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Geldhaus Archegos-Pleite kostet die Credit Suisse 4,4 Milliarden Schweizer Franken

Die Bank hat den geplanten Aktienrückkauf ausgesetzt. Quelle: Reuters

Das Debakel rund um den Hedgefonds Archegos Capital drückt die Credit Suisse in die Verlustzone. Zudem müssen zwei Manager die Bank verlassen.

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Der Ausfall eines Hedgefonds aus den USA kommt die schweizerische Großbank Credit Suisse teuer zu stehen. Die Belastung dürfte sich auf etwa 4,4 Milliarden Schweizer Franken – rund vier Milliarden Euro – belaufen, teilte das Geldhaus am Dienstag in Zürich mit.

Für das abgelaufene erste Quartal rechnet das Management daher vor Steuern insgesamt mit einem Verlust von etwa 900 Millionen Franken. Die Bank hat deshalb den Rückkauf eigener Aktien ausgesetzt und will die Dividende kappen. Zudem verlieren der Chef der Investmentbank, Brian Chin, und Risikochefin Lara Werner ihre Jobs. 2020 hatte die Bank einen Nettogewinn von 2,7 Milliarden Schweizer Franken erzielt – 22 Prozent weniger als noch im Jahr zuvor.

Die hinter der UBS zweitgrößte Bank der Schweiz hatte in der vergangenen Woche vor hohen Verlusten gewarnt, da ein bedeutender US-Hedgefonds sogenannten Nachschussforderungen der Credit Suisse und einiger anderer Geldhäuser nicht nachgekommen sei.

Mehr zum Thema: Dubiose Deals, Geldwäsche, Beschattungsaffäre und jetzt Milliardenverluste mit einem Hedgefonds: Die Credit Suisse hat die Deutsche Bank als Europas Schmuddelinstitut Nummer 1 abgelöst. Wie konnte es nur soweit kommen?

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