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Trendwende beim Preis Gold ist das bessere Geld

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Die Bedeutung von Gold

Die Länder mit den größten Goldreserven
Platz 10: Indien Quelle: REUTERS
Platz 9: Die Niederlande Quelle: REUTERS
Platz 8: Japan Quelle: REUTERS
Platz 6: Schweiz Quelle: AP
Platz 7: Russland Quelle: dpa-tmn
Platz 5: China Quelle: dapd
Platz 4: Frankreich Quelle: dapd

Die Reiseroute des Goldes bestätigt die Geschichte. Insgesamt schnellte die Nachfrage in China im ersten Halbjahr gar um 54 Prozent auf 22,7 Millionen Unzen nach oben. In Indien, etwa gleichauf mit China der wichtigste Goldabsatzmarkt der Welt, hat zwar die Regierung zur Verbesserung der Leistungsbilanz die Importsteuern auf Gold mehrfach erhöht und zuletzt gar ein Importverbot für Münzen und Medaillen verhängt. Das aber bisher ohne spürbar dämpfenden Einfluss. Wegen der hohen Inflation von rund zehn Prozent bleibt Gold auf dem Subkontinent weiter begehrt. Statt über offizielle Kanäle kommt das Gold jetzt nur vermehrt illegal ins Land.

Gold wurde zuletzt gar knapp für jene, die Gold, ohne es tatsächlich zu besitzen, leer verkauft hatten in der in der Hoffnung auf einen weiter fallenden Goldpreis und sich jetzt eindecken müssen. Für sofort verfügbare Ware mussten sie zwischenzeitlich gar Aufschläge gegenüber dem Preis für Lieferansprüche in ein paar Monaten zahlen. Besonders auffällig ist der Markt für Goldleihegeschäfte. Hier wird physisches Gold geliehen und verliehen. Große Goldbesitzer wie etwa Zentralbanken verleihen zinsloses Gold gegen Dollar. Weil sie Dollar verzinst anlegen können, zahlen sie dem Goldleiher einen Zins, die so genannte Gold Forward Offered Rate (GOFO). Normalerweise liegt dieser Zins über dem US-Leitzins, ist also positiv. Doch seit Anfang Mai ist die GOFO für kurze Laufzeiten negativ. Somit muss der Goldleiher dem Goldverleiher eine Prämie bezahlen.

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Physisches Gold wird offenbar dringend gesucht dem Dollar vorgezogen. Negativ war die GOFO zuletzt Anfang 2001 und im September 2008. 2001 gab diese Goldmarktanomalie den Startschuss für den aktuellen Goldbullenmarkt und 2008 das Signal für die Wiederaufnahme des Aufwärtstrends. Gleiches sollte jetzt wieder passieren. Wer nicht darauf setzen will und in der aktuellen Erholung sein Gold lieber abstoßen will, sollte auch auf die letzte große Hausse schauen. Zwischen 1974 und 1976 halbierte sich der Goldpreis. Anleger, die damals das Handtuch warfen, verpassten danach den besten Teil der Hausse. Denn anschließend kletterte der Goldpreis bis Januar 1980 um 700 Prozent. Auch jetzt könnte Gold also nur Schwung holen für einen Preisanstieg auf neue Rekordhöhen.

Goldanleger sollten zudem nicht vergessen, dass die Bedeutung von Gold ohnehin weniger in seinem Preis liegt, als in seinem Besitz. Das zumindest wird die Zukunft gewiss zeigen.

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