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Hamburg Commercial Bank Ex-HSH-Nordbank verdient weniger im ersten Jahr als private Bank

Der Gewinn der Hamburg Commercial Bank ist zurückgegangen. Außerdem wurde die Restrukturierung vorangetrieben und die Mitarbeiterzahl reduziert.

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Hamburg Commercial Bank verdient weniger im ersten Jahr als private Bank Quelle: imago/Chris Emil Janßen

Im ersten Jahr nach der Privatisierung hat die Hamburg Commercial Bank auch das Neugeschäft zurückgefahren.

Wie die ehemalige HSH Nordbank am Donnerstag mitteilte, lag der Überschuss vor Steuern im vergangenen Jahr bei 77 Millionen Euro, verglichen mit 97 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Deutlicher bergab ging es beim Ergebnis nach Steuern, welches von 77 Millionen Euro auf 12 Millionen Euro schrumpfte. Zur Begründung verwies die Bank auf die geplante einmalige Minderung von latenten Steuern im Zuge der Restrukturierung.

Nahezu unverändert blieben die Quote notleidender Engagements mit 1,8% und die harte Kernkapitalquote von 18,5%.

HCOB-Chef Stefan Ermisch hatte im Dezember in einem Bloomberg-Interview erklärt, die Bank wolle ihre Bilanzsumme um mehr als ein Drittel schrumpfen und ihr Kapitalpolster aufbessern, um sich auf einen konjunkturellen Abschwung und mögliche Fusionen in Deutschland vorzubereiten.

Die HCOB wurde im vorletzten Jahr als erste Landesbank in Deutschland privatisiert und an ein Konsortium um Cerberus Capital Management LP und J.C. Flowers & Co LLC verkauft. Das Institut war nach der Finanzkrise vom Staat gerettet worden, weil es sich mit Schiffskrediten verspekuliert hatte. Im Jahr 2016 hatte die Europäische Kommission die Alt-Besitzer Hamburg und Schleswig-Holstein dazu verpflichtet, die Bank zu verkaufen.

Für den erforderlichen Wechsel von der Institutssicherung der Sparkassen und Landesbanken in das Einlagensicherungssystem der Privatbanken im Jahr 2022 sieht Ermisch die Bank “gut aufgestellt”, wie er am Donnerstag erklärte. Mit dem Übergang werde die HCOB den “Grundstein für vielfältige strategische Optionen” legen können.

Alle Zahlen sind vorläufig. Der finale Jahresbericht soll voraussichtlich am 16. April veröffentlicht werden.

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