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Ex-Trump-Mitarbeiterin Newman „Ich werde mich nicht einschüchtern lassen“

Donald Trumps Team hat rechtliche Schritte gegen seine Ex-Mitarbeiterin eingeleitet. Diese wirft dem Präsidenten Sexismus und Rassismus vor.

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Omarosa Manigault Newman: „Werde mich nicht einschüchtern lassen“ Quelle: AP

New York Vor einem möglichen Justizstreit mit dem Team von US-Präsident Donald Trump hat dessen frühere Beraterin Omarosa Manigault Newman ihren Ex-Chef erneut scharf attackiert. Trumps Wahlkampflager versuche sie daran zu hindern, ihre Geschichte zu erzählen, sagte Manigault Newman im Interview mit der Nachrichtenagentur AP. Doch werde sie nicht klein beigeben. „Ich werde mich nicht einschüchtern lassen. Ich werde mich von Donald Trump nicht mobben lassen.“

Wenige Stunden zuvor hatte Trumps Wahlkampflager angekündigt, juristisch gegen Manigault Newman vorzugehen. Sein Team wirft ihr vor, gegen eine Geheimhaltungsvereinbarung verstoßen zu haben.

Manigault Newman hat eingeräumt, im Jahr 2016 einen solchen Deal unterzeichnet zu haben. Sie schrieb in ihrem Buch „Unhinged“, dass ihr nach ihrer Entlassung aus dem Weißen Haus im Dezember 2017 eine Position im Wahlkampfteam für Trumps Wiederwahl mit einem Gehalt von 15.000 Dollar monatlich angeboten worden sei, wenn sie im Gegenzug eine neue Geheimhaltungsvereinbarung unterschreibe. Sie lehnte das nach eigenen Angaben ab.

Manigault Newman packt in ihrem kürzlich erschienen Buch über ihre Zeit als Beraterin im Weißen Haus aus. In den Memoiren stellt sie den Präsidenten unter anderem als Rassisten und Sexisten dar. Die 44-Jährige kennt Trump seit ihrer Teilnahme an dessen Realtiy-TV-Show „The Apprentice“ im Jahr 2003.

Im Gespräch mit der AP erklärte Manigault Newman, Trump leide unter geistigem Verfall und sei für das Präsidentenamt ungeeignet. Zudem warf sie ihm vor, Zwietracht zwischen den Ethnien in den USA zu säen. Seine von rauer Rhetorik geprägten Kundgebungen nutze er dazu, das Land zu spalten.

Seine Anhänger ermuntere er bei seinen Auftritten, erfolgreiche Schwarze niederzumachen. „Bei jeder sich bietenden Gelegenheit beleidigt er Afroamerikaner“, ergänzte Manigault Newman - und verwies auf Trumps jüngste Kritik an den Basketballstar LeBron James und die kalifornische Abgeordnete Maxine Waters. Mit Blick auf die Unterschiede zwischen ihren Ansichten und jenen des Präsidenten sagte Manigault Newman zudem: „Ich will keinen Rassenkrieg sehen, wie es Donald Trump will.“

Zugleich verwahrte sich Manigault Newman gegen Kritik, sich als Beraterin im Weißen Haus nicht genügend für andere Afroamerikaner eingesetzt zu haben. Sie habe sich dort für Vielfalt stark gemacht. Für die Personalpolitik im Weißen Haus seien zwar andere Mitarbeiter verantwortlich gewesen.

Doch habe sie damals „Tonnen von E-Mails“ geschrieben, in denen sie Kandidaten für Posten empfohlen habe. Doch habe der Präsident kein Interesse an einer ethnisch vielfältigen Belegschaft. Seit ihrem Abgang aus dem Weißen Haus gibt es dort keinen ranghohen Mitarbeiter mit afroamerikanischen Wurzeln.

Das Weiße Haus wies die Vorwürfe von Manigault Newman zurück. Sie sei eine verärgerte Ex-Mitarbeiterin mit Charakterschwächen, die nun auf Profit aus sei. Daher starte sie falsche Attacken auf jemanden, dem sie mehr als ein Jahrzehnt zugearbeitet und den sie unterstützt habe, sagte Regierungssprecherin Sarah Huckabee Sanders. „Sie arbeitete ein Jahr hier und hatte nichts von alledem gesagt. Tatsächlich war alles, was sie sagte, so ziemlich das Gegenteil.“

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