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Asien-Europa-Gipfel Asem-Gipfel: Europas Kooperation mit Asien wichtig für Aufschwung

Nach der UN-Generalversammlung ist es das größte Treffen internationaler Staatenlenker. Auf dem Gipfel beraten sie über Pandemie und die Erholung der Wirtschaft.

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Chipkrise, Materialmängel und Lieferketten-Probleme belasten die Wirtschaft vieler Länder. Quelle: dpa

Die Europäische Union will die Kooperation mit Asien ausbauen. „Multilaterale Kooperation und insbesondere starke Beziehungen zwischen Europa und Asien sind entscheidend für unsere globale Erholung“, sagte EU-Ratspräsident Charles Michel am Donnerstag zum Auftakt des Asien-Europa-Gipfel (Asem). Im Mittelpunkt des zweitägigen virtuellen Treffens stehen die Pandemie und die Wiederbelebung der Wirtschaft in der weltweiten Krise.

In der Gruppe der 51 Staaten mit den Spitzen der Europäischen Union und des Südostasiatischen Staatenverbandes Asean sieht Michel eine „einzigartige Plattform für politischen Dialog“. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen wies auf die starken Handelsbeziehungen und die engen Verbindungen zwischen beiden Seiten hin. „Wir können so viel erreichen, wenn wir zusammenarbeiten.“

Für die scheidende Bundeskanzlerin Angela Merkel ist es der letzte Asien-Europa-Gipfel. Auch nehmen Sloweniens Regierungschef Janez Jansa für die EU-Ratspräsidentschaft und der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell teil.

Das Motto lautet „Stärkung des Multilateralismus für gemeinsames Wachstum“. Bei den Beratungen feiert die Gruppe auch ihr 25-jähriges Bestehen. Nach der UN-Generalversammlung ist es das größte internationale Treffen von Staats- und Regierungschefs.

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    Neben Covid-19 und einer regelbasierten Weltordnung sind weitere Themen auch Klimawandel und Konnektivität. Die Asem-Partner vertreten 55 Prozent des Welthandels, 60 Prozent der Weltbevölkerung und 65 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung. Das informelle Treffen findet alle zwei Jahre auf der Ebene der Staats- und Regierungschefs statt, war aber wegen der Pandemie schon zweimal verschoben worden.

    Informeller und flexibler Charakter des Forums

    Die Militärregierung von Myanmar nimmt allerdings nicht teil. Die Junta sei informiert worden, nur „unpolitische Vertreter“ entsenden zu können, berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo aus Asean-Kreisen.

    Der Verband hatte den Chef der Militärjunta, General Min Aung Hlaing, wegen seines harschen Vorgehens nach dem Putsch in Myanmar schon von vorherigen Treffen ausgeschlossen. Jetzt werde für das Land nur ein „technisches Team“ zur Beobachtung dabei sein.

    Redner wiesen darauf hin, dass der informelle und flexible Charakter des Asem-Forums eine Besonderheit sei, die in der Corona-Krise mehr als je zuvor nötig sei. Das bestehende multilaterale System „ist kaputt oder funktioniert bestenfalls schlecht“, befand die Expertin Lizza Bomassi von der Denkfabrik Carnegie in einer Analyse.

    „In einer Welt, in der Nullsummen-Mentalität und Machtpolitik zwischen den globalen Schwergewichten die Fortschritte in allen Bereichen von Klimawandel bis Technologie beeinflussen, sind Länder zwischen den Fronten zunehmend frustriert über ihren empfundenen Mangel an Handlungsfähigkeit“, schrieb Bomassi. In dem informellen Charakter abseits steifer Verfahren wie in anderen Foren liege eine Chance, Vorschläge und Empfehlungen anzustoßen und zu entwickeln.

    Vertreten sind außer den 27 EU-Mitgliedsstaaten auch Norwegen, die Schweiz, die Türkei und Großbritannien sowie Länder wie Russland und Indien, die asiatischen Wirtschaftsriesen China, Japan und Südkorea sowie Australien und Neuseeland.

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