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Elsässers AusleseDie ultimative Freiheit für Ihr Vermögen

Für die meisten Sparer ist die Börse ein Buch mit sieben Siegeln. Aktien und gefährliche Spekulationen werden in einem Atemzug genannt. Dabei gibt es einen erstaunlichen Katalog an Punkten, der für die Aktie spricht.Markus Elsässer 28.11.2016 - 06:00 Uhr

Platz 20: Aktien Venezuela

Die Börse in Caracas ist winzig, nur wenige Aktien sind dort notiert und die Umsätze liegen oft bei nur ein paar tausend Dollar pro Tag. Internationale institutionelle Investoren meiden venezolanische Aktien. Die Inflation im Land galoppiert, der Versorgungsmangel eklatant, die Währung Bolivar ist auf Talfahrt. Anleger, die im Januar 100.000 Euro in den IBC-Index investierten, haben so jetzt nur noch 54.320 Euro. Im Vorjahr hatten sich die Kurse noch mehr als vervierfacht.

 

Schlusstand 30.6.2016, Angaben ohne Transaktionskosten.

Foto: Reuters

Platz 19: Aktien China

Die Wirtschaft in China macht Anlegern seit über einem Jahr Sorgen. Die Börse stürzte entsprechend weiter ab. Der Leitindex CSI 300, der die 300 größten Aktien Festlandschinas erfasst, brach um 15,6  Prozent ein. Da gleichzeitig der Yuan zum Euro leicht abwertete blieben Anlegern von 100.000 Euro nur 80.900 Euro übrig.

 

Schlusstand 30.6.2016,  Angaben ohne Transaktionskosten.

Foto: Reuters

Platz 18: Aktien Euro-Zone

Der Jahresauftakt an Europas Börsen war schon ein Horror, dann kam noch das Debakel um den Brexit hinzu. Die Folge: Die Aktien in der Euro-Zone notieren tief im Minus. Wer Anfang des Jahres 100.000 Euro in den Leitindex Euro Stoxx 50 investierte, verfügt angesichts des Minus von 12,3 Prozent jetzt nur noch über 87.670 Euro. Am schlimmsten erwischte es dabei Anleger in Italien – der FTSE MIB 100 Index verlor fast ein Viertel seines Wertes.

 

Schlusstand 30.6.2016, Angaben ohne Transaktionskosten.

Foto: REUTERS

Platz 17: Britisches Pfund

Investoren haben die britische Währung nach dem Brexit-Votum regelrecht heruntergeprügelt. Schon vorher litt es deutlich, am Tag nach der Bekanntgabe des Referendums stürzte es dann zum US-Dollar um bis zu knapp 14 Prozent und zum Euro um mehr als acht  Prozent ab. Zur US-Währung liegt das Pfund auf dem niedrigsten Stand seit über 30 Jahren. Zum Euro liegt das Pfund „nur“ auf dem niedrigsten Stand seit rund zwei Jahren. In diesem Jahr wurden aus 100.000 in Pfund angelegten Euro 88.620 Euro.

 

Schlusstand 30.6.2016, Angaben ohne Transaktionskosten

Foto: dpa

Platz 16: Aktien Deutschland

Auch Aktienanleger in Deutschland hat bislang kein schönes Jahr. Gleich zu Beginn des Jahres stürzte der Leitindex Dax ab. Danach erholte er sich zwar – machte die Verluste vom Jahresanfang aber nie ganz wett. Der Brexit-Schock setzte dem Dax dann erneut zu. Aus 100.000 im Dax investierten Euro sind innerhalb von sechs Monaten nur noch 90.110 Euro geworden.

 

Schlusstand 30.6.2016, Angaben ohne Transaktionskosten Angaben ohne Transaktionskosten

Foto: AP

Platz 15: Aktien Schweiz

Auch die Aktien der Schweiz gingen auf Talfahrt. Der Franken legte dabei zum Euro nur ganz leicht zu. Im vergangenen Jahr hatte er kräftig aufgewertet, nachdem die Schweizerische Nationalbank den Euro-Mindestkurs für den Franken aufgegeben hatte. Von daher machten Anleger mit Franken in diesem Jahr keine Währungsgewinne. Von 100.000 Euro blieben 91.320 Euro übrig.

 

Schlusstand 30.6.2016, Angaben ohne Transaktionskosten Angaben ohne Transaktionskosten

Foto: Reuters

Platz 14: Aktien Großbritannien

Das Brexit-Votum hat der britische Leitindex rasch verkraftet.  Der Leitindex „Footsie“ war zwar am 24. Juni heftig eingebrochen, holte die kurzfristigen Verluste dann aber wieder auf. Trotzdem sind Experten skeptisch, da wegen des Ausstiegs Großbritanniens aus der EU eine lange Phase der Ungewissheit droht. Dennoch notiert der Footsie auch auf Halbjahressicht 4,2 Prozent im Plus. Da der Euro jedoch zum Pfund kräftig zulegte, machten Euro-Anleger, die ihre Positionen nicht absicherten, einen Verlust von 8,01 Prozent und hatten bei einer Anlagesumme von 100.000 Euro so nur noch 91.990 Euro auf dem Konto.

 

Schlusstand 30.6.2016, Angaben ohne Transaktionskosten

Foto: Reuters

Platz 13: Aktien Japan

Die Abenomics, das Konjunkturprogramm von Japans Präsidenten Shinzo Abe zieht nicht mehr an der Börse.  Ein Grund dafür ist der starke Yen, der japanische Exporte extrem teuer macht. Die Folge: Japans Leitindex Nikkei 225 ist seit Januar um mehr als 18 Prozent eingebrochen. Ein schwacher Trost für Euro-Anleger: Sie verloren nur 6,23 Prozent und hatten so Ende des ersten Halbjahres von 100.000 in den Nikkei 225 investierten Euro immerhin noch 93.740 Euro.

 

Schlusstand 30.6.2016, Angaben ohne Transaktionskosten

Foto: dpa

Platz 12: US-Dollar

Der Brexit hat auch dem Euro im Vergleich zum Dollar zugesetzt. Trotzdem hat der Dollar seit Jahresanfang zum Euro leicht verloren. Aus 100.000 in Dollar angelegten Euro wurden so bislang 98.120 Euro. Das schmälert alle Erträge die Anleger mit in Dollar denominierten Anlagen machten. Viele Experten glauben aber, dass die Unsicherheiten über die Zukunft der  Europäischen Union den Dollar zumindest wieder etwas steigen lassen werden.

 

Schlusstand 30.6.2016, Angaben ohne Transaktionskosten

Foto: Reuters

Platz 11: Aktien USA

Zu Jahresbeginn ging es auch für die großen US-Aktienindizes kräftig nach unten, später erholten sich die Börsen jedoch ­ ­- anders als in Europa wieder deutlich – und steuerten sogar auf neue Jahreshochs zu. Der Brexit verhagelte auch US-Anlegern die Stimmung. Dennoch liegt Leitindex Dow Jones auf Halbjahressicht 2,9 Prozent im Plus. Für Euro-Anleger ist der Gewinn etwas geringer,  aus  100.000 investierten  Euro wurden für sie aber immerhin 100.720 Euro.

 

Schlusstand 30.6.2016, Angaben ohne Transaktionskosten

Foto: dpa

Platz 10: Aktien Schwellenländer

Die Aktien der Schwellenländer haben sich insgesamt von ihrem Absturz des vergangenen Jahres erholt als der MSCI Index für Emerging Markets noch um 16 Prozent abgestürzt war. Im ersten Halbjahr 2016 legte der auf Dollar lautende Index gut fünf Prozent zu. In Euro gerechnet blieb ein Plus von 3,07 Prozent – aus 100.000 Euro machten Anleger 103.070 Euro.

 

Schlusstand 30.6.2016, Angaben ohne Transaktionskosten

Foto: AP

Platz 9: US-Staatsanleihen

Die Unsicherheit der Investoren hat US-Staatsanleihen Zulauf beschwert Dazu kommt, dass Investoren inzwischen nicht mehr daran glauben, dass die US-Notenbank Fed ihren im Dezember vergangenen Jahres ganz vorsichtig eingeleiteten Zyklus der Leitzinserhöhungen fortsetzt. Wer Anfang des Jahres 100.000 Euro in US-Staatsanleihen gesteckt hat, hat jetzt 103.320 Euro.

 

Schlusstand 30.6.2016, Angaben ohne Transaktionskosten

Foto: WirtschaftsWoche

Platz 8: Euro-Unternehmensanleihen

Seit Juni kauft die Europäische Zentralbank (EZB) Euro-Anleihen von Unternehmen abseits der Bankbranche mit guter Bonität. Die Käufe beziehungsweise schon vorher die Erwartung der EZB als neuen großen Investor trieben die Kurse. Gemessen am Index der Bank of America Merrill Lynch verdienten Anleger mit den Firmenbonds 5.350 Euro, wenn sie im Januar 100.000 Euro investierten.

 

Schlusstand 30.6.2016, Angaben ohne Transaktionskosten

Foto: dpa

Platz 7: Deutsche Staatsanleihen

Bundesanleihen sorgten im ersten Halbjahr für viel Aufsehen. Die Anleihekäufe der Europäischen Zentralbank, die Niedrigzinsen und die Unsicherheit der Anleger über die wirtschaftliche Entwicklung bescherten den deutschen Staatsanleihen regen Zulauf. Selbst die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe rentiert im Minus, am Tag nach dem Brexit-Entscheid fiel sie auf bis zu minus 0,17 Prozent. Für Anleger, die gleich zu Jahresbeginn 100.000 Euro in deutsche Staatsanleihen investierten machten damit Gewinn aus den minimalen Zinsen und den deutlichen Kurssteigerungen von 6.800 Euro.

 

Schlusstand 30.6.2016, Angaben ohne Transaktionskosten

Foto: AP

Platz 6: Anleihen Schwellenländer

Die Anleihen der Schwellenländer haben sich kräftig erholt. Das liegt auch daran, dass die US-Zinswende stockt und die Renditen der US-Staatsanleihen so deutlich gefallen sind. Außerdem haben sich die Fundamentaldaten in vielen Emerging Markets verbessert. Euro-Anleger machten mit auf Dollar lautenden Staatsanleihen gemessen am Index von JP Morgan einen Gewinn von 10.160 Euro, wenn sie am Jahresanfang 100.000 Euro investierten.

 

Schlusstand 30.6.2016, Angaben ohne Transaktionskosten

Foto: AP

Platz 5: Gold

Gold glänzte nach einer fünfjährigen Talfahrt wieder. Zum einen sorgte die Unsicherheit der Anleger mit Blick auf die Weltwirtschaft für die Flucht in die Krisenwährung Gold. Zum anderen machen die Negativrenditen vieler Staatsanleihen in der Euro-Zone und in Japan Gold als Anlage erneut attraktiver. Allein im Juni stieg der Goldpreis um 8,5 Prozent. So stark ist er in einem Juni zuletzt im Jahr 1980 gestiegen. Wer Anfang des Jahres 100.000 Euro in Gold investierte hat jetzt 122.860 Euro.

 

Schlussstand 30.06.2016 Angaben ohne Transaktionskosten

Foto: Reuters

Platz 4: Öl

Der Ölpreis fiel zwar bis Ende Januar auf ein Zwölfjahrestief von rund 27 Dollar, setzte dann aber zu einer Rally an und kostet aktuell rund 50 Dollar. „Das liegt vor allem, dass die USA deutlich weniger Öl produzieren“, erklärt Ulrich Stephan, Chefanlagestratege für Privat- und Firmenkunden bei der Deutschen Bank. In Euro gerechnet wurden aus 100.000 am Ölmarkt investierten Euro auf 130.450 Euro.

 

Schlussstand 30.06.2016 Angaben ohne Transaktionskosten

Foto: Reuters

Platz 3: Sojabohnen

Auftrieb gab es auch bei vielen Agrarrohstoffen, die ebenfalls ihre jahrelange Talfahrt stoppten. Hauptgründe dafür waren Dürren und extreme Wetterlagen, die teils die Ernte bedrohen. Allen voran stieg der in Dollar notierte Preis für Sojabohnen um fast 35 Prozent. Aus 100.000 in den Agrarrohstoff investierten Euro wurden so im ersten Halbjahr 131.800 Euro.

 

Schlussstand 30.06.2016 Angaben ohne Transaktionskosten 

Foto: dpa

Platz 2: Aktien Peru

Die Börse in Peru ist als Überraschungsaufsteiger weit nach vorne gerückt, nachdem die Kurse zuvor fast vier Jahre stetig gefallen waren. Aus 100.000 an der Börse in Lima investierten Euro wurden in diesem Jahr bislang 142.990   Euro. Die US-Bank Goldman Sachs sieht Peru „makrookönomisch in optimaler Verfassung“ mit zunehmenden Wirtschaftswachstum und sinkender Inflation. Allerdings sind die Umsätze an der Börse gering, und dort sind nur wenige Werte notiert.

 

Schlussstand 30.06.2016, Angaben ohne Transaktionskosten

Foto: dpa

Platz 1: Aktien Brasilien

Der brasilianische Bovespa-Index legte in den ersten sechs Monaten des Jahres  zweistellig zu, nachdem er im Januar noch auf ein Siebenjahrestief gefallen war. Da auch der zuvor unter die Räder gekommene Real deutlich aufwertete machten Anleger die 100.000 Euro in Brasiliens Leitindex investiert haben, daraus im ersten Halbjahr 143.420 Euro. Besser schnitt keine andere Anlage ab. Dabei setzen Anleger nach der Ablösung von Präsidentin Dilma Rousseff auf ein Ende des politischen Stillstands und auf Reformen. Aber: Brasilien steckt nach wie vor in der Rezession, als wirtschaftlich gerechtfertigt, gilt der Börsenaufschwung in dieser Form nicht.

 

Schlussstand 30.06.2016, Angaben ohne Transaktionskosten

Foto: dpa

500-Euro-Scheine

Foto: dpa

In der Tat, es erfordert zunächst Mut sein Geld in Aktien anzulegen. Es braucht zudem etwas Zeit, sich an das tägliche auf und ab der Börsenkurse zu gewöhnen. Das hat schon manchem Sparer das Frühstück vermiest. Es ist kein schönes Gefühl für den Geldanleger, den Laptop anzuwerfen oder morgens den Wirtschaftsteil der Zeitung aufzuschlagen und da hat er dann den Salat: schon wieder ist „seine“ Aktie gegenüber seinem Einstand im Kurs gefallen. Auf dem Papier ist er ärmer geworden. Und so geht das Tag für Tag.

Wie gut haben es da doch andere Kapitalbesitzer: mit den Aktien verhält es sich eben anders als mit Immobilien, Fabrikbesitz, GmbH-Beteiligungen oder Kunstobjekten. Hier leben die Besitzer ungestört im „Wolkenkucksheim“ ihrer Fantasie. Egal, wie schlimm die Wirtschaftskrisen auch sein mögen, jahrelang kann der Privatunternehmer oder Immobilien-Eigentümer sich etwas über den Wert seines Vermögens vormachen. Denn erst, wenn das Eigentum auf dem Markt gegen Bar zum Verkauf kommt, zeigt sich, was der „ganze Kram“ wirklich wert ist.

Mir ist eine tägliche Wertfindung, also die Wahrheit über meine Vermögenslage - auch wenn es mal schmerzt - lieber. Vieles spricht für die Aktie als Geldanlage. Wer nicht gerade einen Hang zur Spielleidenschaft hat, der sollte nicht kurzfristig an den Kursen hängen. Die Börse wird gemeinhin missverstanden. Die spekulativen Schwankungen sind nicht entscheidend.

Diese Regeln sollten Sie bei Ihrer Geldanlage beachten
Streuen Sie Geldanlagen breit, packen Sie nie mehr als ein Drittel der Anlagesumme in ein Einzelinvestment.
Verkauft der Anbieter einer Immobilie oder eines Finanzprodukts den Kredit gleich mit, sollte vorher ein Anwalt das Angebot prüfen.
Ziehen Sie eine weitere Meinung von einem Profi hinzu, den Sie beauftragen.
Lesen Sie Verträge. Nur das gilt, nicht das, was Vermittler im Gespräch erzählen.
Präsentiert der Verkäufer Rechenbeispiele, in denen sich die Anlage von selbst finanziert, lassen Sie die Finger davon. Wer viel verdienen will, trägt viel Risiko.
Bevor Sie sich an Immobilien beteiligen, prüfen Sie vor Ort, wie sie vermietet sind
Besichtigen Sie Immobilien und lassen Sie den baulichen Zustand begutachten.
Fragen Sie im Zweifel einen spezialisierten Anwalt. Ein Steuerberater bestätigt, dass der Steuervorteil greift, ein Anwalt kennt die Fallstricke der Anlage.
Schauen Sie zuerst auf das Risiko und dann auf die mögliche Rendite. Legen Sie fest, wann Sie Ihr Geld wieder benötigen.
Lassen Sie sich eine Chance entgehen, statt unter Zeitdruck zu unterschreiben.
Kaufen Sie nur Produkte, die Sie verstehen. Das klingt banal, passiert aber viel zu selten.
Lassen Sie sich immer das Beratungsprotokoll aushändigen. Prüfen Sie, ob der Inhalt stimmt.
Sagt der Berater, ein Produkt sei sicher, verlangen Sie die schriftliche Bestätigung der Aussage. Gibt er sie nicht, lassen Sie die Finger vom Geschäft.
Lassen Sie sich den Prospekt aushändigen, und lesen Sie ihn vor Unterzeichnung des Vertrages gründlich. Suchen Sie im Prospekt nach Risikohinweisen.
Legen Sie auf, wenn Sie unverlangt ein Angebot per Telefon bekommen.

Für mich als Value-Investor ist die Aktienbörse die ideale Plattform, um mich an aussichtsreichen Unternehmen zu beteiligen. Und seit dem Zweiten Weltkrieg ist dies in Ländern wie Deutschland, der Schweiz, England und Nordamerika (um nur einige Länder zu nennen) eine der besten Formen der Geldanlage gewesen.

Dabei ermöglicht ein Aktiendepot allen Kapitalbesitzern eine Vielzahl von Vorteilen und Annehmlichkeiten. Die alten Börsianer haben es schon immer gewusst: wenn es die Börse nicht gäbe, man müsste sie erfinden. Denn, auf fast allen anderen Gebieten ist das Ansinnen der Geldanleger, ihr Kapital inflationsgesichert zu investieren mit Zeitaufwand, Arbeit und Unbequemlichkeiten verbunden.

Wie verhält es sich nun mit den Aktienanlagen? Ungestört in seinem privaten Umfeld trifft der Kapitalanleger seine Aktienkauf- und -verkaufsentscheidungen. Ungefragt kann er sich an einer Firma, die börsengelistet ist, beteiligen. Er muss niemand um Erlaubnis fragen. Er braucht auch keinen Notartermin. Er kann anonym bleiben.

Die finanzielle Größenordnung, mit der er sich engagieren möchte, ist für „Normalsterbliche“ quasi nach oben unbegrenzt. Er kann heute mit einem Kauf in Höhe von 10.000 Euro zum Beispiel in Unilever Aktien anfangen. Drei Jahre später spricht nichts dagegen, dass er problemlos mit 15 Millionen Euro in Unilever Aktien investiert ist. Niemand wird davon Notiz nehmen.

Tipp 1: Kassensturz

Am Anfang steht der Kassensturz: Einnahmen, Ausgaben, Vermögen, Schulden – Verbraucher müssen wissen, wie es um ihr Geld steht. „Sind Ihre Schulden höher als das, was Sie auf der Habenseite notieren können, gilt es erst einmal, diese zu tilgen“, rät die Stiftung Warentest in ihrem Buch. „Das ist in der Regel die beste Geldanlage.“

Foto: WirtschaftsWoche

Tipp 2: Bestehende Verträge checken

„Bevor Sie mit dem Investieren anfangen, ist es ratsam, sich zumindest grundlegend abzusichern“, schreibt die Autorin Sina Groß. Das heißt: Bestehende Versicherungsverträge auf Sinnhaftigkeit checken – und gegebenenfalls kündigen oder neue, günstigere abschließen.

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Tipp 3: Geld für den Notfall

Die Stiftung Warentest empfiehlt – wie die meisten Finanzfachleute – sich einen Puffer von idealerweise zwei bis drei Monatsgehältern zuzulegen, um unerwartete Ausgaben wie Autoreparaturen jederzeit stemmen zu können. Und wohin damit? Am besten aufs Tagesgeldkonto. Hier wird das Ersparte zwar nicht üppig verzinst, aber Geld einfach unter das Kopfkissen zu legen, ist auch keine Alternative. Derzeit sei Tagesgeld die Anlageform, „die die besten Renditen bietet, wenn das Geld im Notfall sofort verfügbar sein muss“, schreibt Autorin Sina Groß.

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Tipp 4: Sparkonto für mittelfristiges Sparen

Wer längerfristig auf etwas sparen will, beispielsweise auf ein eigenes Auto oder eine große Reise, dem rät die Stiftung Warentest zu einem Sparkonto. Sparkonten sind ebenso wie Tagesgeldkonten variabel verzinst. Sie unterscheiden sich von normalen Girokonten dadurch, dass die Kunden zwar Geld abheben und einzahlen, aber keine weiteren Transaktionen wie beispielsweise Überweisungen darüber vornehmen können. Außerdem gibt es etwas höhere Zinsen, sofern das Sparkonto online geführt wird.

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Tipp 5: Banksparplan als Alternative

Auch ein Banksparplan kommt lauf Stiftung Warentest in Frage, wenn Kunden auf etwas Bestimmtes sparen möchten. Dabei vereinbart der Kunde mit seiner Bank einen festen Betrag, den er per Bankeinzug monatlich auf sein Konto einzahlt. Der Banksparplan hat in der Regel eine feste Laufzeit oder ist nach einer festgelegten Sperrfrist kündbar. Insbesondere Sparpläne, die eine „Zinstreppe“ aufweisen – bei denen die Verzinsung also mit der Laufzeit steigt -, sind eine Überlegung wert.

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Tipp 6: Der Klassiker, der Bausparvertrag

Bei einem längeren Anlagehorizont (ab sieben Jahre), lohnt es sich auch, über das sogenannte „Rendite-Bausparen“ nachzudenken. Bausparverträge eignen sich nicht nur für angehende Immobilienkäufer, sondern auch als reine Geldanlage. In diesem Fall geht es weniger darum, sich später ein günstiges Darlehen zu sichern, sondern um eine möglichst hohe Verzinsung in der Ansparphase. Der Vorteil: Die Verzinsung ist in den Rendite-Bausparverträgen meist recht attraktiv. So richtig renditeträchtig wird es allerdings nur, wenn man bis zum Schluss durchhält. Dann gibt es einen Bonus obendrauf.

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Tipp 7: Festgeldkonten für bereits Gespartes

Wer schon einen größeren Betrag angespart ist, für den lohnt sich ein Festgeldkonto oder ein Sparbrief. In beiden Fällen gibt es feste Zinsen für eine festgelegte Laufzeit. Sparbriefe sind insbesondere für Leute geeignet, die bereit sind, für eine längere Zeit auf ihr Geld zu verzichten. Ihr Vorteil gegenüber dem Festgeld: Sie laufen automatisch aus, müssen also nicht gekündigt werden. Und: Kauf, Verwahrung und die Einlösung von Sparbriefen sind kostenlos.

Da die Zinsen auch für Festgeld gerade nicht besonders üppig sind, lohnt sich die Überlegung, sich nicht allzu lange festzulegen – also beispielsweise lieber dreijähriges als zehnjähriges Festgeld zu wählen. Dann haben Sie die Chance, nach drei Jahren umzusatteln, wenn die Zinsen zwischenzeitlich gestiegen sind.

Foto: dpa

Tipp 8: Ein Haus als Altersvorsorge

Viele sehen im Eigenheim eine attraktive Option, um im Alter abgesichert zu sein. 20 bis 30 Prozent der Kaufsumme sollten Sparer im Idealfall als Eigenkapital mitbringen. Je höher dieser Anteil ist, desto günstiger wird der Kredit, der den Restbetrag abdeckt. Auch wenn die Zinsen für einen Kredit im Moment sehr niedrig sind, so warnt die Stiftung Warentest trotzdem: „Zum einen müssen Sie die finanzielle Belastung über viele Jahre schultern können.“ Und: „Zum anderen dürfen Sie das Geld auf lange Sicht nicht für etwas anderes benötigen.“

Die Klassiker, um ins Eigenheimsparen einzusteigen, sind Bausparverträge und Banksparpläne – und zwar Stiftung Warentest zufolge insbesondere in der Riester-Variante. Das Vermögen aus einem Riester-Vertrag wird durch staatliche Zulagen und Steuervorteile zusätzlich aufgestockt. „Auf diese Weise sparen Sie sich einen Teil des Kredits und der Zinsen“, schreibt die Stiftung Warentest.

Foto: CLARK/obs

Tipp 9: Der Dispo für kurzfristige Anschaffungen

Der Dispositionskredit ist die einfachste Möglichkeit, sich kurzfristig Geld zu leihen. Sie können dabei Ihr Girokonto um einen vereinbarten Betrag überziehen. Wer im Minus landet, zahlt den Kurzfrist-Kredit quasi mit dem nächsten Geldeingang auf dem Konto wieder zurück. Die dabei fälligen Zinsen haben es aber in sich: Manche Banken nehmen bis zu 14 oder gar 18 Prozent, also aufgepasst!

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Tipp 10: Der Rahmenkredit als Alternative zum teuren Dispo

Die Zinsen für einen Rahmenkredit liegen in der Regel deutlich unter denen, die beim Dispo fällig werden. Sie können sich einen bestimmten Betrag als Kreditrahmen bei einer beliebigen Bank einrichten lassen und selbst entscheiden, inwieweit Sie ihn ausschöpfen, ob Sie ihn in einem Betrag oder in Etappen zurückzahlen.

Foto: WirtschaftsWoche

Die Aktien werden treuhänderisch bei seiner Bank in seinem Depot verwahrt. Sie sind also nicht Teil der Bankbilanz. Das war zuletzt in der Krise 2008 bis 2009 ein wichtiger Punkt, und sollte es auch für jeden Kapitaleigner auch bleiben.

Er kann seine Bankverbindung so oft wechseln, wie er möchte. Sein Aktiendepot lässt er dann einfach, so wie es ist, auf die neue Bankadresse übertragen. Das Depot wird zwischen den Banken in seinem Auftrag transferiert. Arbeit hat er keine damit. Sein Depot bleibt intakt.

Im Verlauf seines Lebens kann der Aktionär seinen Wohnsitz wechseln, wie er möchte. Ganz gleich, ob er nun in Oberhausen wohnt, später eine zweijährige Einhand-Weltumsegelung antritt und sich schließlich auf Bora Bora zur Ruhe setzt, sein Aktiendepot kann er von überall her steuern per Telefon, Brief oder Internet. Lediglich seine postalische Anschrift wird sich ändern. Das Aktiendepot funktioniert weiter, trotz seiner physischen Abwesenheit. Stellen Sie sich diesen Fall mal mit einer vermieteten Immobilie oder einer Beteiligung an einem Handwerksbetrieb vor!

Die günstigsten Direktbanken für Aktien-Sparpläne
comdirect bankAnzahl: 134Orderprovisionen Kauf: 1,5%Orderprovisionen Verkauf: 4,90 € + 0,25% des Ordervolumens; mind. 9,90 €, max. 59,90 €Mindestsparrate: 25 €Maximalsparrate: 10.000 €Sparrate 150 € mtl. / Orderprovision p.a.: 27 €Depotgebühr: keine Quelle: FMH Finanzberatung; Stand: 10.10.2016
ConsorsbankAnzahl: 233Orderprovisionen Kauf: 1,50 % der SparrateOrderprovisionen Verkauf: 4,95 € + 0,25% des Ordervolumens; mind. 9,95 €, max. 69,00 €Mindestsparrate: 25 €Maximalsparrate: unbegrenztSparrate 150 € mtl. / Orderprovision p.a.: 27,00 €Depotgebühr: keineQuelle: FMH Finanzberatung; Stand: 10.10.2016
ING-DiBaAnzahl: 80Orderprovisionen Kauf: 1,75 % der SparrateOrderprovisionen Verkauf: 0,25%; mind. 9,90 €, max. 59,90 €Mindestsparrate: 50 €Maximalsparrate: 5000 €Sparrate 150 € mtl. / Orderprovision p.a.: 31,50 €Depotgebühr: keineQuelle: FMH Finanzberatung; Stand: 10.10.2016
netbankAnzahl: 66Orderprovisionen Kauf: 1,75% vom KurswertOrderprovisionen Verkauf: bis 2T € Kurswert 5,95 €, bis 5T € 8,95 €, bis 10T € 15,95 €, ab 10€ 21,95 €; jeweils zzgl. 4 € HandelsplatzentgeltMindestsparrate: 50 €Maximalsparrate: 999.999 €Sparrate 150 € mtl. / Orderprovision p.a.: 31,50 €Depotgebühr: 11,90 € p.a.Quelle: FMH Finanzberatung; Stand: 10.10.2016
Maxblue (Deutsche Bank)Anzahl: 30Orderprovisionen Kauf: 2,50 € + 0,4% vom Kurswert pro PostenOrderprovisionen Verkauf: 0,25%; mind. 8,90 €, max. 49,90 € pro Posten + ggfs. zusätzlicher KostenMindestsparrate: 50 €Maximalsparrate: 50 000 €Sparrate 150 € mtl. / Orderprovision p.a.: 37,20 €Depotgebühr: keineQuelle: FMH Finanzberatung; Stand: 10.10.2016
S BrokerAnzahl: 304Orderprovisionen Kauf: 2,50% der SparrateOrderprovisionen Verkauf: 4,99 € + 0,25 mind. 8,99 €, max. 54,99 € zzgl. Abwicklungsentgelt 0,49 €; zzgl. HandelsplatzentgeltMindestsparrate: 50 €Maximalsparrate: 999.999 €Sparrate 150 € mtl. / Orderprovision p.a.: 45 €Depotgebühr: keineQuelle: FMH Finanzberatung; Stand: 10.10.2016

Beim Kauf der Aktie muss sich der Aktionär in nichts festlegen. Er muss nichts unterschreiben. Keiner wird ihn fragen, was er denn vorhat. Niemand wird ihn zur Rede stellen. Es ist ihm völlig freigestellt, zu tun und zu lassen, was er möchte. Vielleicht disponiert er nach drei Monaten um und verkauft die Aktie und kauft einen anderen Titel. Aber vielleicht bleibt er glatte 30 Jahre lang engagiert und vererbt sein Aktienpaket.

Aber auch der Weg zu mehr Information ist strukturiert: wenn er es denn möchte, kann er jedes Jahr zur Zusammenkunft der Aktionäre seiner Firma. Niemand kann ihn daran hindern – selbst, wenn er nur eine Aktie besitzt. Und genauso kann ihn niemand in der Welt daran hindern, auf der Hauptversammlung Fragen an den Vorstand zu stellen. Und diese müssen beantwortet werden. Darüber wird sogar ein Protokoll geführt.

Ohne, dass er etwas dafür zahlen muss, kann er einen Jahres-Geschäftsbericht erhalten. Dieser wird nach regulatorischen Maßgaben und Richtlinien erstellt und bringt ihm einen recht zuverlässigen Katalog an Daten und Informationen. Seine Aktiengesellschaften sind dazu verpflichtet.

Keine langen Laufzeiten

Geht es ums Sparen im Alter, müssen sich Anleger zunächst die Frage stellen, wie sie ihr Geld besser nicht anlegen sollten. Denn vor allem Sparprodukte, die sehr langfristig angelegt sind, sind für Ältere nicht geeignet. Zu hoch ist das Risiko, dass das Ende der Laufzeit nicht mehr erlebt wird. Die Riester-Rente hat beispielsweise eine Mindestlaufzeit von zwölf Jahren. Auch Schiffsfonds, die viele Rentner zeichneten, hatten oft eine lange Laufzeit. Anleger hätten teilweise über 100 Jahre alt werden müssen, um kündigen zu dürfen.

Für Ältere sind flexiblere Anlagezeiträume wichtig, um im Notfall auf zusätzliche Liquidität zugreifen zu können.

Foto: dpa

Sparstrumpf

Bei vielen Hausentrümpelungen findet er sich noch an: der gute alte Sparstrumpf. Zwar liegt die Idee eines Notgroschens unter dem Kopfkissen nah. Allerdings gibt es mittlerweile kaum noch Argumente für viel zu Hause gelagertes Bargeld. Denn die jüngste Geschichte und ihre Bankenrettungen durch den Staat haben bewiesen, dass eine Bank in Deutschland nicht so einfach Pleite geht. Plötzliche Bargeld-Knappheiten sind daher unwahrscheinlich. Langfristig verliert das Bargeld im Strumpf aufgrund der Inflation seinen Wert. Die entgangenen Zinsen fallen trotz der aktuellen Niedrigzinsphase zusätzlich ins Gewicht.

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Geschlossene Fonds

Gerade Senioren wurden in den letzten Jahren immer wieder von ihren Bankberatern in undurchsichtige, riskante geschlossene Fonds gelockt. Auch die Zertifikate der 2008 in die Insolvenz gerutschten US-Bank Lehman Brothers vertickten die Berater gerne an ältere Anleger, die ihrem langjährigen Ansprechpartner vertrauten. Gleiches gilt für Schiffsfonds, auch hier waren viele Senioren investiert. Von derart riskanten Papieren sollten Sie in jedem Fall die Finger lassen. Sie sind nicht nur zu intransparent, auch die Laufzeiten sind in der Regel für Senioren viel zu lange. Nur wer seine Geldanlage versteht, kann weiterhin ruhig schlafen.

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Kredite abzahlen

Oberste Priorität für reifere Geldanleger sollte das Tilgen der Altkredite haben, wie beispielsweise Hypotheken auf Wohneigentum. Denn nur wer schuldenfrei ist, kann sich über den Aufbau des weiteren Vermögens kümmern.

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Rentenversicherung/Sofortrente

Wer als älterer Mensch viel angespart hat, kann auch eine Rentenversicherung abschließen, die sogenannte Sofortrente. Der Versicherte zahlt eine größere Menge Geld ein, aus diesem Topf wird dann ab sofort eine regelmäßige Rente gezahlt. Immerhin garantiert die Rentenversicherung eine lebenslange Zahlung, während etwa ein Banksparplan irgendwann ausläuft. Allerdings ist diese Form der Rentenvorsorge eine Wette auf ein langes Leben. Stirbt der Versicherte kurz nachdem er eingezahlt hat, ist das Geld futsch - die Reste eines Banksparplans könnten an die Nachkommen vererbt werden.

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Aktien

Auch Aktien sind für Ältere eine gute Geldanlage, viele Senioren halten Papiere. Das wird spätestens auf den jährlichen Hauptversammlungen der Konzerne klar, die Senioren gerne als Ausflug mit Erbsensuppe und Bockwurst nutzen.

Der Zeithorizont sollte beachtet werden, da möglicherweise nicht endlos Zeit bleibt, um ein Kurstief auszusitzen. Vergleichsweise sicher fahren ältere Anleger mit der Dividendenstrategie, bei der gezielt Titel mit einer hohen Dividendenrendite ausgewählt werden, wie Aktien des Schweizer Lebensmittelherstellers Nestlé oder des Rückversicherers Munich Re. Auf diese Weise bringen die jährlichen Ausschüttungen regelmäßige Renditen ins Depot. Und die Bockwurst gibt es als Bonus oben drauf.

Foto: dpa

Tages- und Festgeld

Tages- oder Festgeldkonten sind ein Klassiker unter den Geldanlagen von Senioren. Das Ersparte ist vergleichsweise sicher angelegt und - im Fall von Tagesgeld - auch täglich verfügbar. Allerdings drohen angesichts der niedrigen Zinsen und etwas Inflation real bei vielen Konten sogar Verluste. Denn die meisten Banken und Sparkassen geizen gerade bei den Zinsen. Wer eine erträgliche Rendite einfahren will, muss sich mit Hilfe der verfügbaren Tagesgeldrechner über die aktuell besten Angebote informieren und möglicherweise den Kontoanbieter wechseln. Oft sind es Direktbanken, die beim Tagesgeld die besten Zinsen bieten. Wer sein Geld bei einer ausländischen Bank parkt, sollte sich informieren, wie die Einlagensicherung geregelt ist. Diese greift im Fall einer Pleite der Bank in der Regel für Einlagen bis 100.000 Euro.

Foto: Blumenbüro Holland/dpa/gms

Gold

Was für jüngere Anleger gilt, kann natürlich auch bei Älteren nicht schaden. Wer ein ausgewogenes Mischdepot sein Eigen nennen möchte, sollte einen Teil seines Vermögens in Gold halten. Der werthaltige Rohstoff schafft Vertrauen, im Fall einer Liquiditätsklemme bleibt Gold der sichere Hafen.

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Immobilien

Stimmt die Lage, sind Immobilien eine lohnenswerte Geldanlage, auch für Senioren. Schließlich lassen die Mieteinnahmen die monatliche Rente gleich viel üppiger erscheinen. Allerdings sollte eine derartige Aufstockung der Haushaltskasse im Alter langfristig geplant werden. Denn wer zu spät kauft, sitzt noch auf seiner Hypothek wenn er schon in Rente gegangen ist. Das sollte in jedem Fall vermieden werden. Egal ob mit viel Eigenkapital beim Kauf oder durch lange Tilgung der Hypothek, die Wohnung sollte bei Renteneintritt abbezahlt sein. Nur so kann man sich uneingeschränkt über die Mieteinnahmen freuen.

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Alternative Geldanlagen

Gerade Senioren dürfen auch mal den Genuss mit der Geldanlage verknüpfen. Denn auch Oldtimer, antike Gemälde oder ein edler Tropfen Whisky können eine ansehnliche Rendite einbringen. Wer beispielsweise auf einer Auktion ein Schnäppchen ersteht und es später gewinnbringend verkauft, darf sich nicht nur über den Ertrag freuen, sondern auch über das Erlebnis. Nur der Whisky muss natürlich verschlossen bleiben, wenn er noch Rendite einbringen soll.

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In der Auswahl seines Anlageuniversums ist der Kapitalanleger mit Aktien frei. Auch wenn er in seinem ganzen Leben noch nie in den Vereinigten Staaten von Amerika war und dort niemanden kennt, so kann er nach Herzenslust dort Millionen in gute Firmen investieren – über die Börse.

Gefallen ihm die politischen Verhältnisse zu Hause nicht mehr, so braucht er nicht gleich auszuwandern. Er strukturiert sein Aktiendepot entsprechend und kauft Aktien in den Wirtschafts- und Kulturräumen, zu denen er mehr vertrauen hat.

Über die Länderauswahl seiner präferierten Aktienengagements schlägt er mehrere Fliegen mit einer Klappe. Er kann sein Kapital über verschiedene Währungen streuen.

Wenn ihm das Ganze mit dem Aktiendepot eines Tages zu viel wird und ihm über den Kopf wächst, kann er einen „Quasi-Bevollmächtigten“ ernennen. Das ist dann ein unabhängiger Berater oder Vermögensverwalter oder ein Vertrauensmann innerhalb seiner Bank.

Dieser Freiheitsgrad eines selbstbestimmten Umgangs mit Kapital ist nur schwer anderswo zu finden. Besitzer von Vermietungsimmobilien oder Anteilseigner von GmbHs und Kommanditgesellschaften beispielsweise können davon ein Lied singen. Hier ist man den vielfältigen Aspekten der menschlichen Psyche ausgesetzt, ich sollte vielleicht besser sagen: ausgeliefert.

Gerade dieser „lebensphilosophische Aspekt“ der „pflegeleichten“ Aktiendepots macht die Kapitalanlage in Aktien langfristig so attraktiv.

Man muss nicht aus der Finanzbranche kommen, um Aktien zu besitzen. Ganz im Gegenteil. Mein Großvater beispielsweise, Professor Elsässer, war selbständiger Architekt. Mit den Bauherren und auf den Baustellen hatte er non-stopp berufliche Auseinandersetzungen und konstanten Ärger zu verdauen. Wenn es um seine Ersparnisse ging, so investierte er nur in Aktien, und zwar langfristig. Er erfreute sich an den steigenden Dividenden und gelegentlichen Kurszuwächsen. Vor allem genoss er aber die Ruhe. Und das war mit der entscheidende Punkt. „Trotz“ eines wachsenden Vermögens hatte er ein schönes Lebens.

Sie wissen ja: „Geld macht nicht glücklich“ - die alte Weisheit kommt ja nicht von ungefähr. Mit Aktien haben Sie zumindest eine ganz gute Chance.

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