Map-Report: Diese Rentenversicherungen bieten die besten Leistungen
Durchschnittsrenten
Laut den aktuellen Zahlen der Deutschen Rentenversicherung bezogen Männer Ende 2014 eine Durchschnittsrente von 1013 Euro. Frauen müssen inklusive Hinterbliebenenrente mit durchschnittlich 762 Euro pro Monat auskommen.
Quellen: Deutsche Rentenversicherung; dbb, Stand: April 2016
Foto: dpaOst-Berlin mit den höchsten, West-Berlin mit den niedrigsten Renten
Die Höhe der Rente schwankt zwischen den Bundesländern. Männer in Ostberlin können sich mit 1147 Euro Euro über die höchste Durchschnittsrente freuen. In Westberlin liegt sie dagegen mit 980 Euro am niedrigsten.
Aktuell bekommen männliche Rentner:
in Baden-Württemberg durchschnittlich 1107 Euro pro Monat
in Bayern durchschnittlich 1031 Euro pro Monat
in Berlin (West) durchschnittlich 980 Euro pro Monat
in Berlin (Ost) durchschnittlich 1147 Euro pro Monat
in Brandenburg durchschnittlich 1078 Euro pro Monat
in Bremen durchschnittlich 1040 Euro pro Monat
in Hamburg durchschnittlich 1071 Euro pro Monat
in Hessen durchschnittlich 1084 Euro pro Monat
in Mecklenburg-Vorpommern durchschnittlich 1027 Euro pro Monat
in Niedersachsen durchschnittlich 1051 Euro pro Monat
in Nordrhein-Westfalen durchschnittlich 1127 Euro pro Monat
im Saarland durchschnittlich 1115 Euro pro Monat
in Sachsen-Anhalt durchschnittlich 1069 Euro pro Monat
in Sachsen durchschnittlich 1098 Euro pro Monat
in Schleswig-Holstein durchschnittlich 1061 Euro pro Monat
in Thüringen durchschnittlich 1064 Euro pro Monat
Foto: APFrauen mit deutlich weniger Rente
Frauen im Ruhestand bekommen gut ein Drittel weniger als Männer. Auch sie bekommen in Ostberlin mit durchschnittlich 1051 Euro die höchsten Bezüge. Am wenigsten bekommen sie mit 696 Euro in Rheinland-Pfalz.
Laut Deutscher Rentenversicherungen beziehen Frauen inklusive Hinterbliebenenrente:
in Baden-Württemberg durchschnittlich 772 Euro pro Monat
in Bayern durchschnittlich 736 Euro pro Monat
in Berlin (West) durchschnittlich 861 Euro pro Monat
in Berlin (Ost) durchschnittlich 1051 Euro pro Monat
in Brandenburg durchschnittlich 975 Euro pro Monat
in Bremen durchschnittlich 771 Euro pro Monat
in Hamburg durchschnittlich 848 Euro pro Monat
in Hessen durchschnittlich 760 Euro pro Monat
in Mecklenburg-Vorpommern durchschnittlich 950 Euro pro Monat
in Niedersachsen durchschnittlich 727 Euro pro Monat
in Nordrhein-Westfalen durchschnittlich 749 Euro pro Monat
im Saarland durchschnittlich 699 Euro pro Monat
in Sachsen-Anhalt durchschnittlich 964 Euro pro Monat
in Sachsen durchschnittlich 983 Euro pro Monat
in Schleswig-Holstein durchschnittlich 744 Euro pro Monat
in Thüringen durchschnittlich 968 Euro pro Monat
Foto: dpaBeamtenpensionen deutlich höher
Staatsdienern geht es im Alter deutlich besser. Sie erhalten in Deutschland aktuell eine Pension von durchschnittlich 2730 Euro brutto. Im Vergleich zum Jahr 2000 ist das ein Zuwachs von knapp 27 Prozent.
Zwischen den Bundesländern schwankt die Pensionshöhe allerdings. Während 2015 ein hessischer Staatsdiener im Ruhestand im Durchschnitt 3150 Euro ausgezahlt bekam, waren es in Sachsen-Anhalt lediglich 1940 Euro.
Im Vergleich zu Bundesbeamten geht es den Landesdienern dennoch gut. Im Durchschnitt kommen sie aktuell auf eine Pension von 2970 Euro. Im Bund sind es nur 2340 Euro.
Foto: dpaRentenerhöhung
Im Vergleich zu den Pensionen stiegen die normalen Renten zwischen 2000 und 2014 deutlich geringer an. Sie wuchsen lediglich um 15,3 Prozent.
Foto: dpaReserven der Rentenkasse
Dabei verfügt die deutsche Rentenversicherung über ein sattes Finanzpolster. Nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung betrug die sogenannte Nachhaltigkeitsrücklage Ende 2014 genau 35 Milliarden Euro. Das sind rund drei Milliarden Euro mehr als ein Jahr zuvor. Rechnerisch reicht das Finanzpolster aus, um fast zwei Monatsausgaben zu bezahlen.
Nachfolgend ein Überblick, mit welcher Rente die Deutschen im aktuell im Durchschnitt rechnen können:
Foto: dpaAbweichungen vom Standardrentner
Wer 45 Jahre in den alten Bundesländern gearbeitet hat und dabei den Durchschnittslohn verdiente, bekommt pro Monat 1314 Euro ausgezahlt.
Bei 40 Arbeitsjahren verringert sich die monatliche Auszahlung auf 1168 Euro. Wer nur 35 Jahre im Job war, bekommt 1022 Euro.
Foto: FotoliaDurchschnittsrente Ost nach Arbeitsjahren
In den neuen Bundesländern liegt die Rente nach 45 Arbeitsjahren und durchschnittlichem Lohn bei 1217 Euro.
Für 40 Jahre in Arbeit gibt es aktuell 1082 Euro. Bei 35 Jahren sind es in den neuen Bundesländern 947 Euro.
Foto: FotoliaHalbtags arbeiten erhöht das Armutsrisiko
Je nach Verdienst, kann die Rente aber stark schwanken. Wer etwa im Berufsleben auf die Hälfte vom Durchschnittsverdienst kam, dessen Rentenansprüche halbieren sich auch. In den alten Bundesländern wären das aktuell nach 45 Berufsjahren 657 Euro. In den neuen Bundesländern bei gleicher Arbeitszeit 609 Euro.
Foto: dpaMaximale Rentenhöhe für Gutverdiener
Umgekehrt verdoppelt sich die Rente, wenn der Lohn während des Arbeitslebens über der Bemessungsgrenze lag. In den alten Bundesländern könnte ein Vielverdiener so auf 2628 Euro kommen. In den neuen Bundesländern sind theoretisch bis zu 2434 Euro drin.
Foto: dapdIm vergangenen Jahr waren es noch 32, diesmal konnten die Versicherungsanalysten des Map-Report nur noch 24 Gesellschaften gewinnen. Im elften Jahr des renommierten Vergleichstests waren zwei Dutzend Gesellschaften bereit, die Daten ihrer Rentenversicherungspolicen für die vergangenen fünf Jahre zu offenbaren. „Es scheint sich außer uns kaum noch jemand für das Produkt der klassischen Rente zu interessieren. Nicht einmal die Branche selbst“, schreiben die Autoren eingangs ihrer rund 80-seitigen Studie.
Dass sich insbesondere kleinere und weniger leistungsstarke Versicherer aus dem Testfeld zunehmend zurückziehen, liegt an den Problemen, vor denen die gesamte Branche steht: Es wird immer schwieriger, ausreichende Renditen mit Geld der Vorsorgesparer zu erwirtschaften. Dementsprechend sinken die Überschüsse, die die Versicherungen zum Vertragsende ausschütten. Garantierte Renditen sind zudem nicht nur schwer finanzierbar, sondern bei Neuverträgen auch immer seltener anzutreffen. Und an den Renditen zeigt sich, wie gut die Versicherer das Geld ihrer Mitglieder investieren und die Kosten für Vertrieb und Verwaltung im Zaum halten.
Der Map-Report hat deshalb die ausgezahlten Kapitalabfindungen von 24 Versicherungsgesellschaften für Vertragslaufzeiten von zwölf, 20 und 30 Jahren sowie für Sofortrenten gegen Einmaleinzahlung miteinander verglichen. Das Durchschnittsergebnis: Die Kapitalabfindungen sinken weiter. Dadurch dauert es in der Rentenphase auch immer länger, bis die Versicherten mehr aus ihren Verträgen herausbekommen, als sie eingezahlt haben.
Sofortrente erst ab Alter von 80 Jahren rentabel
Die einmalige Einzahlung einer größeren Summe in einen Rentenversicherungsvertrag zum sofortigen Erhalt einer monatlichen Rente war in den vergangenen Jahren beliebt. Versicherer mögen diese Produkte, weil sie sofort über viel Kapital der Sparer verfügen können. Die Kunden hingegen schließen gern Sofortrenten ab, wenn gerade Geld übrig ist, zum Beispiel aus einer Erbschaft oder einem Immobilienverkauf. Vor allem für Menschen, die bislang keine oder nur eine geringe private Altersvorsorge betrieben haben, ist die Sofortrente eine verlockende Möglichkeit, auf die Schnelle ihre Rentenbezüge zu steigern, ohne sich darum sorgen zu müssen, ob das Geld auch bis zum Lebensende reicht. Schließlich zahlen Rentenversicherungen monatlich einen Rentenbetrag bis zum Tod aus. Die Versicherer legen dafür die Einmaleinzahlung der Sparer möglichst rentabel an.
Dementsprechend kann sich die Sofortrente auszahlen, wenn dem Versicherten ein langes Leben beschieden ist. Tatsächlich zögern die sinkenden Kapitalabfindungen aber den Zeitpunkt hinaus, ab dem die ausgezahlten Rentenbeträge die eingezahlte Summe übersteigen.
Schlecht informiert
Die Deutschen kaufen Autos, Computer, Küchengeräte und gehen auf Reisen. Vor dem Kauf werden oft zahlreiche Testberichte gelesen. Geht es allerdings um Versicherungen und die eigene Vorsorge, sieht dies anders aus. Dabei sind ausreichende Informationen wichtig, um teure Fehlabschlüsse zu vermeiden.
Quelle: Institut GenerationenBeratung IGB
Foto: FotoliaLückenhafte Vorsorge
Oft werden einzelne, wichtige Teile der Altersvorsorge vergessen. Dazu gehören:
1) individuelle Vorsorgevollmacht
2) Patientenverfügung
3) Klärung der Finanzen im Pflegefall
4) Testament
Foto: FotoliaDie falschen Berater
„Freunde, Familie und Bekannte in alle Vorsorgefragen einzubeziehen, ist wichtig und stärkt die Bindung zueinander. Doch sich allein auf ihren Rat zu verlassen, wäre fatal“, sagt Margit Winkler vom Institut GenerationenBeratung. Denn nur ausgebildete Finanzberater könnten auch in Haftung genommen werden. Sie sind verpflichtet, alle besprochenen Versicherungen und Vorsorgeprodukte zu dokumentieren.
Foto: FotoliaVorsorge ist nicht gleich Vorsorge
Jeder sollte seine Altersvorsorge an seine eigenen Bedürfnisse anpassen, pauschale Tipps von Beratern oder Freunden taugen in der Regel wenig. Je nach Familiensituation können andere Versicherung und Vorsorgeleistungen wichtig sein. „Vor allem in Patchwork-Situationen oder bei angeheirateten Ehepartnern gelten andere Spielregeln in der Vorsorge", sagt Winkler.
Foto: FotoliaSchwarze Schafe
Deshalb ist bei der Auswahl des Beraters Vorsicht geboten, in der Branche sind schwarze Schafe unterwegs. Geht ein Berater nicht auf die persönliche Situation ein oder preist ein bestimmtes Produkt besonders an, sollten die Kunden hellhörig werden.
Foto: WirtschaftsWoche, FotoliaInformiert ins Gespräch
Wer Fehlern im Zuge von Falschberatung entgehen will, der muss sich vorher selber informieren. Je besser der Kunde im Beratungsgespräch selber informiert ist, desto eher kann er schlechte Berater enttarnen.
Foto: FotoliaVorsorge-Flickenteppich
Beraterin Winkler warnt davor, zu viele Verträge bei vielen verschiedenen Beratern abzuschließen. Am Ende drohten Versicherte, den Überblick zu verlieren, besser sei eine ganzheitliche Lösung, die auf die individuelle Situation abgestimmt ist.
Foto: FotoliaSinnlose versus sinnvolle Versicherungen
Einige Versicherungen, wie die private Haftpflichtversicherung, sind essentiell. Auch die Berufsunfähigkeitsversicherung ist wichtig und sollte vorhanden sein. „Wer seinen Kindern später nicht auf der Tasche liegen möchte, sollte auch den Pflegefall unbedingt absichern“, rät Winkler. Gleichzeitig gibt es aber auch zahlreiche überflüssige Policen, die nicht für jeden und in jedem Alter notwendig sind.
Foto: Fotolia
Hochriskante Anlagen
Wer im Alter gut versorgt sein will, der sollte nicht auf hochriskante Anlagen setzen. Anteile an geschlossenen Fonds oder Genussscheine bringen nicht unbedingt eine sichere Rente.
Foto: FotoliaAlles auf eine Karte setzen
Winkler warnt davor, nur auf eine Anlageart zu setzen. Neben der gesetzlichen und betrieblichen Altersvorsorge ist auch private Vorsorge wichtig, etwa durch ein gut gestreutes Portfolio, welches beispielsweise offene Fonds oder Immobilienwerte enthalten könne.
Foto: Fotolia
Für den Vergleich haben die Map-Analysten verschiedene Musterfälle und Szenarien unterstellt. So wurden die Policen für einen Vertragsabschluss in den Jahren 1997, 2002 und 2007 verglichen. Je niedriger die ausgezahlten Renten sind, umso länger dauert es, bis die Versicherten im Plus sind. Im Vergleich ist dieser Zeitpunkt frühestens nach zwölf Jahren und drei Monaten erreicht. Wer also mit 65 Jahren einen solchen Vertrag abgeschlossen hat, muss mindestens 77 Jahre alt werden, damit sich die Rentenversicherung für ihn gerechnet hat.
Bei einer Sofortrente müssen sich Kunden für eine von drei unterschiedlichen Auszahlungsvarianten entscheiden. Bei der dynamischen Rente ist die monatliche Rentenzahlung anfangs noch relativ gering, steigt mit den Jahren aber deutlich. Die teildynamische Rente beginnt hingegen auf einem höheren Niveau, die Rentenerhöhungen fallen dafür geringer aus. In der konstanten Variante bleiben die Rentenzahlungen während der Bezugsphase konstant und steigen lediglich, wenn der Versicherer seine Überschussverzinsung erhöht.
Wer also Anfang 1997 eine dynamische Sofortrente abschloss und 50.000 Euro in den Vertrag einzahlte, bekommt den Berechnungen zufolge heute, also 20 Jahre später, durchschnittlich 357 Euro pro Monat ausgezahlt. In den 20 Jahren hat er bereits 81.500 Euro erhalten. Mehr als diesen Durchschnittwert erreichten mit der verbreiteten dynamischen Variante nur drei Gesellschaften: Ergo, Württembergische und Debeka.
Bei der teildynamischen Variante sind es hingegen nach 20 Jahren nur 319 Euro monatlich, insgesamt 79.500 Euro. Die konstante Sofortrente erreicht nach gleicher Laufzeit sogar nur 292 Euro pro Monat und 78.121 Euro insgesamt. Am schnellsten wird der Saldo zwischen Ein- und Auszahlungen bei einer konstanten Variante positiv, im Testfeld nach zwölf Jahren und zwei Monaten. Die dynamische Rentenauszahlung braucht mit zwölf Jahren und neun Monaten etwas länger, die teildynamische Variante liegt dazwischen mit zwölf Jahren und fünf Monaten.
Wer seinen Vertrag aber erst nach 1997 abgeschlossen hat, braucht schon bedeutend mehr Zeit bis zum „Break even“: mindestens 14 Jahre und fünf Monate müssen vergehen, bis die Sofortrente rentabel wird, wenn der Vertrag erst 2002 abgeschlossen wurde. Bei Vertragsunterschrift 2007 liegt noch keiner der Verträge im Plus und insgesamt dürfte es nochmals länger dauern, bis es soweit ist. Schließlich sind die Probleme der Versicherungsgesellschaften, ausreichende Renditen zu erwirtschaften, seitdem deutlich größer geworden.
Vergleicht man die Sofortrenten aus unterschiedlichen Zeiten des Vertragsbeginns, zeigt sich, dass die Rentenzahlungen in den ersten zehn Jahren deutlich gesunken sind. Waren es 2007 nach zehn Vertragsjahren von 39.105 Euro, die Rentner bis dahin eingeheimst haben, wären es heute nach Vertragsabschluss in 2007 fast 9000 Euro weniger, die der Versicherte herausbekommen hat, durchschnittlich 28.123 Euro.
Aufgeschobene Renten mit zwölf, 20 und 30 Jahren Laufzeit
Aber auch, wer während des Arbeitslebens in ein Rentenversicherung einzahlt und erst nach vielen Jahren die Privatrente abruft, steht nicht unbedingt besser da. Die Kapitalabfindungen bei den sogenannten aufgeschobenen Rentenversicherungen sinken nämlich dramatisch. Im Szenario des Map-Report sind zum Beispiel heute bei Auszahlungen eines 20 Jahre lang mit monatlich 100 Euro angesparten Vertrages im Marktschnitt rund 8000 Euro weniger auf dem Rentenkonto als noch vor zehn Jahren.
„Wovor haben Sie Angst, wenn Sie an das Älterwerden denken und was hoffen Sie, wenn Sie an das Älterwerden denken?“ Diese Fragen stellten Forscher des Sinus-Instituts für psychologische und sozialwissenschaftliche Forschung und Beratung im Auftrag des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft insgesamt 1000 Deutschen zwischen 40 und 55 Jahren – also den Rentnern von morgen. Heraus kam die Studie „Ruhestand 2040“, die Auskunft darüber gibt, wie die Rentner der Zukunft auf das Alter blicken.
Foto: dpaAngst vorm Älterwerden
...betrifft 44 Prozent der Befragten. Die Rentner von morgen blicken jedoch mehrheitlich (56 Prozent) eher gelassen in die Zukunft.
Foto: dpaGesundheitliche Ängste
Zu den konkreten Ängsten gehört vor allem die Angst, krank zu werden. So machen sich über 90 Prozent der 40- bis 55-Jährigen Sorgen, im Alter gesundheitlich abzubauen. Vor körperlichen Einschränkungen fürchtet sich jeder Zweite, ebenso wie vor dem Verlust der geistigen Kraft.
Foto: dpaSoziale Ängste
Drei von vier Befragten haben Angst davor, dass sie im Alter allein und einsam zurückbleiben. Etwa 40 Prozent sorgen sich zudem, dass sie im Alter verstärkt von anderen abhängig sind und anderen zur Last fallen könnten.
Foto: dpaFinanzielle Ängste
37 Prozent der 40- bis 55-Jährigen haben große Angst vor Altersarmut. Jeder Dritte fürchtet, dass der gewohnte Lebensstandard nicht gehalten werden kann oder ein sozialer Abstieg droht.
Foto: dpaGesundheitliche Hoffnungen
Die größte Hoffnung der Rentner von 2040 ist es, bei guter Gesundheit zu bleiben. 62 Prozent wünschen sich vor allem, fit genug zu sein, um Reisen zu können.
Foto: dpaSoziale Hoffnungen
Viel Zeit mit den liebsten Menschen zu verbringen ist ebenfalls eine viel genannte Hoffnung der 40- bis 55-Jährigen fürs Rentenalter. Ganz vorne liegt Zeit mit dem Partner zu verbringen, dicht gefolgt von Zeit mit der Familie und Zeit für Freunde und Bekannte.
Foto: dpaFinanzielle Hoffnung
Passend zur Angst vor Altersarmut hofft jede(r) zweite Befragte, dass er/sie im Alter finanziell so gut abgesichert sein wird, um nicht mehr arbeiten zu müssen. Nur jedem Vierten ist wichtig, ein Vermögen angespart zu haben oder Geschenke machen zu können.
Foto: dpa
Anhand der garantierten Auszahlungen lässt sich auch die garantierte Rendite dieser Verträge berechnen. Bei Verträgen mit zwölf Jahren Laufzeit liegt sie bei Auszahlung 2017 im Durchschnitt bei 2,73 Prozent pro Jahr. Für Beiträge in Höhe von 14.400 Euro (100 Euro monatlich) gab es bei Auszahlung durchschnittlich 17.424 Euro. 20 Jahre laufende Verträge bringen bei Auszahlung heute eine Rendite von 3,81 Prozent. Für die eingezahlten 24.000 Euro bekamen Sparer am Ende 36.390 Euro. Wie bei Renten- und Lebensversicherungen üblich, bieten Verträge mit 30 Jahren Laufzeit die höchsten Renditen. Aktuell erreichen die Verträge bei Auszahlung eine Rendite von 4,57 Prozent. Für 36.000 Euro an Beiträgen gab es am Schluss 77.413 Euro. Die beste Gesellschaft Neue Leben erreicht sogar 82.025 Euro und eine Rendite von 4,89 Prozent.
Allerdings erzielt keine Versicherung eine Rendite von fünf Prozent oder mehr bei den 30-Jahres-Verträgen. Dabei war so eine Renditehöhe vor zehn Jahren sogar für Policen mit 20 Jahren Laufzeit gang und gäbe. 2007 lag die Durchschnittsrendite noch bei 5,52 Prozent.
Die Durchschnittswerte zeigen klar, dass die Renditen seit Jahren unter Druck stehen und wohl auch künftig weiter sinken werden. Da der Map-Report vor allem Vergangenheitsdaten von den Versicherern abfragt und die Renditen ausgezahlter Verträge untersucht, sind es die bereits abgeschlossenen Sparverträge mit niedrigeren Garantien, die in den kommenden Jahren ausgezahlt werden.
Allerdings zeigen die Rankings auch große Unterschiede zwischen den Anbietern. Diese sind umso größer, je kürzer die Vertragslaufzeit ausfällt. So liegen bei den Zwölf-Jahres-Verträgen zwischen der erstplatzierten Europa und dem Schlusslicht Iduna bei Auszahlung rund 2400 Euro und eine Renditedifferenz von 2,76 Prozentpunkten. Bei 30-jähriger Laufzeit zahlt Testsieger Neue Leben fast 7700 Euro mehr als die letztplatzierte Hannoversche, der Renditeunterschied beträgt aber nur 0,55 Prozentpunkte.
Bei der insgesamt erreichten Rendite ist allerdings die schon bei Vertragsabschluss garantierte Rendite entscheidend. Sie macht die Altersvorsorge vor dem Vertragsabschluss besser planbar. Bei den zwölfjährigen Verträgen ist Cosmos Spitzenreiter mit einer Beitragsrendite von 2,27 Prozent und garantiert ausgezahlten 16.708 Euro. Im Durchschnitt liegt die garantierte Rendite nur bei 1,28 Prozent bei einer Auszahlung von 15.658 Euro. Bei 30-jähriger Vertragsdauer erreicht die Garantierendite durchschnittlich 2,92 Prozent. Testsieger Provinzial Nordwest kommt hier auf immerhin 3,34 Prozent zugesicherte Rendite. Statt der durchschnittlich 58.000 Euro bekommt der Sparer dort 62.386 Euro ohne wenn und aber ausgezahlt.
Ärgerlicher noch als die rückläufigen Renditen und Garantien sind allerdings die Rückkaufwerte der Policen, die bei Kündigung vor dem regulären Laufzeitende an die Kunden ausgezahlt werden. Zwar ist lange bekannt, dass Renten- und Lebensversicherungen üblicherweise mit hohen Vertriebsprovisionen und Abschlusskosten belegt sind, die aus den Beitragszahlungen der Anfangsjahre bestritten werden. Sie machen eine Vertragskündigung insbesondere in den ersten Jahren zu einem bitteren Minusgeschäft. Aber fast schon unbegreiflich sind die enormen Unterschiede der Rückkaufwerte zwischen den Gesellschaften.
So hat Map-Report ermittelt, dass bei Verträgen aus dem Jahr 2005, die nun zur Auszahlung kommen, die Vorsorgesparer im Durchschnitt zehn Jahre Beiträge zahlen mussten, bevor der garantierte Rückkaufwert die Einzahlungen aufwiegt. Lediglich bei Cosmos, Hannoversche, Öffentliche Braunschweig und WGV überstieg der Rückkaufwert schon nach fünf Jahren die geleisteten Beiträge. Bei 20-jähriger Vertragslaufzeit erreichen Iduna und LVM noch nicht einmal nach zehn Beitragsjahren mit dem garantierten Rückkaufwert die bereits gezahlte Beitragssumme. Und sogar nach fünfzehn Jahren haben Kunden bei LVM, Stuttgarter und Volkswohl bei Kündigung noch immer weniger an Auszahlung zu erwarten, als sie eingezahlt haben.
Angesichts der zunehmend wechselhaften Erwerbsleben dürfte eine Rentenversicherung im Hinblick auf Flexibilität und Rentabilität damit nicht nur unattraktiv, sondern untragbar sein. Es gilt also, was bei Lebensversicherungen schon immer galt: Damit sich das sparen lohnt, sollten die Verträge möglichst bis zum Laufzeitende durchgehalten werden. Wer sich dessen nicht sicher ist, kann sein Geld besser auf einem Tagesgeldkonto parken. Da bringt es auch keine Rendite, ist aber jederzeit voll verfügbar.