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Risiken absichern Die besten Policen für Familien

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Vorsicht vor Billiganbietern

„Wer bei den Prämien top ist, sträubt sich, wenn es ums Zahlen geht, oft umso heftiger“, sagt Jörg Büchner, Berliner Fachanwalt für Versicherungsrecht. Knackpunkt jeder BU-Police seien die Gesundheitsfragen, die Versicherte beantworten müssen, bevor sie eine Police abschließen. „Meist vergessen Versicherte frühere Beschwerden, oder die Vermittler, die ihre Provision bekommen wollen, drängen darauf, leichte Vorerkrankungen zu unterschlagen“, sagt Büchner. Wenn Kunden dann berufsunfähig würden, weigere sich der Versicherer zu zahlen, weil sie etwas aus ihrer Krankenakte verschwiegen haben.

Selbst wenn alle Angaben des Versicherten stimmen, fließt noch lange kein Geld. Zahlungsunwillige Versicherungen schicken Gutachter vor, die bezweifeln, dass der Betroffene seinen Job nicht mehr ausüben kann. Oft endet der Streit vor Gericht. Ein Großteil der Prozesse, so Büchner, gehe auf das Konto einiger schwarzer Schafe in der Versicherungsbranche.

Für beide Eltern: Empfehlenswerte Risikolebensversicherungen¹

Versicherte: Mann und Frau, beide 40 Jahre alt, Nichtraucher; normales Körpergewicht, beide 100 Prozent Bürotätigkeit; Konditionen: Vertragslaufzeit 20 Jahre, Todesfallschutz: 250.000 Euro

Anbieter

Tarif

Maximale Prämie (pro Monat, in Euro)²

Netto-Prämie (pro Monat, in Euro)²

AsstelAMN9PZ Familie7646
Hannoversche LebenT1P13353
DLVAGL0P (DL)7855
Zurich LifeRisikoLeben basic5858
Delta DirektRL2 Familie12259
WGVR2/R412367
InterRiskTR415868
AllianzRisikoLebensversicherung L0P8670
DialogRISK-vario konstant18474
Volkswohl BundNLTV12374
¹wenn ein Partner stirbt, bekommt jeweils der andere die Versicherungssumme; ²maximale Prämie ohne Abzug von Überschüssen, die die Versicherung jährlich für das folgende Jahr festlegt; die Überschüsse werden dem Versicherten sofort gutgeschrieben, tatsächlich zahlt er nur die Netto-Prämie; Quelle: Morgen & Morgen; Stand: Oktober 2011

Einige schwarze Schafe

Ungern legen die Versicherer Zahlen zu Prozessquoten oder zum Anteil der Fälle offen, in denen sie eine Berufsunfähigkeit nicht anerkannt haben. Laut Branchendienst map-Report ist die Spanne zwischen den Anbietern enorm. Beim Marktführer Allianz führen nur 1,8 Prozent der Schadensfälle zu einem Prozess, bei der Barmenia sind es immerhin 12,4 Prozent.

Morgen & Morgen hat für die WirtschaftsWoche nur solche Policen ausgesucht, die in ihrem Rating die Höchstnote fünf Sterne bekommen haben. Die Ratingagentur bewertet unter anderem, wie kundenfreundlich der Versicherer Schäden reguliert. Das lässt sich an der Leistungsquote ablesen, dem Verhältnis von gemeldeten Schäden zu der Zahl der Fälle, in denen die Versicherung tatsächlich zahlt.

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