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H&M „Final Action: Vernichtung“

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Der Lack ist ab: Onlineplayer und Rivalen wie Zara haben H&M den Rang abgelaufen. Quelle: Ullstein Bild - Karsten Thielker

H&M feiert das eigene Ökogewissen. Mit der Realität hat das wenig zu tun. Interne Dokumente beweisen: Das Unternehmen lässt Kleidung vernichten. Recherchen der WirtschaftsWoche zeigen, was dahinter steckt.

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Der Bass wummert, die Party läuft. Die junge Frau schlittert über die Tanzfläche und reißt sich dabei den Strumpf auf. In der nächsten Szene bekleckert sich ein junger Mann mit einem Teller Spaghetti samt Soße. Die folgende Einstellung zeigt eine Frau, die vor einem Spiegel den Zustand ihrer Unterwäsche inspiziert. „Bringen Sie es vorbei“, fordert dazu eine eindrückliche Stimme aus dem Off. Zerrissene Strümpfe, fleckige Shirts und alte Unterhosen würden dann nämlich nicht einfach auf dem Müll landen, sondern „verpackt, verladen, abgeworfen, sortiert, gepresst, gestapelt“ – und anschließend „trägt es jemand anders“. Wie schön das ist, zeigt die finale Szene eines Sonnenaufgangs am Strand, eine Frau läuft Richtung Meer und hinterlässt dabei sanfte Fußabdrücke.

Exakt 98 Sekunden dauert der „Bring it on“-Werbespot, mit dem der schwedische Moderiese Hennes & Mauritz (H&M) seine Kunden zu Altkleidersammlern machen und sich selbst als Musterbeispiel für nachhaltiges Wirtschaften profilieren will.

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