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DigitalministertreffenG7 wollen Internet-Seekabel besser schützen

Internet-Seekabel haben heutzutage eine ähnliche Wichtigkeit wie Gaspipelines. Daher sollen sie in Zukunft besser geschützt werden. 30.04.2023 - 14:43 Uhr
Foto: imago images

Die sieben führenden westlichen Industriestaaten wollen die Sicherheit von Datenkabeln auf dem Meeresboden verbessern. Dafür werde man die Zusammenarbeit in der G7-Gruppe selbst sowie mit gleichgesinnten Partnern vertiefen, heißt es in der Abschlusserklärung des Digitalministertreffens, das bis Sonntag in der japanischen Stadt Takasaki stattfand. Japan hat gerade den Vorsitz der Staatengruppe.

Nach den Explosionen an den Gaspipelines Nord Stream 1 und 2 vor der dänischen Insel Bornholm gibt es im Westen Befürchtungen, dass auch wichtige Kommunikationsverbindungen bei einem Konflikt ins Visier geraten könnten. Die Behörden gehen bei Nord Stream von Sabotage aus. Wer dafür verantwortlich ist, ist unklar.

Nach den Vorstellungen der G7-Staaten und der EU sollten zur Sicherheit der Datenverbindungen mehrschichtige Netzwerke unterhalten werden, die Erd-, See- und Funkverbindungen beinhalten, wie aus der Erklärung hervorgeht. Wichtig sei auch, dass die verschiedenen Netzwerke kompatibel seien, um im Notfall auf andere Wege umschalten zu können. „Als Hauptschlagadern für das globale Internet sollen Unterseekabel besser gesichert und Redundanzen aufgebaut werden“, sagte der Bundesdigitalminister Volker Wissing.

Insgesamt wollen die G7-Staaten Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada und die USA bei Digitalthemen enger zusammenarbeiten. Das betrifft auch die Künstliche Intelligenz, die immer mehr Bereiche der Wirtschaft und des Lebens erfasst. In der Abschlusserklärung war in dem Zusammenhang von Chancen und Herausforderungen die Rede. Bei künftigen Gesprächen könnte es demnach um Regeln für die KI gehen. Dies könnte das Urheberrecht und Falschinformationen betreffen, die aus dem Ausland gestreut werden.

Künstliche Intelligenz – Geschichte einer Idee
In den Fünfzigerjahren prägte ein Forschungspapier den Begriff künstliche Intelligenz (KI) erstmalig. KI sollte „die Art von Problemen lösen, wie sie bislang nur für Menschen vorgesehen sind“. Bis heute ist der Begriff jedoch umstritten. Offen ist, was Intelligenz genau umfasst – und inwiefern es dafür eines eigenen Bewusstseins bedarf.
Bei dieser Spielart der künstlichen Intelligenz erzeugt das System aus großen Datenmengen Wissen – indem es etwa anhand von Fotos selbst erlernt, wie eine Katze aussieht. Einige Experten sehen in dieser Mustererkennung jedoch noch kein intelligentes Verhalten.
Für viele Anwendungen, darunter die Bilderkennung, brachten die Methoden des Deep Learning den Durchbruch. Dabei werden die neuronalen Netze des Gehirns mit ihren vielen Knotenpunkten digital nachempfunden.
Kommerzialisiert haben insbesondere amerikanische IT-Konzerne wie Google, Microsoft, IBM oder Amazon KI-Anwendungen. Sie finden sich etwa in der Spracherkennung in Smartphones, selbstfahrenden Autos oder als Chatbots, die mit Kunden auf Shopping-Seiten kommunizieren.

„Wir sind uns im Kreis der G7 einig, dass wir bei der Regulierung von KI schnell handeln müssen“, sagte Wissing laut Mitteilung. Generative KI – wozu auch Textroboter wie ChatGPT gehören – hätten ein immenses Potenzial, die Produktivität zu steigern und das Leben zu verbessern. Sie könne helfen, Lösungen für komplexe Probleme zu finden, etwa in der Medizin oder für den Klimaschutz. „Umso wichtiger ist es, dass wir als Demokraten vorangehen und die Entwicklung mit klugen Regeln begleiten, die uns vor Missbrauch und Manipulation schützen.“

Lesen Sie auch: Streit um die Erdrakete

dpa
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