gesamtpreis betrifft, denn Experten vergleichen nur den Preis pro Karat. Das 59,60 Karat schwere Juwel wurde als Typ 2a eingestuft, was für ein rosafarbenes Exemplar eine Seltenheit ist. Zwei Jahre brauchte die Firma Steinmetz Diamonds, um ihn aus einem 132,5 Karat schweren Rohdiamanten zu schleifen.
Foto: APLesedi La Rona
Der vermutlich zweitgrößte Rohdiamant der Welt kam am Abend des 29. Juni im Londoner Auktionshaus Sotheby's unter den Hammer - jedenfalls fast. Denn für viele Experten überraschend fand sich kein Käufer. Auf etwa 70 Millionen US-Dollar (etwa 64 Millionen Euro) hatten die Auktionatoren die Verkaufssumme geschätzt. In Botswana im Süden Afrikas wurde das wertvolle Stück im November in einer Mine der kanadischen Firma Lucara Diamond entdeckt. Der Stein heißt „Lesedi La Rona“, was sich mit „Unser Licht“ übersetzen lässt. Laut Sotheby's ist der Rohdiamant der weltweit größte Fund seiner Art seit 1905 und erreicht mit 1109 Karat knapp die Größe eines Tennisballs. Um viele mögliche Interessenten auf das Prachtstück aufmerksam zu machen, wurde der Rohdiamant in den vergangenen Monaten auf Weltreise geschickt und in Städten wie Dubai, Singapur, New York und Hongkong präsentiert - leider bislang vergeblich.
Foto: dpa"The Constellation"
Er hat für 63 Millionen Dollar (55,2 Millionen Euro) den Besitzer gewechselt, noch nie wurde mehr für einen Rohdiamanten bezahlt. Er wurde im November 2015 in der Karowe-Mine in Botswana gefunden.
813 Karat misst der Edelstein und ist damit fast so groß wie ein Tennisball. Den Rekord für den weltgrößten Diamantenfund seit 1905 verpasste er denkbar knapp: Er wurde nur einen Tag nach dem Lesedi La Rona gefunden.
Oppenheimer Blue
Es ist der teuerste blaue geschliffene Diamant, der jemals versteigert wurde. Ein anonymer Käufer zahlte für den "Oppenheimer Blue" sagenhafte 57,54 Millionen Dollar (50,81 Millionen Euro). Der mit 14,62 Karat weltgrößte klar-blaue Diamant wechselte am 18. Mai 2016 beim Auktionshaus Christie's den Besitzer. Geschätzt wurde der Stein im Vorfeld auf 38 bis 45 Millionen Dollar (etwa 33 bis 40 Millionen Euro).
Foto: PRBlue Moon of Josephine
Den "Blue Moon of Josephine" hat der chinesische Milliardär Joseph Lau Luen-hung für 48,4 Mio. Dollar (etwa 45 Millionen Euro) für seine Tochter ersteigert. Zuvor hieß der 12,03 Karat schwere Stein nur "Blue Moon". Bis zur Versteigerung des "Oppenheimer Blue" galt er als der teuerste blaue Diamant der Welt.
Foto: AP
Fancy Intense Pink
Farbige Diamanten sind äußerst selten und entsprechend begehrt auf dem internationalen Markt. Dieser 25 Karat schwere pinke Stein wurde im November 2010 für atemberaubende 45,72 Millionen Schweizer Franken (rund 34 Millionen Euro) in Genf versteigert. Da es sehr schwierig ist, die Vielzahl der Diamantentypen zu klassifizieren, arbeiten Auktionshäuser mit international angesehenen Bewertungseinrichtungen zusammen, deren Experten Eigenschaften wie Farbton oder Reinheitsgrad bestimmen. Laut Sotheby's besitzt dieser Stein „die perfekteste pinke Farbe“, die vom Gemmologischen Institut Amerikas (GIA) in die Kategorie „Fancy Intense Pink“ einsortiert wurde.
Foto: picture alliance / dpaDe Beers Millennium Jewel 4
Der 10,10 Karat schwere "De Beers Millennium Jewel 4" ist nach Angaben des Auktionshauses Sotheby's der größte je versteigerte ovale Diamant des Prädikats "Fancy Vivid Blue", die wertvollste Farbausprägung bei blauen Diamanten. Er ist im April 2016 in Hongkong für umgerechnet 28 Millionen Euro versteigert worden.
Foto: dpaThe Unique Pink
Der größte rosafarbene, birnenförmige geschliffene rosa Diamant hat am 17. Mai 2016 bei einer Auktion von Sotheby's in Genf erstaunliche 30,8 Millionen Franken (27,8 Millionen Euro) erzielt. Sotheby's hatte den seltenen Stein auf 24,6 bis 33,4 Millionen Euro taxiert). Der "Unique Pink" hat ein Gewicht von 15,38 Karat.
Foto: APThe Orange
Der seltene orangefarbene Diamant mit 14,82 Karat ist in Genf für eine Rekordsumme von 35,5 Millionen Dollar (rund 26,5 Millionen Euro) versteigert worden. Noch nie sei bei einer Auktion eine so hohe Summe pro Karat für ein buntes Juwel auf den Tisch gelegt worden, teilte Christie's mit. Mit seinem Rekordpreis sei er in die Topliga der großen rosafarbenen und blauen Diamanten aufgestiegen, die traditionell die beliebtesten bunten Stücke seien, sagte der Chef der Juwelen-Abteilung von Christie's, François Curiel. Es ist der größte Diamant der Farbklasse "Fancy Vivid Orange" überhaupt.
Blauer Diamant für 32,6 Millionen Dollar
Er wiegt nicht einmal zwei Gramm und zählt laut Auktionshaus Sotheby's zu den teuersten blauen Diamanten aller Zeiten: In New York ist Ende November 2014 ein Diamant für 32,6 Millionen Dollar (26,3 Millionen Euro) versteigert worden. Der 9,75 Karat (1,95 Gramm) schwere Edelstein gehörte zur Sammlung von Rachel Lambert Mellon, einer im März 2014 verstorbenen US-Kunstsammlerin. Der Wert von 3,35 Millionen Dollar pro Karat war seinerzeit ein neuer Weltrekord für einen Diamanten, hieß es weiter. Den Zuschlag für den tropfenförmigen Fancy Vivid Blue erhielt laut Sotheby's ein privater Sammler aus Hong Kong.
Foto: APWalnussgroßer Diamant für 22 Millionen Dollar
Ein kristallklarer 100-karätiger Diamant ist am 21. April 2015 in New York für rund 22 Millionen Dollar (rund 20 Millionen Euro) unter den Hammer gekommen. Es handele sich um den einzigen weißen Edelstein im Smaragdschliff mit solch einer Farbklarheit, teilte das Auktionshaus Sotheby's mit. Der seltene Diamant war den Angaben zufolge im südlichen Afrika in den vergangenen zehn Jahren gewonnen worden und hatte mehr als 200 Karat gewogen, ehe er geschnitten und geschliffen wurde. „Dieser 100,20-Karat-Diamant ist die Definition der Perfektion“, schwärmte der Chef der Juwelenabteilung von Sotheby's, Gary Schuler vor der Versteigerung. „Die Farbe ist weißer als weiß. Er ist frei von jeglichen Unreinheiten.“
Foto: APDer Blaue Wittelsbacher
Legendär und rekordverdächtig: 16,4 Millionen Pfund (18,7 Millionen Euro) brachte der „Blaue Wittelsbacher“ im Dezember 2008 ein. Der 35-karätige Stein hatte zu diesem Zeitpunkt seit rund 80 Jahren nicht mehr den Besitzer gewechselt. Nicht nur für Diamantenliebhaber, auch für Historiker ist das Schmuckstück von Bedeutung: Im 17. Jahrhundert schenkte König Philip der Vierte von Spanien den Diamanten seinem Schwiegersohn Leopold dem Ersten von Österreich - als Mitgift für seine Tochter Margarita Teresa, die von 1651 bis 1673 lebte.
Foto: dpaErzherzog-Joseph-Diamant
Am 13. November 2012 kam einer der wohl berühmtesten Diamanten der Welt in Genf unter den Hammer - und schlug alle bisherigen Preisrekorde. Für knapp 21,5 Millionen Dollar, umgerechnet rund 16,5 Millionen Euro, hat ein anonymer Bieter den 76,02 Karat schweren "Erzherzog-Joseph-Diamanten" ersteigert. Das war der bis dahin höchste Preis, der jemals bei einer Versteigerung für einen farblosen Diamanten pro Karat erzielt wurde. Das Auktionshaus Christie's hatte mit einem Erlös von 15 Millionen Dollar gerechnet.
Der klare, fehlerlose Edelstein stammt aus den antiken Minen Golkonda im Herzen Indiens. Benannt ist er nach dem Erzherzog Joseph August von Österreich. Dieser hatte ihn seinem Sohn Joseph Franz vermacht, der ihn vor dem Zweiten Weltkrieg weiterverkaufte. Zuletzt war der Stein 1993 in Genf von Christie's für 6,5 Millionen Dollar versteigert worden.
Ein Wettbieten zwischen zwei Interessenten hatte den Preis letztlich so hoch getrieben. Der siegreiche Bieter wolle anonym bleiben und werde den Diamanten einem Museum schenken, sagte Alfredo Molina, Vorstand des Juweliers Black, Starr & Frost, nach der Auktion. Molina hatte den Stein zum Verkauf gestellt. "Es ist ein großartiger Preis für einen Stein dieser Qualität", kommentierte er das Rekordergebnis. Der einzigartige Diamant sei mit der "Mona Lisa" vergleichbar.
Reiner 84-Karäter
Mehr als 18 Millionen Schweizer Franken (rund 14,5 Millionen Euro) gab ein Bieter für diesen besonders reinen Brillanten aus. Wie viele andere große Diamanten wurde der „herausragende und extrem seltene“ Stein im November 2010 auf der Auktionsveranstaltung „Prunkvolle Juwelen“ von Sotheby's versteigert. Er besitzt 84 Karat.
Foto: dpaBlue Belle of Asia
Der legendäre Edelstein "Blue Belle of Asia" ist der teuerste Saphir der Geschichte. Das kostbare Stück aus Sri Lanka wurde in Genf samt dazugehöriger Diamantenkette für die Rekordsumme von 16,9 Millionen Franken (14 Millionen Euro) versteigert, wie das Auktionshaus Christie's am 12. November 2014 mitteilte. Den Zuschlag habe ein privater Sammler erhalten. Der "Blue Belle" war das Prunkstück der Juwelen-Versteigerung von Christie's im Jahr 2014. Er wiegt 392,52 Karat.
Foto: REUTERSFancy Deep Blue
Dieser Diamant hält den Rekordpreis pro Karat für naturblaue Diamanten: Der 10,48 Karat schwere Stein der Farbe „Fancy Deep Blue“ erzielte 2012 bei einer Auktion von Sotheby's 10,86 Millionen Dollar, umgerechnet 8,42 Millionen Euro.
Das Auktionshaus erzielte für den tropfenförmig und besonders facettenreich geschliffenen Stein das Dreifache des höchsten Schätzpreises. Ersteigert wurde der Edelstein vom britischen Juwelierhändler Laurence Graff, der 1960 in London das Unternehmen Graff Diamonds gegründet hatte.
Foto: dpaSun Drop
Stein des Anstoßes: Der "Sun Drop" ist mit 110,03 Karat der größte jemals versteigerte gelbe Diamant. Bei zehn Millionen Schweizer Franken (8,06 Millionen Euro) erhielt ein unbekannter Telefonbieter am 15. November 2011 bei der Versteigerung in Genf den Zuschlag. Gerechnet hatte das Auktionshaus Sotheby's allerdings mit bis zu 14 Millionen Franken. Der Rohdiamant wurde 2010 in Südafrika gefunden und von der New Yorker Diamantenmanufaktur Cora International geschliffen. Anschließend wurde er einige Monate im Londoner Naturkundemuseum und in Hongkong der Öffentlichkeit gezeigt. Juwelenliebhaber aus aller Welt interessierten sich laut Sotheby's für den "jungfräulichen" Stein von der Größe einer überdimensionalen Mandel. "Der Käufer wird die erste Person sein, die ihn trägt", versicherte Auktionator David Bennett vor der Versteigerung.
Foto: dapd4Beau Sancy
Einer der historisch bedeutendsten Edelsteine der Welt - der „Beau Sancy“ aus dem Besitz der Preußenkönige - erzielte im Mai 2012 beim Auktionshaus Sotheby's in Genf umgerechnet knapp 7,5 Millionen Euro. Maria von Medici hatte ihn bei der Krönung von Henry IV im Jahr 1610 in Frankreich als seine Gemahlin getragen. Danach wechselte der 34,98 Karat schwere Stein innerhalb der europäischen Königshäuser mehrfach den Besitzer.
Foto: dapdHellblaues Juwel
Für 9,3 Millionen Franken (6,1 Millionen Euro) fand dieser hellblauen Diamant im Jahr 2009 ein neuen Besitzer. Der 7,03 Karat schwere Diamant stammt aus der legendären Cullinan-Mine in Südafrika.
Foto: dpaDeepdene
Der größte Diamant in ehemals deutschem Besitz, der 104,25 Karat große „Deepdene“, wurde 1890 in Südafrika gefunden. Er ist fast lupenrein, mit seltener gelber Farbe und antikem Kissenschliff. 1997 wurde er für 715.320 US-Dollar (heute rund 530.000 Euro) in die Schweiz verkauft.
Foto: dpaFILE - In this Nov. 8, 2017 file photo a Christie's employee displays "Le Grand Mazarin," a legendary 19.07-carat pink diamond during a preview at Christie's, in Geneva, Switzerland, Wednesday, Nov, 8, 2017. The 19-carat pink diamond that once belonged to King Louis XIV, Napoleon Bonaparte and other French rulers was auctioned Tuesday, Nov. 14, 2017 in Geneva. (Martial Trezzini/Keystone via AP)
Foto: APVor allem sind sie kein Masseninvestment wie Edelmetalle. Engpässe wie bei Gold sind deshalb eher unwahrscheinlich. Hinzu kommt: Sie sind das härteste, widerstandsfähigste Material. Deshalb haben sie einen deutlich höheren Schmelzpunkt als Edelmetalle. Die Folge: Sie sind auch für die Industrie von großem Nutzen. Forschung und Medizin setzen ebenfalls Diamanten ein.
Netter Nebeneffekt: Die Klunker sind ein mobiler Vermögenswert. Millionen-Werte lassen sich gewissermaßen in der Hosentasche transportieren. Außerdem ist ihr Wert beständig, für hochwertige Steine gibt es immer Käufer. Auch weil sich auf dem Diamantenmarkt nur wenige Akteure tummeln, das hält die Preise hoch.
Für Anleger sind Diamanten also eine stabile Alternative zum derzeit eher volatilen Gold. Allerdings eignen sich nur wenige Steine als Geldanlageobjekt - zumal sie nicht für Anleger mit kurzem Horizont taugen.
Dieter Hahn rät, zwischen Kauf und Verkauf mindestens fünf Jahre abzuwarten. Wer einen Diamanten kauft, zahlt Mehrwertsteuer. "Deshalb lohnt sich der Verkauf erst nach einer gewissen Zeit", sagt Hahn. Allerdings müssen sich potentielle Investoren gut auskennen. "Ohne einen seriösen Partner ist ein Kauf nicht empfehlenswert", heißt es beim Bundesverband der Edelstein- und Diamanten-Industrie. Für Laien ist der Diamantenkauf nicht einfach. Vor allem, weil jeder Stein einen anderen Wert hat.
Doch Diamanten sind nicht nur etwas für Anleger mit dickem Bankkonto. Manche Steine gibt es schon für ein paar hundert Euro. Faustregel: Je reiner, desto teurer.
Ein Karat eines verunreinigten Diamanten mit bräunlich gelber Färbung kostet rund einen Euro. Ein einkarätiger, transparenter und lupenreiner Diamant kann dagegen schon einen Wert um die 10.000 Euro erreichen. "Am besten verkaufen sich klassische, runde Steine", sagt Hahn, "in den Farben feines Weiß und besser. Außerdem muss der Stein lupenrein sein und ein entsprechendes Zertifikat haben."
Das gibt es unter anderem beim Deutschen Diamanteninstitut. Die Experten legen auch den Wert eines Diamanten fest.
Das ist gar nicht so leicht, denn jeder Stein ist ein Unikat. Deshalb werden sie auch nicht an der Börse gehandelt.
Wer Diamanten kaufen möchte, muss sich also direkt an einen Händler wenden. Von Online-Händlern rät Hahn aber ab: "Hier sind keine persönlichen Kontakte möglich. Und sie kaufen die Steine anders als Juweliere und Edelsteinhändler auch nicht mehr zurück."
Wer auf den Börsenhandel nicht verzichten will, kann in Diamanten-Fonds investieren oder Minenaktien kaufen - etwa die börsennotierte kanadische Mine Aber Diamond (ISIN: CA0028931057), die rund zwei Drittel ihres Umsatzes mit Industriediamanten macht. Den Rest steuert die Schmucktochter Harry Winston bei. Auch Anglo American (ISIN: GB00B1XZS820) ist für Anleger interessant. Der Bergbau- und Rohstoffkonzern besitzt seit zwei Jahren 85 Prozent am Diamantenhändler De Beers.