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Russland-Affäre Bis zu neun Jahre Haft für Trump-Vertrauten Stone gefordert

Dem Ex-Vertrauten von Trump droht wegen seiner Rolle in der Russland-Affäre eine lange Haftstrafe. Gegen ihn wurde unter anderem wegen Falschaussage ermittelt.

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Bis zu neun Jahre Haft für Trump-Vertrauten Roger Stone gefordert Quelle: dpa

US-Bundesstaatsanwälte verlangen für Roger Stone, einen Ex-Vertrauten von Präsident Donald Trump, wegen Vergehen in der Russland-Affäre zwischen sieben und neun Jahre Haft. Bei Stones Gebaren habe es sich nicht um „eine einmalige Fehleinschätzung“ gehandelt, hieß es in einem am Montagabend (Ortszeit) eingereichten Antrag.

Gegen den ehemaligen Berater wurde in sieben Fällen Anklage wegen Falschaussage gegenüber dem Kongress, Zeugenbeeinflussung und Behinderung von Untersuchungen im Repräsentantenhaus erhoben. Im November wurde Stone für schuldig befunden, kommende Woche soll das Urteil fallen. Er hat ein Fehlverhalten bestritten und von politisch motivierten Vorwürfen gesprochen.

Hintergrund sind Nachforschungen von Sonderermittler Robert Mueller zur Frage, ob Trumps Kampagne sich zum Zweck der Einflussnahme auf die US-Wahl 2016 gezielt mit Russland absprach. In seinem Report sah Mueller letztlich keine hinreichenden Beweise für eine kriminelle Verschwörung. Doch ist Stone der sechste Vertraute oder Berater Trumps, der im Rahmen der Mueller-Untersuchungen wegen Fehlverhaltens für schuldig befunden wurde.

Die Vorwürfe drehen sich um einen Hackerangriff auf E-Mail-Server des Dachverbands der Demokraten im Wahlkampf 2016, hinter dem Russland vermutet wurde. Damals kam heraus, dass die Enthüllungsplattform Wikileaks in den Besitz von mehr als 19.000 Nachrichten der Partei gelangt war.

Zeugen im Stone-Prozess sagten aus, dass Trumps Kampagne den Vertrauten des damaligen Präsidentschaftskandidaten als eine Art Mittelsmann betrachtete, der vorab Informationen über potenziell schädigendes Material über die demokratische Kandidatin Hillary Clinton beschaffen sollte, das die gehackten E-Mails bargen.

Die Staatsanwaltschaft wirft Stone vor, den Kongress über Gespräche belogen zu haben, die er über Wikileaks geführt habe. Einen Zeugen soll er zudem zu Falschangaben in der Angelegenheit angestiftet haben.

Die geforderte Haftstrafe von zwischen 87 und 108 Monaten Haft solle andere abschrecken, die auch Falschaussagen, eine Behinderung von Kongressuntersuchungen oder Zeugenbeeinflussung in Erwägung zögen, erklärten die Staatsanwälte.

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