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Nato-Mitglied Bulgarien will moderne Militärtechnik in Milliardenhöhe anschaffen

Das ehemalige Ostblockland ist seit 2004 Nato-Mitglied. Seine Streitkräfte sind allerdings noch größtenteils mit russischer Technik ausgestattet.

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Der bulgarische Regierungschef ist sich bewusst, dass es in Bulgarien auch andere bedürftige Sektoren gibt. Quelle: dpa

Sofia Das Nato-Mitglied Bulgarien will für seine größtenteils mit russischer Technik ausgestatteten Streitkräfte moderne Ausrüstung kaufen. „Wir haben beschlossen, drei bis vier Milliarden Lewa (rund 1,5 bis 2 Milliarden Euro) in der Umrüstung (der Streitkräfte) zu investieren, obwohl es viele andere bedürftige Sektoren gibt“, sagte Regierungschef Boiko Borissow am Donnerstag nach einem Bericht der privaten bulgarischen Nachrichtenagentur Focus.

Dabei handele es sich um Projekte für neue Schiffe, Landmaschinen und Kampfflugzeugen. Die neue Ausrüstung sollte effektiv, preisgünstig und kompatibel mit der der Nato-Partner sein, sagte Borissow. Konkrete Hersteller nannte er nicht. Borissow sprach zum Abschluss einer internationalen Militärübung „Platinum Lion-2018“ auf dem ostbulgarischen Stützpunkt Nowo selo. Daran beteiligten sich neben den USA auch Albanien, Georgien, Moldau, Rumänien, Serbien, Montenegro und das Gastgeberland Bulgarien.

Das ärmste EU-Land Bulgarien ist Mitglied der Nato seit 2004. Das frühere Ostblockland hat noch immer viel Militärtechnik russischer Bauart. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums vom Juni gibt Bulgarien rund 1,4 Prozent des Bruttosozialproduktes für Verteidigung aus.

US-Präsident Donald Trump hatte die Verbündeten beim Nato-Gipfel in Brüssel mit Druck und Drohungen massiv bedrängt, rasch mehr in Verteidigung zu investieren und das Nato-Ausgabenziel von zwei Prozent der Wirtschaftsleistung zu erfüllen.

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