Spareinstieg mit 20, 30, 40, 50 und 60 Jahren: Zusatzrente - So viel müssen Sie jeden Monat sparen
Wer auf eine Zusatzrente setzt, um seine Altersvorsorge aufzubessern, muss je nach Startzeitpunkt mehr oder weniger monatlich sparen. Dabei gilt: Wer früher mit dem Sparen anfängt, hat als Rentner mehr zum Leben.
Die folgenden Beispielrechnungen zeigen, in welchem Alter Sparer was für eine Summe zurücklegen müssen, um auf einen bestimmten Rentenbetrag zu kommen.
Zur Erklärung: „Spareinstieg mit 40 Jahren, 300 Euro = 123,43 Euro“ heißt: Wer ab dem 67. Lebensjahr eine monatliche private Zusatzrente von 300 Euro erhalten möchte, muss als 40-Jähriger 123,43 Euro monatlich sparen.
Quelle: Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft, März 2011
Foto: FotoliaSpareinstieg mit 20 Jahren
monatliche Zusatzrente von 100 Euro = 15,34 Euro monatlich sparen
300 Euro = 43,98 Euro monatlich
500 Euro = 72,63 Euro monatlich
700 Euro = 101,27 Euro monatlich
1.000 Euro = 144,23 Euro monatlich
Foto: gmsSpareinstieg mit 30 Jahren
monatliche Zusatzrente von 100 Euro = 24,47 Euro monatlich sparen
300 Euro = 71,35 Euro monatlich
500 Euro = 118,24 Euro monatlich
700 Euro = 165,12 Euro monatlich
1.000 Euro = 235,45 Euro monatlich
Foto: FotoliaSpareinstieg mit 40 Jahren
monatliche Zusatzrente von 100 Euro = 41,93 Euro monatlich sparen
300 Euro = 123,74 Euro monatlich
500 Euro = 205,55 Euro monatlich
700 Euro = 287,32 Euro monatlich
1.000 Euro = 410,09 Euro monatlich
Foto: FotoliaSpareinstieg mit 50 Jahren
für eine Zusatzrente von 100 Euro = 82,28 Euro monatlich sparen
300 Euro = 244,79 Euro monatlich
500 Euro = 407,31 Euro monatlich
700 Euro = 569,82 Euro monatlich
1.000 Euro = 813,59 Euro monatlich
Foto: Fotolia
Laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GdV) lautet die erste Grundregel: Je früher Sie mit dem Sparen beginnen, desto stärker wirken Zins- und Zinseseffekt. Nach fünf Jahren erzielen Sparer beispielsweise mit drei Prozent Zinsen eine Gesamtverzinsung von 15,9 Prozent.
Wer auf eine Zusatzrente setzt, um seine Altersvorsorge aufzubessern, muss je nach Startzeitpunkt mehr oder weniger monatlich sparen. Dabei gilt: Wer früher mit dem Sparen anfängt, hat als Rentner mehr zum Leben.
Die folgenden Beispielrechnungen zeigen, in welchem Alter Sparer was für eine Summe zurücklegen müssen, um auf einen bestimmten Rentenbetrag zu kommen.
Zur Erklärung: „Spareinstieg mit 30 Jahren, 300 Euro = 77,16 Euro monatlich sparen“ heißt: Wer als Frau eine monatliche private Zusatzrente von 300 Euro haben möchte, muss als Dreißigjährige 77,16 monatlich sparen.
Quelle: Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft, März 2011
Foto: FotoliaSpareinstieg mit 20 Jahren
Zusatzrente von 100 Euro = 16,44 Euro monatlich sparen
300 Euro = 47,28 Euro monatlich
500 Euro = 78,13 Euro monatlich
700 Euro = 108,97 Euro monatlich
1.000 Euro = 155,23 Euro monatlich
Foto: dpaSpareinstieg mit 30 Jahren
Zusatzrente von 100 Euro = 26,40 Euro monatlich sparen
300 Euro = 77,16 Euro monatlich
500 Euro = 127,91 Euro monatlich
700 Euro = 178,67 Euro monatlich
1.000 Euro = 254,80 Euro monatlich
Foto: FotoliaSpareinstieg mit 40 Jahren
Zusatzrente von 100 Euro = 45,53 Euro monatlich sparen
300 Euro = 134,54 Euro monatlich
500 Euro = 223,55 Euro monatlich
700 Euro = 312,56 Euro monatlich
1.000 Euro = 446,08 Euro monatlich
Foto: FotoliaSpareinstieg mit 50 Jahren
Zusatzrente von 100 Euro = 89,84 Euro monatlich sparen
300 Euro = 267,48 Euro monatlich
500 Euro = 445,12 Euro monatlich
700 Euro = 622,75 Euro monatlich
1.000 Euro = 889,27 Euro monatlich
Foto: Fotolia
Bei einer 25 oder 30 Jahre lang laufenden Anlage sind es schon 33 Prozentpunkte Unterschied. Doch was nach Unmengen an Gewinn klingt, muss nicht zwingend auch Wirklichkeit werden. Denn je länger der Sparzeitraum, desto unabsehbarer die Risiken.
Ein häufig gemachter Fehler bei der Planung der privaten Vorsorge-Investitionen ist auch die Lebenserwartung. Diese wird in vielen Statistiken in Deutschland für einen Mann mit 75 Jahren angegeben. Tatsächlich erreicht ein heute 70-jähriger Mann aber ein Lebensalter von 83 Jahren. Wer sich dann bei der Planung so verschätzt, muss unter Umständen acht Jahre ohne zusätzliches Einkommen bestreiten.
Doch wann ist der richtige Startzeitpunkt für die private Vorsorge? Eine Allensbach-Umfrage zeigt, dass die meisten Deutschen trotz vielfacher Warnungen im Schnitt zu spät mit dem Sparen beginnen. Nur 15 Prozent der Bürger planen im laufenden Jahr mehr Geld für die Vorsorge auszugeben. Besonders jüngeren und einkommensschwachen Personen fällt es laut Erhebung oft schwer, überhaupt etwas zurückzulegen.
Der Vorsitzende des GDV-Ausschusses Lebensversicherung, Maximilian Zimmerer, erklärt, dass den Menschen die Bedeutung zusätzlicher Altersvorsorge durchaus bewusst ist. „Es ist wichtig, vor allem junge Menschen rechtzeitig zum Sparen zu motivieren.“ Zimmerer ist sogar dafür, wie in Schweden eine Informationsplattform einzuführen, auf der jeder Bürger immer eine Übersicht über seine aktuellen Versorgungsansprüche erhält.
Irrtum 1: Riestern bringt hohe Steuervorteile
Dichtung:
"Die Riester Rente lohnt sich vielfach, vor allem für Familien mit Kindern", schreibt die Hannoversche Versicherung. Der Staat zahle Grundzulage und Kinderzulage. "Außerdem können Sie die Beiträge von der Steuer absetzen. Diese Vorteile machen die Riester Rente zu einem der rentabelsten Wege, für den Ruhestand vorzusorgen." Nicht übel - wer zahlt schon gerne Steuern. Doch da gibt es ein Problem...
Foto: dpaIrrtum 1: Riestern bringt hohe Steuervorteile
Wahrheit:
Richtig ist: Riester-Sparer dürfen ihre Beiträge aus dem unversteuerten Brutto-Einkommen zahlen. Jedes Jahr erstattet das Finanzamt ihnen den Steuervorteil für die gezahlten Riester-Beiträge. Ein Steuerspar-Trick ist das trotzdem nicht: Im Gegenzug wird im Ruhestand die ausgezahlte Riester-Rente voll mit dem persönlichen Steuersatz versteuert. Die Steuer ist also nur gestundet. Bislang ergibt sich meist dadurch ein Vorteil, dass die Steuersätze der Rentner unter den Steuersätzen der Erwerbstätigen liegen. Da der Fiskus künftig im Alter stärker zugreifen will, wird dieser steuerliche Vorteil jedoch sinken. Sparer sollten darauf nicht bauen. Im Vergleich zu anderen abgeltungsteuerpflichtigen Anlagen bietet Riester aber tatsächlich einen Vorteil: Sparer müssen in der Ansparphase keine Abgeltungsteuer auf die Erträge zahlen.
Foto: dpaIrrtum 2: Mit Riester können Sparer kein Geld verlieren
Dichtung:
"Selbst wenn die Geldanlage im schlimmsten Fall keine Wertentwicklung verzeichnet, machen Sparer noch Gewinne", schreibt zum Beispiel die Stiftung Warentest 2008 in einem Artikel zur Riester-Rente. Auf der Internetseite der Genossenschaftsbank Unterallgäu heißt es zum angebotenen Riester-Fondssparplan: "So können wir Ihnen garantieren, dass von Ihren eingezahlten Beiträgen kein Cent verloren geht." Tatsächlich müssen alle Riester Riester-Anbieter garantieren, dass zu Rentenbeginn wenigstens die Summe aus eingezahlten Beiträgen und staatlichen Zulagen auf dem Sparkonto liegt. Es scheint daher logisch, dass Riester-Sparer kein Geld verlieren können – warum es trotzdem nur Dichtung ist?
Foto: dpaIrrtum 2: Mit Riester können Sparer kein Geld verlieren
Wahrheit:
Das Riester-Guthaben zu Beginn der Rentenzahlung ist aus Sicht der Sparer eine fiktive Summe: Sie können auf dieses Guthaben nicht komplett zugreifen. Lassen sie sich ihr Guthaben auf einen Schlag auszahlen, müssen sie alle erhaltenen Vorteile zurückzahlen, sowohl Zulagen als auch Steuervorteile. Allenfalls 30 Prozent der Summe sind frei verfügbar, ohne dass sie die staatliche Förderung erstatten müssen. Im Regelfall erhalten Sparer aus dem Guthaben aber eine lebenslange Rente. Wie viel Geld der Riester-Sparer insgesamt bekommt, hängt daher vor allem von seiner Lebensdauer ab: Wer vor Erreichen des 80. Lebensjahres stirbt, kann mit Riester sehr wohl Geld verlieren. Auch in der Ansparphase sind Verluste möglich. Wer dann aus seinem Vertrag aussteigt, verliert ebenfalls Geld. Im schlimmsten Fall machen Riester-Sparer also anders als dargestellt keinen Gewinn, sondern Verluste.
Foto: dpaIrrtum 3: Kinder bringen Riester-Sparern viel Geld
Dichtung:
"Bei Familien mit Kindern meint es der Staat besonders gut: Für jedes Kind zahlt er bei einem Riester-Vertrag eine Zulage von 185 EUR", wirbt der Versicherer Hanse Merkur 24 in einer Beispielrechnung. Für alle seit 2008 geborenen Kinder gibt es sogar 300 Euro. Klingt gut - ist es oft aber nicht.
Foto: dpaIrrtum 3: Kinder bringen Riester-Sparern viel Geld
Wahrheit:
In den meisten Fällen ändert sich die Rendite der Riester-Sparer durch die Geburt eines Kindes nicht. Zwar erhalten Sparer nach der Geburt zusätzlich zu ihrer eigenen Zulage (154 Euro) tatsächlich noch die Kinderzulage (185 Euro, für seit 2008 geborene Kinder 300 Euro). Doch neben den Zulagen gibt es auch noch einen Steuervorteil. Das Problem: Das Finanzamt zieht vom rechnerischen Steuervorteil (Gesamt-Riesterbeitrag multipliziert mit dem persönlichen Steuersatz) alle bereits ausgezahlten Zulagen ab – sowohl die eigene Zulage als auch alle Kinderzulagen. Daher fällt nach der Geburt eines Kindes der Steuervorteil meist genau um den Betrag der Kinderzulage. Solange der rechnerische Steuervorteil über der Summe der Zulagen liegt – und das ist in der Regel so –, verändert sich die Förderung insgesamt nicht. Die Summe aus Zulagen und tatsächlichem Steuervorteil bleibt dann nach der Geburt des Kindes gleich. Einen echten finanziellen Nutzen durch den Nachwuchs haben nur kinderreiche Sparer (etwa ab dem dritten Kind) oder Geringverdiener (unter 40 000 Euro).
Foto: dpaIrrtum 4: Sparpläne vermeiden eine Beitragsverrentung
Dichtung:
"Bei der Riester-Rente entscheiden Sie sich zuerst für ein Vorsorgeprodukt, mit dem Sie Kapital für Ihr Alter ansparen wollen. Das kann etwa eine private Rentenversicherung, ein Fondssparplan oder ein Banksparplan sein", schreibt das Bundesfinanzministerium zur geförderten Altersvorsorge. Falsch ist das nicht. Die ganze Wahrheit aber auch nicht...
Foto: dpaIrrtum 4: Sparpläne vermeiden eine Beitragsverrentung
Wahrheit:
Auch wer sich für ein anderes Riester-Produkt, etwa einen Fondssparplan oder einen Banksparplan entscheidet, bekommt indirekt eine Rentenversicherung. Zwar fließt die spätere Rente anfangs in der Regel direkt aus dem angesparten Guthaben im Sparplan. Damit die Anbieter der Sparpläne ihnen aber wirklich eine lebenslange Rente garantieren können, schließen diese zu Rentenbeginn für die Kunden bei einem Versicherer eine Rentenversicherung ab. Die Police übernimmt dann alle Auszahlungen vom 85. Lebensjahr an. Tatsächlich muss also bei allen Riester-Sparprodukten eine Rentenversicherung genutzt werden. Nur wer vorzeitig aussteigt, kann diese Police meiden.
Foto: dapd
Doch bis es soweit ist, heißt es, selber rechnen und folgende Tipps beherzigen:
Die Deutsche Bank hat errechnet, dass im Alter wenigstens 70 Prozent des letzten beruflichen Nettoeinkommens erreicht werden sollten. Um überhaupt in die Nähe dieses Betrages zu gelangen, sollte so früh wie möglich mit dem Sparen begonnen werden. Sollte ein 20-Jähriger eine private Rentenversicherung mit zehnjähriger Rentengarantiezeit abschließen und möchte er eine Zusatzrente von 100 Euro erreichen, müsste er bereits monatlich 16,20 Euro sparen. Sollte er eine Zusatzrente von monatlich 1000 Euro erreichen wollen, müsste er bereits 144,23 Euro beiseite legen. Zum Vergleich: Ein 50-Jähriger müsste 17 Jahre lang 767 Euro jeden Monat aufwenden, um diese Zusatzrente zu erreichen.
Eine Frau müsste laut GDV für eine monatliche Zusatzrente von 100 Euro bei einem Renteneintritt von 67 Jahren monatlich 16,44 Euro sparen. Wichtig bei der Planung hier sind zudem folgende Fragen: Reicht der Sparbetrag auch aus, wenn beispielsweise wegen einer Babypause nicht durchgehend oder Teilzeit gearbeitet wird. Eine jener Fragen, die in diesem Alter vermutlich nicht abschließend beantwortet werden können. Dennoch ist es wichtig, bei einer Entscheidung den Sparplan entsprechend anzupassen und das Thema nicht aus den Augen zu verlieren.
Doch wie legt der oder die 20-Jährige am sinnvollsten Geld auf die Seite? Gerade in der Frage nach dem bestmöglichen Ertrag besteht derzeit die Crux. So locken wegen des aktuellen Niedrigzinsniveaus weder Sparbuch noch Tages- oder Festgeld mit attraktiven Renditen. Selbst nach vielen Jahren und unter Berücksichtigung des Zinseszinseffekts summieren sich die Beträge hier nur schleppend.
Genau aus diesem Grund sollte in jedem Portfolio ein gewisser Anteil durch Aktien abgedeckt sein. Heutzutage mehr denn je. Dabei spielt auch die Schwäche einer anderen Anlageform eine Rolle: Staatsanleihen solider Staaten sind anders als früher keine Alternative, da sie noch nicht einmal Renditen von zwei Prozent zu leisten vermögen. Robert Halver von der Baader Bank sagte etwa jüngst im Gespräch mit der WirtschaftsWoche: „Dividendentitel sind die besseren Staatsanleihen.“ Neben der Aussicht auf mögliche Kurssteigerungen bieten Dividendenaktien nämlich durch ihre Ausschüttungen regelmäßige Erträge, die im Laufe der Zeit eine ordentliche Summe ergeben können.
Grundsätzlich sollte sich die Aktienquote eines guten Portfolios nach dem Lebensalter der jeweiligen Person richten. Eine Faustformel besagt, dass 100 minus das Alter einen sinnvollen Aktienanteil in Prozent ergibt. Wenn jemand etwa 20 Jahre alt ist, ergibt sich aus der entsprechenden Rechnung 100-20=80, dass die Aktienquote bei 80 Prozent liegen sollte. Natürlich hat die Rechnung insofern ihre Schwächen, als nicht alle dieselbe Lebenserwartung haben und mittlerweile auch das Renteneintrittsalter variiert. Für einen ersten Ansatz ist diese Rechnung aber durchaus zu gebrauchen.
So lesen Sie die Tabellen:
Boston Consulting ermittelt die besten zehn Aktien jeder Branche. Der Gesamtertrag (Tabelle, linke Spalte) zeigt, wie viel Prozent Anleger aus Kursgewinn und Dividenden seit Ende 2006 im Schnitt pro Jahr verdienten. Aus der Analyse der Quellen, aus denen der Erfolg sich speist, lässt sich ableiten, ob eine Aktie günstig ist. Beruht der Ertrag auf Umsatzwachstum, Gewinnmargen und Schuldenabbau, ist dies positiv.
Wankelmütige Anleger
Ein Unternehmen, das unter sonst gleichen Bedingungen seine Gewinnmarge verdoppelt, etwa von 20 auf 40 Cent Gewinn je Dollar Umsatz, müsste auch seinen Börsenwert verdoppeln. In der Realität passiert das nie, weil Anleger
Zahlen je nach Börsenstimmung anders bewerten. Ist eine Aktie stark gestiegen, obwohl sich die fundamentalen Daten eher schwach entwickelt haben, muss sich die Haltung der Anleger verändert haben: Sie gestehen dem Unternehmen etwa pro erwirtschafteten Dollar Gewinn einen höheren Börsenwert zu. Je mehr eine Aktie vom Faktor Börsenbewertung (vorletzte Spalte) profitiert hat, desto riskanter. Denn ebenso schnell, wie Aktien an der Börse beliebt werden, können sie in Ungnade fallen. Bei der Berechnung gilt: Höherer Umsatz und höhere Gewinnmargen sind wertsteigernd, ebenso Dividenden, Schuldenabbau und Aktienrückkäufe. Kapitalerhöhungen sind wertmindernd, da der Gewinn sich danach auf mehr Aktien verteilt. Der Erfolg von Kia Motors (Zeile 2) berechnet sich so: 17 Prozentpunkte aus Umsatzwachstum, 39 Prozentpunkte aus höheren Gewinnmargen, ein Punkt Dividende. 33 Punkte hat die Geringerbewertung der Kia-Gewinne (Anleger gestehen Kia für einen Dollar Gewinn relativ weniger Börsenwert zu) zunichte gemacht, drei Punkte gingen durch Ausgabe neuer Aktien verloren, 18 Prozentpunkte plus wiederum schuf Kia aus Schuldenabbau. In Summe sind dies 17+39+1–33–3+18 = 39 Prozent Gesamtertrag pro Jahr.
Illustrationen: Kristina Düllmann
Foto: WirtschaftsWoche* ¹Gesamtertrag für Aktionäre aus Umsatzwachstum, Gewinnmargensteigerung, Schuldenabbau, Verringerung der Zahl der Aktien, Dividenden, Ausweitung der Börsenbewertung seit 1.1.2007, in Prozent pro Jahr; ²in Prozent, 1.1.2012 bis 1.7.2012; Quelle: Boston Consulting Group
Foto: WirtschaftsWoche* ¹Gesamtertrag für Aktionäre aus Umsatzwachstum, Gewinnmargensteigerung, Schuldenabbau, Verringerung der Zahl der Aktien, Dividenden, Ausweitung der Börsenbewertung seit 1.1.2007, in Prozent pro Jahr; ²in Prozent, 1.1.2012 bis 1.7.2012; Quelle: Boston Consulting Group
Foto: WirtschaftsWoche* ¹Gesamtertrag für Aktionäre aus Umsatzwachstum, Gewinnmargensteigerung, Schuldenabbau, Verringerung der Zahl der Aktien, Dividenden, Ausweitung der Börsenbewertung seit 1.1.2007, in Prozent pro Jahr; ²in Prozent, 1.1.2012 bis 1.7.2012; Quelle: Boston Consulting Group
Foto: WirtschaftsWoche* ¹Gesamtertrag für Aktionäre aus Umsatzwachstum, Gewinnmargensteigerung, Schuldenabbau, Verringerung der Zahl der Aktien, Dividenden, Ausweitung der Börsenbewertung seit 1.1.2007, in Prozent pro Jahr; ²in Prozent, 1.1.2012 bis 1.7.2012; Quelle: Boston Consulting Group
Foto: WirtschaftsWoche* ¹Gesamtertrag für Aktionäre aus Umsatzwachstum, Gewinnmargensteigerung, Schuldenabbau, Verringerung der Zahl der Aktien, Dividenden, Ausweitung der Börsenbewertung seit 1.1.2007, in Prozent pro Jahr; ²in Prozent, 1.1.2012 bis 1.7.2012; Quelle: Boston Consulting Group
Foto: WirtschaftsWoche* ¹Gesamtertrag für Aktionäre aus Umsatzwachstum, Gewinnmargensteigerung, Schuldenabbau, Verringerung der Zahl der Aktien, Dividenden, Ausweitung der Börsenbewertung seit 1.1.2007, in Prozent pro Jahr; ²in Prozent, 1.1.2012 bis 1.7.2012; Quelle: Boston Consulting Group
Foto: WirtschaftsWoche* ¹Gesamtertrag für Aktionäre aus Umsatzwachstum, Gewinnmargensteigerung, Schuldenabbau, Verringerung der Zahl der Aktien, Dividenden, Ausweitung der Börsenbewertung seit 1.1.2007, in Prozent pro Jahr; ²in Prozent, 1.1.2012 bis 1.7.2012; Quelle: Boston Consulting Group
Foto: WirtschaftsWoche* ¹Gesamtertrag für Aktionäre aus Umsatzwachstum, Gewinnmargensteigerung, Schuldenabbau, Verringerung der Zahl der Aktien, Dividenden, Ausweitung der Börsenbewertung seit 1.1.2007, in Prozent pro Jahr; ²in Prozent, 1.1.2012 bis 1.7.2012; Quelle: Boston Consulting Group
Foto: WirtschaftsWoche* ¹Gesamtertrag für Aktionäre aus Umsatzwachstum, Gewinnmargensteigerung, Schuldenabbau, Verringerung der Zahl der Aktien, Dividenden, Ausweitung der Börsenbewertung seit 1.1.2007, in Prozent pro Jahr; ²in Prozent, 1.1.2012 bis 1.7.2012; Quelle: Boston Consulting Group
Foto: WirtschaftsWoche* ¹Gesamtertrag für Aktionäre aus Umsatzwachstum, Gewinnmargensteigerung, Schuldenabbau, Verringerung der Zahl der Aktien, Dividenden, Ausweitung der Börsenbewertung seit 1.1.2007, in Prozent pro Jahr; ²in Prozent, 1.1.2012 bis 1.7.2012; Quelle: Boston Consulting Group
Foto: WirtschaftsWoche* ¹Gesamtertrag für Aktionäre aus Umsatzwachstum, Gewinnmargensteigerung, Schuldenabbau, Verringerung der Zahl der Aktien, Dividenden, Ausweitung der Börsenbewertung seit 1.1.2007, in Prozent pro Jahr; ²in Prozent, 1.1.2012 bis 1.7.2012; Quelle: Boston Consulting Group
Foto: WirtschaftsWoche
Durchschnittsrenten
Laut den aktuellen Zahlen der Deutschen Rentenversicherung bezogen Männer Ende 2014 eine Durchschnittsrente von 1013 Euro. Frauen müssen inklusive Hinterbliebenenrente mit durchschnittlich 762 Euro pro Monat auskommen.
Quellen: Deutsche Rentenversicherung; dbb, Stand: April 2016
Foto: dpaOst-Berlin mit den höchsten, West-Berlin mit den niedrigsten Renten
Die Höhe der Rente schwankt zwischen den Bundesländern. Männer in Ostberlin können sich mit 1147 Euro Euro über die höchste Durchschnittsrente freuen. In Westberlin liegt sie dagegen mit 980 Euro am niedrigsten.
Aktuell bekommen männliche Rentner:
in Baden-Württemberg durchschnittlich 1107 Euro pro Monat
in Bayern durchschnittlich 1031 Euro pro Monat
in Berlin (West) durchschnittlich 980 Euro pro Monat
in Berlin (Ost) durchschnittlich 1147 Euro pro Monat
in Brandenburg durchschnittlich 1078 Euro pro Monat
in Bremen durchschnittlich 1040 Euro pro Monat
in Hamburg durchschnittlich 1071 Euro pro Monat
in Hessen durchschnittlich 1084 Euro pro Monat
in Mecklenburg-Vorpommern durchschnittlich 1027 Euro pro Monat
in Niedersachsen durchschnittlich 1051 Euro pro Monat
in Nordrhein-Westfalen durchschnittlich 1127 Euro pro Monat
im Saarland durchschnittlich 1115 Euro pro Monat
in Sachsen-Anhalt durchschnittlich 1069 Euro pro Monat
in Sachsen durchschnittlich 1098 Euro pro Monat
in Schleswig-Holstein durchschnittlich 1061 Euro pro Monat
in Thüringen durchschnittlich 1064 Euro pro Monat
Foto: APFrauen mit deutlich weniger Rente
Frauen im Ruhestand bekommen gut ein Drittel weniger als Männer. Auch sie bekommen in Ostberlin mit durchschnittlich 1051 Euro die höchsten Bezüge. Am wenigsten bekommen sie mit 696 Euro in Rheinland-Pfalz.
Laut Deutscher Rentenversicherungen beziehen Frauen inklusive Hinterbliebenenrente:
in Baden-Württemberg durchschnittlich 772 Euro pro Monat
in Bayern durchschnittlich 736 Euro pro Monat
in Berlin (West) durchschnittlich 861 Euro pro Monat
in Berlin (Ost) durchschnittlich 1051 Euro pro Monat
in Brandenburg durchschnittlich 975 Euro pro Monat
in Bremen durchschnittlich 771 Euro pro Monat
in Hamburg durchschnittlich 848 Euro pro Monat
in Hessen durchschnittlich 760 Euro pro Monat
in Mecklenburg-Vorpommern durchschnittlich 950 Euro pro Monat
in Niedersachsen durchschnittlich 727 Euro pro Monat
in Nordrhein-Westfalen durchschnittlich 749 Euro pro Monat
im Saarland durchschnittlich 699 Euro pro Monat
in Sachsen-Anhalt durchschnittlich 964 Euro pro Monat
in Sachsen durchschnittlich 983 Euro pro Monat
in Schleswig-Holstein durchschnittlich 744 Euro pro Monat
in Thüringen durchschnittlich 968 Euro pro Monat
Foto: dpaBeamtenpensionen deutlich höher
Staatsdienern geht es im Alter deutlich besser. Sie erhalten in Deutschland aktuell eine Pension von durchschnittlich 2730 Euro brutto. Im Vergleich zum Jahr 2000 ist das ein Zuwachs von knapp 27 Prozent.
Zwischen den Bundesländern schwankt die Pensionshöhe allerdings. Während 2015 ein hessischer Staatsdiener im Ruhestand im Durchschnitt 3150 Euro ausgezahlt bekam, waren es in Sachsen-Anhalt lediglich 1940 Euro.
Im Vergleich zu Bundesbeamten geht es den Landesdienern dennoch gut. Im Durchschnitt kommen sie aktuell auf eine Pension von 2970 Euro. Im Bund sind es nur 2340 Euro.
Foto: dpaRentenerhöhung
Im Vergleich zu den Pensionen stiegen die normalen Renten zwischen 2000 und 2014 deutlich geringer an. Sie wuchsen lediglich um 15,3 Prozent.
Foto: dpaReserven der Rentenkasse
Dabei verfügt die deutsche Rentenversicherung über ein sattes Finanzpolster. Nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung betrug die sogenannte Nachhaltigkeitsrücklage Ende 2014 genau 35 Milliarden Euro. Das sind rund drei Milliarden Euro mehr als ein Jahr zuvor. Rechnerisch reicht das Finanzpolster aus, um fast zwei Monatsausgaben zu bezahlen.
Nachfolgend ein Überblick, mit welcher Rente die Deutschen im aktuell im Durchschnitt rechnen können:
Foto: dpaAbweichungen vom Standardrentner
Wer 45 Jahre in den alten Bundesländern gearbeitet hat und dabei den Durchschnittslohn verdiente, bekommt pro Monat 1314 Euro ausgezahlt.
Bei 40 Arbeitsjahren verringert sich die monatliche Auszahlung auf 1168 Euro. Wer nur 35 Jahre im Job war, bekommt 1022 Euro.
Foto: FotoliaDurchschnittsrente Ost nach Arbeitsjahren
In den neuen Bundesländern liegt die Rente nach 45 Arbeitsjahren und durchschnittlichem Lohn bei 1217 Euro.
Für 40 Jahre in Arbeit gibt es aktuell 1082 Euro. Bei 35 Jahren sind es in den neuen Bundesländern 947 Euro.
Foto: FotoliaHalbtags arbeiten erhöht das Armutsrisiko
Je nach Verdienst, kann die Rente aber stark schwanken. Wer etwa im Berufsleben auf die Hälfte vom Durchschnittsverdienst kam, dessen Rentenansprüche halbieren sich auch. In den alten Bundesländern wären das aktuell nach 45 Berufsjahren 657 Euro. In den neuen Bundesländern bei gleicher Arbeitszeit 609 Euro.
Foto: dpaMaximale Rentenhöhe für Gutverdiener
Umgekehrt verdoppelt sich die Rente, wenn der Lohn während des Arbeitslebens über der Bemessungsgrenze lag. In den alten Bundesländern könnte ein Vielverdiener so auf 2628 Euro kommen. In den neuen Bundesländern sind theoretisch bis zu 2434 Euro drin.
Foto: dapd
Bei dem oder der 30-Jährigen ist die Rechnung, die bei der Festlegung des richtigen Aktienanteils im Depot helfen soll, eine leicht veränderte. Hier gilt 100-30=70, das heißt, die Aktienquote im Gesamtportfolio sollte bei 70 Prozent liegen.
Dass sich die Aktienquote eines sinnvollen Portfolios nach dem Lebensalter der jeweiligen Person richtet, liegt in der Beschaffenheit des Aktienmarkts begründet. Dieser liefert zwar auf lange Sicht die beste Rendite aller Anlageformen. Doch das geht auch einher mit der größten Schwankungsbreite. Ein Anleger, der zu einem ungünstigen Zeitpunkt in den Aktienmarkt eingestiegen ist, kann unter Umständen auch nach mehreren Jahren keine gute Performance vorweisen. Wer etwa im Frühjahr 2000 vom allgemeinen Börsenhype animiert auf dem historischen Hoch Dax-Papiere kaufte, hat seitdem unter dem Strich keine positive Wertentwicklung vorzuweisen. Im Gegenteil: Heute, mehr als zwölf Jahre später, hat der wichtigste Aktienindex Deutschlands immer noch nicht das Niveau erreicht, auf dem er damals stand.
Wenn Sie heute eine Rentenlücke in Höhe von 1000 Euro feststellen - Ihnen nach jetzigem Standpunkt und heutiger Kaufkraft trotz gesetzlicher Rente 1000 Euro fehlen würden, um all Ihre Ausgaben decken zu können - kann sich das Bild in den nächsten fünf Jahren weiter verdüstern. In fünf Jahren würden aus diesen fehlenden 1000 Euro:
1.051 Euro bei einer Inflation von einem Prozent
1.104 Euro bei einer Inflation von zwei Prozent
1.159 Euro bei einer Preissteigerung von drei Prozent
1.217 Euro bei vier Prozent
1.276 Euro bei einer Inflation von fünf Prozent
Foto: dpaAuf zehn Jahre betrachtet, vergrößert die Inflation die heutige Lücke von 1000 Euro wie folgt:
1.105 Euro bei einem Prozent Inflation
1.219 Euro bei zwei Prozent Inflation
1.344 Euro bei drei Prozent Inflation
1.480 Euro bei vier Prozent Inflation
1.629 Euro bei fünf Prozent Inflation
In 15 Jahren beträgt die monatliche Rentenlücke dann:
1.161 Euro (ein Prozent Inflation)
1.346 Euro (zwei Prozent)
1.558 Euro (drei Prozent)
1.801 Euro (vier Prozent)
2.079 Euro (fünf Prozent Inflation)
Die Inflation macht auch denjenigen das Rentenleben schwer, die noch 20 Jahre Arbeitsleben vor sich haben. Wem jetzt 1000 Euro monatlich fehlen würden, fehlen in 20 Jahren
1.220 Euro bei einer Inflation von einem Prozent
1.486 Euro bei einer Inflation von zwei Prozent
1.806 Euro bei einer Inflation von drei Prozent
2.191 Euro bei einer Inflation von vier Prozent
2.653 Euro bei einer Inflation von fünf Prozent
- jedenfalls, wenn er oder sie jetzt nicht schnell seine private Vorsorge aufstockt.
Foto: dpaNach 25 Jahren sind aus den fehlenden 1000 Euro
1.282 Euro bei einer Inflation von einem Prozent
1.641 Euro bei einer Inflation von zwei Prozent
2.094 Euro bei einer Inflation von drei Prozent
2.666 Euro bei einer Inflation von vier Prozent
3.386 Euro bei einer Inflation von fünf Prozent
geworden.
Foto: dpa/dpawebNoch ernster wird es für Arbeitnehmer mit Mitte, Ende 30, die jetzt, 30 Jahre vor Renteneintritt, feststellen, dass ihnen nach heutigem Stand monatlich 1000 Euro im Geldbeutel fehlen würden. Bis es soweit ist, werden aus den 1000 Euro nämlich:
1.348 Euro bei einer Inflation von einem Prozent
1.811 Euro bei einer Inflation von zwei Prozent
2.427 Euro bei einer Inflation von drei Prozent
3.243 Euro bei einer Inflation von vier Prozent
4.322 Euro bei einer Inflation von fünf Prozent
Das Beispiel macht es deutlich: Wessen Anlagehorizont kurz ist, etwa weil der betreffende Anleger bis zur Rente nur wenige Jahre für die private Vorsorge zur Verfügung hat, sollte dem Risiko von Rückschlägen am Aktienmarkt weniger Raum im eigenen Portfolio geben als jemand, der bis zur Rente noch einige Jahrzehnte Zeit hat und somit mehrere schlechte Börsenjahre problemlos aussitzen kann. Wer etwa 1992 in den Dax investierte, hat zwar auch die Dax-Durststrecke des zuvor genannten Beispiel mitgemacht - seinen Einsatz hat er dank anderer, sehr gut gelaufener Börsenjahre bis heute mehr als verdreifacht. Nicht ohne Grund hat Börsenlegende André Kostolany einst philosophiert: „Kaufen Sie Aktien, nehmen Sie Schlaftabletten und schauen Sie die Papiere nicht mehr an. Nach vielen Jahren werden Sie sehen: Sie sind reich.“
Wer mit 30 Jahren in einen Sparplan für eine private Rentenversicherung einsteigt, merkt schon einen deutlichen Unterschied bei der monatlich notwendigen Rate. Für 100 Euro zusätzliche Rente werden laut Berechnungen des GDV 25 Euro fällig, wer es auf 1000 Euro Zusatzrente bringen möchte, muss jeden Monat 234,21 Euro einzahlen. Eine Frau, die ebenfalls mit 67 Jahren in Rente gehen möchte und plant, durchgehend zu arbeiten, muss monatlich 26,40 Euro für 100 Euro Zusatzrente und 254,80 Euro für 1000 Euro Zusatzrente sparen.
Platz sechs: Hamburger Sparkasse
Das Deutsche Institut für Service-Qualität hat sich 15 regional und überregional tätige Banken vorgeknöpft:
- Wie gut ist deren Beratung zur privaten Altersvorsorge?
- Passen die empfohlenen Produkte zum Kunden und wird dessen individuelle Rentenlücke richtig berechnet?
Die Hamburger Sparkasse hat es im Test auf immerhin 60 Punkte und Platz sechs von 15 geschafft, die Unterlagen, die die Berater verwenden wurden von den Testern sogar mit 68,8 Punkten und dem zweiten Platz belohnt. Nur was die vermeintlichen Rentenprofis daraus machen, lässt zu wünschen übrig. Die Beratung vor Ort hat es im Vergleich nur auf den neunten Platz geschafft.
Testsieger wurde übrigens die deutsche Bank: Sie bot neben der besten Beratung auch die hochwertigsten Beratungsunterlagen. Die Mitarbeiter gingen am umfassendsten und sehr individuell auf die Situation der Kunden ein. An zweiter Stelle positionierte sich Berliner Sparkasse mit überdurchschnittlicher Kompetenz bei der richtigen Bewertung des Vorsorgebedarfs. Auf dem dritten Rang folgte Berliner Volksbank. Die Mitarbeiter analysierten ausführlich die finanzielle Situation des Kunden und stellten neben den Vorteilen der Produkte auch mögliche Risiken transparent dar.
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Platz sieben: Hypo Vereinsbank
"Bei jedem fünften Beratungsgespräch wurde nicht nach dem Einkommen gefragt. Ohne diese Angabe ist jedoch keine individuelle Altersvorsorge möglich", kritisiert Markus Hamer, Geschäftsführer des Marktforschungsinstituts. Auch detaillierte Informationen, etwa über Haushaltsausgaben oder Kreditverpflichtungen spielten häufig keine Rolle. Dementsprechend zeigte nicht einmal die Hälfte der Beratungen konkret die Höhe der individuellen Rentenlücke auf.
Auch die Hypo Vereinsbank bekleckert sich der Studie gemäß nicht mit Ruhm: Die Beratung in den Filialen bekommt 55,2 Punkte und landet auf Platz zehn, dabei sind die Unterlagen, die die Berater zur Hand haben, deutlich besser: 66,5 Punkte beziehungsweise den dritten Platz gibt es für die Papiere. Insgesamt macht das Platz sieben im Ranking.
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Platz acht: Santander
Den achten Platz belegt die spanische Santander Bank. Dabei machen die Berater des Instituts noch einen relativ guten Job. Jedenfalls sind die Unterlagen der Bank mit 47,7 Punkten und dem neunten Platz relativ schlecht bewertet, die Beratung vor Ort schafft es noch auf Platz acht.
Ein bei den Unterlagen aller Banken häufig festgestellter Mangel ist, dass in 72 Prozent der überreichten Unterlagen die gewünschten Informationen zur Rentenlücke fehlten. Auch Dokumentationen, die das Beratungsgespräch zusammenfassten, blieben selten.
Foto: dpaPlatz neun: Commerzbank
Die Analyse der Bankunterlagen zeigte außerdem, dass die Banken anfallende Kosten vielfach nicht vollständig offen legten.
Den Vorwurf muss sich die Commerzbank allerdings nicht gefallen lassen. Ihre Unterlagen schaffen es mit 65,4 Punkten auf Platz vier. Dagegen hat die Beratung in der Filiale nur auf den elften Rang geschafft. Insgesamt ergibt sich also mit 54,5 Punkten der neunte Platz für das Kreditinstitut.
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Platz zehn: Hamburger Volksbank
Besonders aufgefallen ist den Testern die mangelnde Kundenorientierung der Banken. So erhielt jeder fünfte Kunde nach einer Beratung gar kein individuelles Angebot sondern allenfalls Produktbroschüren und den Hinweis auf notwendige Folgeberatungen.
Die Hamburger Volksbank, schon die zweite Hamburger Bank im Ranking der schlechten Rentenberater, bringt es mit ihrer Vor-Ort-Beratung zwar noch auf den siebten Platz, die Unterlagen landen allerdings nur noch auf Rang 13. Insgesamt gibt es also nur den zehnten Platz für die Rentenberatung der Hamburger Volksbank.
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Platz elf: Sparda-Bank München
Ein ganz vernichtendes Zeugnis stellten die Tester den Unterlagen der Münchner Sparda-Bank aus: Letzter Platz, Null Punkte. Was Qualität und Kundenorientierung der Beratungsunterlagen und des Beratungsprotokolls angeht, stimmt hier gar nichts. Dafür arbeiten in den Filialen scheinbar clevere Leute: Für die Beratung vor Ort gab es 75,4 Punkte und Platz vier. In der Gesamtwertung reicht es aber trotzdem nur für den elften Platz.
Foto: WirtschaftsWochePlatz zwölf: Targobank
Serviceexperte Hamer kritisiert außerdem, dass bei allen Banken die "Berater in etwa 80 Prozent der Gespräche ausgiebig die Vorteile des eigenen Angebots darstellten, aber nur in 38 Prozent auch auf mögliche Risiken hinweisen."
Auch bei der Targobank sollten Verbraucher sich nicht unbedingt zur privaten Altersvorsorge informieren. Die Bank schafft es mit 51,9 Punkten nur auf den zwölften Platz.
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Auch die Kunden der Münchner Bank sollten es sich zweimal überlegen, ob sie ihre private Altersvorsorge bei ihrer Hausbank besprechen: Die Qualität der Beratungsunterlagen wurde mit 37,9 Punkten (Platz zwöf) bewertet, die der Beratung mit 33,8 Punkten (Platz 13).
Foto: PressebildPlatz 14: Sparda-Bank Hamburg
Mit der Sparda-Bank Hamburg hat es die dritte Hamburger Regionalbank in das Ranking der schlechten Rentenberater geschafft. Die Hanseaten tuen also gut daran, ihre private Altersvorsorge bei Deutscher Bank und Co zu planen. Ihre Hausbank schafft es nämlich sowohl bei den Beratungsunterlagen als auch bei der Beratungsqualität nur auf den 14. Platz.
Foto: PressebildPlatz 15: Postbank
Schlusslicht ist die Postbank mit insgesamt 11,7 Punkten. Besonders miserabel hat die Beratung in den Filialen abgeschnitten: Null Punkte für die Rentenberater. Da helfen auch die 39 Punkte (Platz elf) für die Unterlagen nichts mehr. Wer seine private Altersvorsorge in Angriff nehmen will, sollte um die Postbank besser einen Bogen machen.
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Mit 40 Jahren haben Sparer naturgemäß einige Berufsjahre hinter sich und verdienen im Schnitt gut, wer dennoch erst in diesem Alter eine private Rentenversicherung abschließt, muss schon ordentlich in die Tasche greifen. Für 100 Euro Zusatzrente werden für einen Mann monatlich 41,44 Euro fällig, eine Frau muss für den gleichen Betrag monatlich 45,53 Euro aufwenden. Für 1000 Euro Zusatzrente müssen Männer 398,30 Euro monatlich sparen, Frauen 446,08 Euro.
Wer nun weiß, wie hoch der Aktienanteil seines Portfolios ist - im Fall des oder der 40-Jährigen 60 Prozent (100-40=60), stellt sich die Frage, wie er diesen Anteil konkret ausstatten soll. Hierfür bieten sich etwa Titel an, wie sie die WirtschaftsWoche jüngst vorgestellt hat: eine Mischung mehrerer ertragreicher Aktien von Unternehmen, die zu den Marktführern in ihrer jeweiligen Branche gehören, bei denen die Wachstumsstory intakt ist und die im besten Fall auch noch eine hohe Dividende mit sich bringen. Dabei sollte der Anleger aber berücksichtigen, dass er nicht zu viele verschiedene Werte wählt. Immerhin fallen für verschiedene Titel mehrfach Ordergebühren an. Allerdings sollten unter dem Aspekt der Risikostreuung auch nicht zu wenige im Depot enthalten sein. Sinnvoll erscheint eine Zahl von zehn verschiedenen Aktien. Wer sich die Auswahl einzelner Werte nicht zutraut, sollte seinen Aktienanteil über einen Fonds abdecken, beispielsweise über einen börsennotierten Indexfonds, einen sogenannten ETF. Dieser Fonds bildet einen Index, beispielsweise den Dax, ab und ermöglicht dem Anleger so eins zu eins an der Entwicklung des Gesamtmarkts teilzuhaben.
Für den 50-Jährigen beträgt der sinnvolle Aktienanteil am Depot 50 Prozent, analog der Rechnung 100-50=50. Da hier der Anteil im Depot kleiner ist als bei den vorgenannten Altersgruppen, stellt sich auch hier die Frage, ob der Aktienanteil nicht durch einen ETF abgedeckt werden sollte. Je kleiner nämlich der Aktienanteil, desto stärker fallen die für die zwingend erforderliche Streuung anfallenden Gebühren ins Gewicht. Das ist zwar bei vermögenden 50-Jährigen nicht unbedingt der Fall. Bei einem durchschnittlichen Depot machen sich die Nebenkosten aber bemerkbar.
Mit 77,91 Euro monatlicher Sparrate ist ein 50-jähriger Mann dabei, wenn er 17 Jahre später in Rente gehen will und eine private Zusatzrente von monatlich 100 Euro erreichen möchte. Bei 1000 Euro Zusatzrente werden 767 Euro fällig. Für eine Frau wird es ähnlich teuer: Für 100 Euro monatliche Zusatzrente müssen sie 89,84 Euro monatlich sparen, bei 1000 Euro monatlicher Rente werden laut GDV 889,27 Euro im Monat fällig.
Der oder die 60-Jährige sollte nur noch einen geringen Anteil des Depots in den Aktienmarkt investieren. Immerhin sind es bis zum Rentenalter nur noch wenige Jahre. Sollte in dieser Zeit der Aktienmarkt schwächeln, der Anleger aber sein Geld zum Rentenbeginn benötigen, geht er unter Umständen mit einem Minus aus seiner Investition. Der Aktienanteil von 40 Prozent, welcher sich durch die Faustformel ergibt (100-60=40), muss in diesem Fall auch am meisten relativiert werden. Da allerdings zurzeit das Chance-Risiko-Verhältnis von Aktien deutlich besser ist als das etwa von Anleihen, kann er sogar Sinn machen.
Doch selbst wenn es bei 40 Prozent bleibt, stellt sich der Anleger die Frage, wie er die restlichen 60 Prozent des Depots aufteilt. Andere Anlageklassen bieten derzeit einfach keine Rendite. Dennoch - allein aus Gründen der schon bei den Einzelaktien erwähnten Risikostreuung sollten Anleger in ihrem Depot mehr haben als Aktien. So sollten Anleihen ebenso vertreten sein wie Rohstoffe, etwa in Form von Gold und Silber, am besten in physischer Form. Wer zurzeit Staatsanleihen absolut nicht traut und seinen Anleiheanteil nicht nur in Unternehmensanleihen investieren will, sollte die Gewichtung bei den Rohstoffen dementsprechend erhöhen. Zumal der Anleger sein Depot bei Bedarf auch wieder umbauen kann.