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Konjunktur EZB-Vize warnt: Das Wachstum Anfang 2021 könnte schwächer als erwartet ausfallen

Forderungen, die EZB solle Staatsschulden von Euroländern streichen, die sie in Folge der Anleihekäufe hält, wies de Guindos entschieden zurück.

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Aus Sicht des EZB-Vizes beginnt der Einfluss der Eindämmungsmaßnahmen auf die Konjunktur langsam geringer zu werden. Quelle: imago/Hannelore Förster

Die Wirtschaft im Euro-Raum ist aus Sicht von EZB-Vizechef Luis de Guindos angesichts der Pandemie womöglich langsamer ins neue Jahr gestartet als bislang erwartet.

„Vielleicht wird in den ersten Monaten dieses Jahres das Wachstum ein wenig schwächer ausfallen als vorausgesagt“, sagte de Guindos am Freitag auf einem Symposium der London School of Economics. Dies hänge mit den Maßnahmen der Regierungen zur Bekämpfung der dritten Pandemiewelle zusammen.

Aus Sicht von de Guindos beginnt aber der Einfluss der Eindämmungsmaßnahmen auf die Konjunktur langsam geringer zu werden. „Die Wirtschaft passt sich an die Eindämmungsmaßnahmen an“, sagte der Notenbanker.

Sehr kritisch äußerte sich der EZB-Vize zu Forderungen, die Europäische Zentralbank (EZB) solle Staatschulden von Euro-Ländern, die sie in Folge der Anleihekäufe hält, streichen. In den EU-Verträgen werde das klar untersagt, betonte er. „Die Streichung von Schulden ist illegal.“ Zudem sei dies wirtschaftlich und finanziell nicht sinnvoll.
Mehr: Wir brauchen eine klügere Schuldenbremse

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