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Geldpolitik Billionen-Forderungen der Bundesbank im Euro-System nehmen zu

Die Bundesbank ist der größte Gläubiger beim grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr in der Euro-Zone. Volkswirte beobachten die Daten deshalb genau.

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Manche Ökonomen befürchten, dass die Bundesbank auf ihren Forderungen sitzenbleiben könnte. Quelle: dpa

Die Billionen-Forderungen der Bundesbank im Zahlungssystem der Euro-Notenbanken haben zum Ende des erstens Quartals zugenommen. Diese stiegen im März um 38 Milliarden Euro auf 1,082 Billionen Euro, wie die deutsche Notenbank am Mittwoch auf ihrer Internetseite veröffentlichte.

In der Euro-Zone wird der gesamte grenzüberschreitende Zahlungsverkehr über das elektronische Verrechnungssystem „Target 2“ abgewickelt. Die Salden zeigen die Verbindlichkeiten und Forderungen an, die bei den nationalen Notenbanken dabei entstehen. Die Bundesbank ist der größte Gläubiger in dem System. Die Notenbanken Spaniens und Italiens wiesen zuletzt die höchsten Verbindlichkeiten auf.

Volkswirte beobachten die Daten genau, denn steigende Verbindlichkeiten können ein Indiz für Kapitalabflüsse aus einem Land sein. Dies war beispielsweise während der Euro-Schuldenkrise der Fall. In Deutschland gibt es schon seit Jahren eine Debatte unter Experten über die Risiken der hohen Bundesbank-Forderungen.

Manche Ökonomen befürchten, dass die Bundesbank auf ihren Forderungen sitzenbleiben könnte, sollte ein Land aus dem Euro ausscheren oder die Währungsgemeinschaft gar auseinanderbrechen. Andere Experten halten dies dagegen für Panikmache.

Die Europäische Zentralbank (EZB) führt die zuletzt hohen Target-2-Bilanzen vor allem auf die umfangreichen Anleihekäufe der Euro-Notenbanken zurück. Daher seien diese auch kein Anlass zur Sorge.

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