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NordkoreaKim Jong Un schwört Arbeiterpartei auf kämpferische Linie ein

Kim ruft zur Vorbereitung militärischer Maßnahmen auf. Die USA und Südkorea befürchten ein Ende des Moratoriums für Tests von Langstreckenraketen. 31.12.2019 - 11:51 Uhr

Die Sitzung des obersten Parteigremiums dauert bereits drei Tage und damit ungewöhnlich lange.

Foto: dpa

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat führende Funktionäre der regierenden Arbeiterpartei auf eine „militante“ Linie eingeschworen und sie zur Vorbereitung militärischer Maßnahmen für die nationale Sicherheit aufgerufen. In einer siebenstündigen Rede vor dem Zentralkomitee habe Kim dabei am Montag seine Ausführungen über die Arbeit des Gremiums, den Aufbau des Staats und der Streitkräfte sowie die wirtschaftliche Entwicklung fortgesetzt, berichteten die Staatsmedien am Dienstag.

Kim sprach am dritten Tag einer Plenarsitzung des Zentralkomitees. Das Treffen gehe weiter. Die ungewöhnlich lange Sitzung findet im Streit mit den USA um das nordkoreanische Atomwaffenprogramm statt. Pjöngjang hatte einseitig bis zum Jahresende eine Frist für Konzessionen der USA festgesetzt. Die kommunistische Führung hatte gedroht, einen „neuen Weg“ zu gehen, sollte Washington keine neuen Lösungsvorschläge für die stockenden Atomgespräche zwischen den beiden Ländern vorlegen.

Kim sagte in seiner Rede, die Funktionäre sollten die Idee der Partei-Richtlinien „bedingungslos und gründlich“ umsetzen. Ziel sei es, die Partei organisatorisch und ideologisch weiter zu festigen und sie zu einer „militanten Partei voller Vitalität und Elan“ zu entwickeln. Ähnlich wie schon einen Tag zuvor forderte Kim demnach „positive und offensive politische, diplomatische und militärische Gegenmaßnehmen, um die Souveränität und Sicherheit des Landes sicherzustellen“.

Beobachter erhoffen sich von der Sitzung sowie von der für Mittwoch erwarteten Neujahrsrede Kims mehr Klarheit über den angedrohten „neuen Weg“. In Südkorea und den USA wird befürchtet, Nordkorea könnte sein Moratorium für Tests von Atombomben und Langstreckenraketen aufheben.

dpa
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