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Großbank Lloyds verzeichnet Gewinnrückgang und baut Vermögensverwaltung aus

Die Bank Lloyds verdient im Jahr 2020 deutlich weniger. Eine positive Entwicklung gibt es aber im Geschäft mit Versicherungen und in der Vermögensberatung.

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Der Gewinn der britischen Bank Lloyds ist in Folge der Coronakrise eingebrochen. Vor Steuern verdiente das Geldhaus im vergangenen Jahr 1,2 Milliarden Pfund nach 4,4 Milliarden Pfund 2019, wie Lloyds am Mittwoch mitteilte. Analysten hatten jedoch mit einem noch stärkeren Rückgang gerechnet. Investoren erhalten eine Dividende von 0,57 Pence je Aktie. Die notierte daraufhin in der Gewinnzone

Für Freude bei Investoren sorgte auch die Aussicht auf Ertragszuwächse im Geschäft mit Versicherungen und in der Vermögensberatung. Vorstandschef António Horta-Osório kündigte an, die beiden Sparten ausbauen zu wollen. Banken können damit in der Regel mehr Provisionserträge einnehmen und ein stärkeres Gegengewicht zu den Zinserträgen schaffen. Diese sind die Haupteinnahmequelle für die meisten Banken, sie sind aber wegen der seit Jahren lockeren Geldpolitik unter Druck. Die Bank HSBC will aus diesem Grund ebenfalls ihre Vermögensverwaltung ausbauen und setzt auf reiche Kunden in Asien.

Um Kosten zu sparen, will Lloyds in den kommenden Jahren ein Fünftel der bisherigen Büroflächen aufgeben. Durch die Corona-Pandemie arbeiten zahlreiche Banker von zu Hause aus. Viele Banken wollen künftig verstärkt Homeoffice anbieten.

Horta-Osório verlässt Lloyds im April, um Aufsichtsratschef bei der Schweizer Bank Credit Suisse zu werden. Den Chefposten bei Lloyds übernimmt im August Charlie Nunn.

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