Spitzentreffen zum Ukraine-Krieg: EU-Gipfel zur Energiekrise beendet – Südliche Staaten wollen Markteingriff
Besonders Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez (links) drängt auf umfangreiche Eingriffsrechte in den Strommarkt.
Foto: dpaNach stundenlangem Streit über den richtigen Umgang mit hohen Energiepreisen ist der EU-Gipfel in Brüssel am Freitagabend zu Ende gegangen. Kanzler Olaf Scholz (SPD) und seine Kollegen hatten am zweiten Tag des Spitzentreffen rund neun Stunden über Gegenmaßnahmen gerungen.
Aus Diplomatenkreisen hieß es, alle stimmten darin überein, dass man in Energiefragen unabhängiger von Russland werden müsse und die Preise sinken müssten. Doch der Weg dorthin ist heftig umstritten.
Länder wie Deutschland und die Niederlande lehnen einen solchen Markteingriff ab. Es wird etwa befürchtet, dass Lieferanten Strom anderswo verkaufen könnten, wenn die gesetzten Preise zu niedrig sind.