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Pence trifft Abe Japan und USA wollen Sanktionen gegen Nordkorea aufrechterhalten

Japan und die USA sind sich über ihre Strategie gegenüber Nordkorea einig. Gleichzeitig macht US-Vizepräsident Mike Pence in Handelsfragen Druck.

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US-Vizepräsident Mike Pence pocht darauf, dass Japan seinen Handelsüberschuss mit den USA senken müsse. Quelle: Reuters

Tokio Fortdauernde Sanktionen gegen Nordkorea sind nach Ansicht von US-Vizepräsident Mike Pence und dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe unabdingbar für Fortschritte im Atomkonflikt. Pence versicherte am Dienstag in Tokio, die USA würden weiter diplomatischen und wirtschaftlichen Druck auf Pjöngjang ausüben und forderten dies bis zur vollständigen nuklearen Abrüstung des Landes auch von allen Staaten im Indopazifik ein.

Abe erklärte, die beiden Länder wollten gemeinsam daran arbeiten, Nordkorea zu der Erkenntnis zu bringen, dass es eine strahlende Zukunft vor sich hat, wenn es sein Versprechen einhalte.

Weiteres Thema der Gespräche war der Handel zwischen den beiden Ländern. Pence sagte zwar, der Verbund zwischen den USA und Japan sei ein „Eckpfeiler“ für Frieden und Wohlstand in der Region. „Japan ist ein unverzichtbarer Handelspartner für die Vereinigten Staaten.“

Zugleich bestehe das Handelsungleichgewicht zwischen Washington und Tokio „zu lange“, sagte Pence. Japan müsse seinen Handelsüberschuss mit den USA senken. Zu Beginn des neuen Jahres dürften die beiden Länder mit Gesprächen über einen bilateralen Handelspakt beginnen. Abe und Präsident Donald Trump hatten sich im September auf die Verhandlungen verständigt.

Pence hatte jüngst in einem Meinungsbeitrag für die „Washington Post“ geschrieben, dass die Verhandlungen über ein „historisches Handelsabkommen mit Japan“ bald beginnen sollten. Dieses solle ähnlich wie die bereits abgeschlossenen Vereinbarungen mit Südkorea sowie Mexiko und Kanada dabei helfen, „amerikanische Jobs und amerikanische Arbeiter an die erste Stelle“ zu setzen.

Nach dem Gespräch mit Abe wollte Pence weiter nach Singapur zum Asean-Gipfel reisen und anschließend am Jahresgipfel der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft, kurz Apec, in Papua-Neuguinea teilnehmen.

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