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Oldtimer als WertanlageIn Pebble Beach wird Blech zu Gold

Teurere Oldtimer findet man nirgends: Die Monterey Car Week in Pebble Beach startet am Freitag. Was bei der Auktion unter den Hammer kommt, worauf Anleger achten und was Liebhaber wissen müssen.Fabian Hoberg 23.08.2018 - 10:07 Uhr

Kleine Stückzahl hoher Wert: Der Ferrari 250 GTO

Foto: Getty Images

Wenn bei Sotheby´s am Samstag der Hammer fällt, wird wahrscheinlich wieder ein Rekord bei Oldtimerpreisen gebrochen. Das Auktionshaus versteigert während der Monterey Car Week im kalifornischen Pebble Beach ein Exemplar des legendären Sportwagens Ferrari 250 GTO. Experten erwarten einen Erlös von rund 45 Millionen US-Dollar, rund 39 Millionen Euro. Der derzeitige Besitzer bezahlte für den Ferrari im Jahr 2000 rund sieben Millionen US-Dollar. Wahnsinn oder clevere Wertanlage?

Vielleicht beides. Von dem italienischen Rennwagen entstanden ab 1962 nur 36 Fahrzeuge, neu kostete der Rennwagen mit Straßenzulassung seinerzeit rund 72.000 D-Mark. Eine wahnsinnige Wertsteigerung – und eine exzellente Geldanlage.

Ein Trend, auf den Experten schon seit Jahren setzen. Nicht alle Besitzer halten einen Klassiker aus purer Liebe zum Automobil. Historische Fahrzeuge können wertbeständiger als Aktien, Immobilien oder Gold sein. Sie bieten Inflationsschutz, da sie von der allgemeinen Finanzwelt abgekoppelt sind und versprechen wachsende Rendite. Die Nachfrage übersteigt das Angebot, und damit klettern die Preise.

Ferrari 250 GTO

Der vormalige Besitzer bezahlte für den Ferrari im Jahr 2000 rund sieben Millionen US-Dollar, bei der Sotheby's Auktion in Pebble Beach ging der Wagen nun für satte 44 Millionen US-Dollar an einen unbekannten Bieter per Telefon. Zusammen mit den Kosten für das Aufgebot zahlte der Autoliebhaber sogar 48 Millionen US-Dollar. Damit ist der Wagen zwar sehr teuer, aber noch nicht das teuerste Auto der Welt. Von dem italienischen Rennwagen entstanden ab 1962 nur 36 Fahrzeuge, neu kostete das Auto mit Straßenzulassung seinerzeit rund 72.000 D-Mark.

Fotos: Fabian Hoberg

Foto: WirtschaftsWoche

Porsche 911 Turbo

Die Leistung des Wagens ist außergewöhnlich: er kann eine Höchstgeschwindigkeit von knapp über 249 Kilometern pro Stunde erreichen. Sein früherer Besitzer Charlie Scher unterzog den Wagen einer umfassenden mechanischen und kosmetischen Erneuerung. Das kultige Modell mit dem Baujahr 1979 ging nun für 151.200 Dollar weg. 

Foto: WirtschaftsWoche

Ferrari 365 GT

Der Wagen aus dem Jahr 1969 ist gut 35848 Kilometer gefahren und kommt mit seinem ursprünglichen Motor daher. Der restaurierte Wagen wurde in Pebble Beach für 229.600 Dollar an den Höchstbietenden abgegeben.

Foto: WirtschaftsWoche

Porsche 356 A

Das Auto wurde 2016 sorgfältig restauriert und verfügt über eine rote Lederausstattung. Der Wagen aus dem Jahr 1956 ging für 156.800 Dollar weg.

Foto: WirtschaftsWoche

Lagonda V-12

Der Wagen mit dem Baujahr 1939 ist einer der begehrenswertesten "Grand Tourer" seiner Zeit. Er wurde für 307.500 Dollar abgegeben.

Foto: WirtschaftsWoche

Lamborghini LM002A

Der luxuriöse und exotische Offroader ist knapp über zwei Meter groß, über fünf Meter lang und über drei Tonnen schwer. Das Auto verfügt über Vollledersitze, getönte elektrische Fensterheber, Holzakzente, Klimaanlage und ein High-End-Soundsystem.Trotz seiner relativen Seltenheit blieb das Gebot für den Geländewagen aus dem Jahr 1988 mit 300.000 Dollar unter dem gefordertem Preis. Er wurde deshalb nicht verkauft.

Foto: WirtschaftsWoche

Bentley S2 Continental

Der sportlichere Karosseriebau des S2 Continental belebte den Ruf des Autoherstellers und bescherte dem Wagen schnell einen Kultstatus unter Sammlern. Das Auto, Baujahr 1952, wechselte bei der Auktion für 173.600 Dollar seinen Besitzer.

Foto: WirtschaftsWoche

Chrysler New Yorker DeLuxe

Der Motor und das Getriebe wurden überholt. Das glamouröse Modell wurde 1955 von Chrysler gebaut. Nun ging es für 527.500 Dollar an den Meistbietenden.

Foto: WirtschaftsWoche

Porsche 550A

Der 550A basierte auf Porsches erstem speziellem Rennwagen, dem Mittelmotor-RS 550 Spyder. Die kurvenreiche und geschmeidige Karosserie ist aus handgegossener Aluminiumlegierung gefertigt. Das Modell aus dem Jahr 1957 wurde für 4.900.000 Dollar abgegeben.

Foto: WirtschaftsWoche

Ferrari Testarossa

Spitze Winkel definieren die Formensprache, das Design ist verrucht und elegant zu gleich. Der Wagen mit dem Baujahr 1989 ist eines markantesten Ferrarimodelle überhaupt - und war dem Höchstbietenden 128.800 Dollar wert.

Foto: WirtschaftsWoche

VW T1 Samba

Der VW-Bus aus dem Jahr 1966 zählt zu den gefragtesten Mikrobussen der Epoche. Nach einer Restauration ist der Bus gerade einmal 80 Kilometer gefahren. Er ging für 179.000 Dollar an einen neuen Besitzer.

Foto: WirtschaftsWoche

Maserati A6G/2000

Der Wagen diente ursprünglich für kurze Zeit mal als Werksrennwagen. Das Modell aus dem Jahr 1956 ging bei der Auktion für 4.515.000 Dollar weg.

Foto: WirtschaftsWoche

Porsche 911 RS

Der ikonenhafte Wagen mit leistungsstarkem Motor aus dem 1973 wechselte seinen neuen Besitzer - für 1.380.000 Dollar.

Foto: WirtschaftsWoche

Mercedes 300SL

Die späten Serien des 300 SL Roadster sind mit Scheibenbremsen und einem Motorblock aus Aluminium ausgestattet. Insgesamt wurden davon nur 210 Stück gebaut. Der Wagen, Baujahr 1963, wurde für 1.930.000 Dollar versteigert.

Foto: WirtschaftsWoche

BWM Z8 Alpina

Nur 555 Exemplare dieser Alpina-Variante wurden gebaut, jedes mit einer speziell nummerierten Plakette zwischen den Sitzen. Der Wagen aus dem Jahr 2003 ging für 401.000 Dollar an seinen neuen Besitzer.

Foto: WirtschaftsWoche

„Oldtimer als Wertanlage haben auch steuerliche Vorteile und sind deshalb für einige Investoren interessant – für sie müssen im Gegensatz zu Aktien oder Immobilien keine Steuern bei Gewinnen bezahlt werden“, sagt Stefan Bratzel, Professor für Automobilwirtschaft an der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach bei Köln. Die Wertanlage macht vielen Investoren aber auch Spaß. Sie zu besitzen und zu pflegen, aber auch damit zu fahren.

Dieses Jahr werden bei Auktionen rund um den Concours d´Elegance in Pebble Beach gleich mehrere seltene Fahrzeuge versteigert. Neben dem Ferrari 250 GTO auch ein Ford GT 40 Le Mans und Aston Martin DP215. „Es ist sehr selten, dass so viele exklusive Fahrzeuge auf Auktionen an einem einzelnem Ort angeboten werden. Das zeigt, wie zuversichtlich der Markt derzeit ist, sagt Frank Wilke, Oldtimer-Experte und Geschäftsführer von Classic Analytics, ein Unternehmen zur Marktbeobachtung und Bewertungen für Oldtimer. Denn solche Pretiosen werden nur versteigert, wenn sich der Auktionator einen hohen Preis verspricht.

Oldtimer als Wertanlage sind nach Einschätzung von Frank Wilke in den vergangenen zehn bis 15 Jahren beliebter geworden. Auf deutschen Straßen fahren nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) rund 674.000 Autos mit einem Alter von mehr als 30 Jahren auf dem Blech. 422.000 davon mit einem H-Kennzeichen – vor zehn Jahren waren es nur 164.000. Damit gelten sie laut Gesetzgeber als Oldtimer und genießen eine pauschale Kfz-Steuer sowie freie Fahrt in Umweltzonen. Beliebtester Oldie ist der VW Käfer, rund 36.000 besitzen ein H-Kennzeichen, dahinter folgt der Mercedes W123 (Vorgänger der E-Klasse) mit knapp 20.000 Fahrzeugen.

„Ein Oldtimer ist nicht nur eine Wertanlage, sondern mittlerweile auch ein Lifestyle-Produkt. Es zieht nicht nur Schrauber an, sondern auch Liebhaber, die Spaß an der Optik und an der Mechanik haben“, sagt Wilke. Im Gegensatz zu anderen Wertanlagen wie Aktien, Kunst oder Wein können Besitzer mit ihren Oldtimern Spaß haben und sie aktiv benutzen. Auf neun bis zehn Prozent Rendite pro Jahr können Anleger hoffen, vor allem bei Fahrzeugen ab einem Wert von mindestens 100.000 Euro. Dann gleicht die Wertsteigerung auch Nebenkosten wie Kraftfahrzeug-Versicherung, Kfz-Steuer, Garagenmiete, Reparaturen und Wartungsarbeiten aus.

Die Nachfrage nach den meisten klassischen Oldtimern sei in den vergangenen zwei Jahren aber nicht gestiegen. „Der Markt hat sich nach dem großen Wachstum der Jahre davor konsolidiert, jetzt erst zieht er wieder leicht an“, sagt Wilke. Dazu zählen beliebte, aber nicht unbedingt seltene Oldtimer wie der Mercedes SL als 190er und „Pagode“, der 300 SL Flügeltürer und Roadster sowie der Porsche 911.

Eine garantierte Wertsteigerung gibt es allerdings nicht. Der durchschnittliche Wert von Oldtimern ist laut Deutschem Oldtimer Index (Dox) im vergangenen Jahr nur um 1,4 Prozent gestiegen und lag damit unterhalb der Inflationsrate. Der Index wird seit 1999 aus Daten der Preisentwicklung von 88 Fahrzeugtypen aus sieben Herstellernationen berechnet. Seit 2008 stieg er immerhin von 1.690 auf 2.552 Punkte – ein Anstieg von 51 Prozent in zehn Jahren.

Vor allem berühmte und rare Modelle bescheren Käufern hohe Renditen. „Bei sehr seltenen Fahrzeugen steigen die Preise stark, wie beim Ferrari 250 GTO. Davon gibt es in der Welt nur wenige Exemplare und nur alle paar Jahre wird davon ein Exemplar versteigert“, sagt Wilke. Potenzielle Käufer wissen, dass die Chance auf ein Auto nur selten kommt. „Wenn ein Interessent den haben will, muss er mitsteigern“, sagt Wilke. In Pebble Beach steigerten im absoluten Hochpreissegment keine Händler oder Spekulanten mit, sondern Privatpersonen, die sich die Autos leisten können. „Es schmerzt sie nicht, wenn sie sich ein Auto für 40 Millionen Dollar kaufen“, schätzt Wilke.

Seiner Meinung nach investieren aber selbst Oldtimer-Liebhaber keinesfalls nur in die Klassiker. Besitzer haben meist einen Bezug zu alten Autos, merken auch, dass es, je nach Fahrzeug, eine stabile Wertanlage ist. „Die meisten Besitzer streuen ihr Portfolio, investieren auch in Immobilien oder Aktien“, sagt Wilke. Seit ein paar Jahren ändern sich nicht nur die Preise, sondern auch die Käufer: Mittlerweile kaufen sich drei von zehn Kunden teure Klassiker bewusst als Geldanlage.

Beliebt seien Klassiker bekannter Marken, sportlich, offen und mit starken Motoren. Unbekannte Marken hätten es schwerer. „Wer von Anfang an auf den Wiederverkauf schaut, sollte bekannten Modellen mit einer großen Ersatzteilversorgung und einem stabilen Netzwerk den Vorzug geben“, rät Wilke. Geheimtipps gebe es keine mehr – jedes Auto habe mittlerweile einen Liebhaber.

Wer jetzt in die Wertanlage Auto einsteigen will, sollte sich nach einigen Youngtimern umsehen. Bei jüngeren Fahrzeugen mit einem Alter von etwa 20 Jahren stecke noch Potenzial in der Wertsteigerung. Frank Wilke zählt dazu den BMW M3 E36 als Limousine oder den Audi TT quattro Sport. Tipps sind auch der Mercedes E 500, Mercedes 190 E 16 V oder der Mercedes SL der 1990er Jahre (R129). Auch ein BMW Z1 sei eine gute Wahl, wie überhaupt einige BMW-Fahrzeuge der 1970er- und 1980er-Jahre. Grundsätzlich gelte: Sportwagen gehen besser als Limousinen.

Beim Kauf eines Oldtimers als Wertanlage sollten Interessenten zum besseren und vermeintlich teureren Exemplar greifen sowie zum besten Modell mit dem stärksten Motor und der üppigsten Ausstattung einer Modellreihe. Gefragt sind originale, authentische und gut erhaltene Fahrzeuge. Neben dem Zustand seien die Historie und die Dokumentation des Autos entscheidend. Anhand von HU-Berichten, Scheckheft-Einträgen, alten Fahrzeugbriefen und Rechnungen gewinnt ein altes Auto an Wert. „Lieber zu einem gut dokumentierten Auto greifen als zu einem, das technisch perfekter dasteht, dafür aber keine Historie hat“, sagt er.

Die meisten Oldtimer, mögen sie noch so schick sein, sind nach den heutigen Umweltvorschriften Dreckschleudern. Gut möglich, dass in einigen Jahren so mancher Stinker aus dem Verkehr verbannt wird. Für Oldtimer-Freunde wären strengere Abgasvorschriften, die keine Ausnahmen mehr dulden, ein herber Schlag. Doch es gibt Hoffnung, denn eigentlich jedes betagte Schnauferl lässt sich zum sauberen Null-Emissions-Flitzer wandeln. Eines unserer fünf Beispiele: Die Spezialisten der Klassik-Abteilung von Jaguar haben im Sommer 2017 einem E-Type aus dem Jahr 1968 die Segnungen der neuen Zeit spendiert.

Foto: Jaguar Land Rover

Ein 300 PS starker Elektromotor, der von einer Lithium-Ionen-Batterie versorgt wird, sitzt an gleicher Stelle, wo sich einst die Zylinder austoben konnten. Gegenüber dem Original wurden nur das Armaturenbrett mit modernen Instrumenten und die Scheinwerfer (jetzt LED-Technik) verändert. Mit dem unverkäuflichen Einzelstück will Jaguar zeigen, wie Oldtimern ein blitzsauberes Weiterleben ermöglicht werden kann. Dabei wiegt der Umbau deutlich weniger als zuvor und ist mit 5,5 Sekunden auf 100 km/h eine glatte Sekunde schneller. Ebenfalls ein Fortschritt: Die Mitnahme von Ölkanistern erübrigt sich. Denn der Original-Motor des E-Type ist für einen ungezügelten Schmiermittelkonsum berüchtigt. Wenn das saubere E-Aggregat letztlich doch nicht gefällt, kann alles wieder rückgängig gemacht werden. Umbauzeit gut eine Woche.

Foto: Jaguar Land Rover

Batterie statt Boxer lautet das Motto der Firma Electrify. Der Elektroauto-Leasingspezialist hat bei der Murschel Electric Cars den Umbau von 25 Käfer-Cabriolets in Auftrag gegeben. Im Sommer wurde ein erster E-Käfer in Dienst gestellt. Auf den ersten Blick sieht dieser Oben-ohne-VW (Baujahr 1971) wie ein liebevoll restauriertes Original aus. Auffällig anders sind lediglich die wuchtigen Seitenschweller. Sie sollen optisch den zusätzlich eingezogenen Boden kaschieren, der die große Traktionsbatterie beherbergt.

Foto: Presse

Dieser fast 300 Kilogramm schwere Lithium-Phosphat-Akku erlaubt dank 22 Kilowattstunden rund 150 Kilometer Reichweite. Angetrieben wird das Cabriolet von einer 136 PS starken E-Maschine im Heck. Maximal sind damit gut 150 km/h möglich. Rund 100.000 Euro kostet eine derartige Konversion, dabei wird der Retrokäfer zusätzlich mit neuen Scheinwerfern mit LED-Tagfahrlicht, Navi und Leder aufgewertet.

Foto: Presse

Eine besonders spektakuläre Konversion hat die Firma Kreisel vorgenommen. Die österreichischen Spezialisten für Elektroantriebskomponenten haben den Sechzigerjahre-Rennwagen Porsche 910 elektrifiziert. Allerdings kein Original, sondern den Nachbau der Firma Evex. Der im rheinländischen Langenfeld beheimatete Fahrzeugbauer hat bereits in den Siebzigerjahren eine Handvoll 910-Replikas hergestellt, dann allerdings die Produktion beendet. Kreisel stattet nun einige dieser Evex-910-Nachbauten mit E-Antrieb aus und bietet sie für eine Million Euro zum Kauf an. Die Fahrzeuge sollen eine Straßenzulassung bekommen.

Foto: Presse

Neben der exklusiven Optik bietet der Kreisel Evex 910e einen schnellen Antrieb. Lediglich 2,5 Sekunden soll der Sprint des 1,1-Tonners aus dem Stand auf Tempo 100 dauern, mehr als 300 km/h sollen möglich sein. Zum Vergleich: Das nur etwa halb so schwere Original erreichte in seiner stärksten Variante 910/8 Coupé maximal 280 km/h. Verantwortlich für die enormen Fahrwerte ist ein 490 PS und 770 Newtonmeter leistender E-Motor in Kombination mit einem von Kreisel selbst entwickelten automatisierten Zweigang-Getriebe. Der für den Vortrieb nötige Strom kommt aus einer 53-kWh-Lithium-Ionen-Batterie, die eine Reichweite von 350 Kilometer erlaubt.

Foto: Presse

„Zurück in die Zukunft“ – dieser Hollywood-Streifen machte einst den in Nordirland gebauten DeLorean DMC-12 berühmt. Mittlerweile ist der einst futuristische Sportwagen ziemlich alt. Doch die Queens University in Belfast hat einem Exemplar eine neue Zukunft gegeben. Studenten aus verschiedenen Fakultäten (IT, Elektrotechnik und Elektronik) haben dem Flügeltürer nämlich eine 270 PS starke E-Maschine spendiert, die anstelle des V6 direkt ans Originalgetriebe mit fünf Vorwärtsgängen angeflanscht wurde.

Foto: Presse

Da sich das Originalfahrzeug in einem sehr schlechten Zustand befand, wurde der DMC-12 umfangreich restauriert und anschließend mit den Komponenten für den Antrieb ausgestattet. Die aus 84 Einzelzellen bestehende 27-kWh-Batterie verteilt sich unter Front- und Heckklappe. Über Fahrleistungen oder Kosten des Konversions-Exemplars wurde nichts bekannt. Das Projekt diente vor allem dazu, Studenten mit der zukunftsträchtigen Antriebstechnik vertraut zu machen.

Foto: WirtschaftsWoche

Während es sich bei dem DeLorean-Umbau der Queens University um ein Einzelprojekt handelt, bietet die amerikanische Firma Bloodshed Motors an, alte V8-Hubraummonster professionell auf ziemlich wilde E-Antriebe umzurüsten. Aufsehenerregend war die Konversion eines 68er Ford Mustang Fastback, der einen über 1000 PS starken elektrischen Antrieb erhalten hat.

Foto: Presse

Das Resultat haben die E-Antriebsspezialisten Zombie 222 getauft. Das auch in Dragster-Rennen eingesetzte Kraftpaket soll in unter zwei Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 sprinten und bis zu 280 km/h schnell werden. Wer möchte, kann sich eigentlich jeden Oldtimer von Bloodshed Motors umbauen lassen. Um 200.000 Euro kostet eine Elektrifizierung. Die Texaner aus der Nähe von Austin haben bereits einige Mustang der ersten Generation oder auch einen Lincoln Continental auf Null-Emissions-Antrieb umgestellt.

Foto: Presse

Beim Kauf sollte unbedingt ein Fachmann dabei sein. Auch ein Wertgutachten eines Kfz-Sachverständigen hilft bei der Auswahl. Die Noten der Gutachten von Classic Data, Classic Analytics, TÜV oder Dekra reichen von eins bis fünf und geben eine Preiseinschätzung ab. Experten raten dazu, ein möglichst originales Auto in einem guten Zustand mit der Note 3+ oder besser zu kaufen. Denn eine Restauration kann leicht zu einem Fass ohne Boden werden. Dann ist schnell auch die Rendite dahin.

Generell stellen sich aber bei Autos mit einem Marktwert von deutlich unter 100.000 Euro nur selten hohe Wertsteigerungen ein. Dafür können aber Besitzer ein paar Jahre lang kostenlos ein paar tausend Kilometer mit dem Auto fahren, selbst wenn sie Nebenkosten wie Steuer, Versicherung, Wartung und Reparatur einbeziehen. Wo gibt es schon sonst ein kostenloses Hobby?

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