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Trauer in Las Vegas Trump trifft Opfer von Schießerei

Nach dem Massaker von Las Vegas flog Trump in die Metropole, um dort Opfer und Helfer der Tragödie zu treffen. Er schlägt dabei leise Töne an - über eine geforderte Debatte über Waffenrechte äußert er sich aber nicht.

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Shelby Stalker und Stephanie Melanson (links) Hinterbliebene des Massakers von Las Vegas treffen den US-Präsidenten. Quelle: Reuters

Las Vegas US-Präsident Donald Trump und First Lady Melania Trump haben in einem Krankenhaus Opfer der Schießerei in Las Vegas getroffen. Er sei „einigen der fantastischsten Menschen“ begegnet, sagte Trump am Mittwoch (Ortszeit) zu Reportern in der Lobby des University Medical Center in der Stadt. Er lobte die Ärzte, die sich um die Rettung der Opfer bemühten. „Es macht dich sehr stolz, Amerikaner zu sein, wenn du den Job siehst, den sie gemacht haben“, sagte Trump. Die Gesellschaft der USA könne nicht von dem Bösen oder der Gewalt definiert werden. Zur neu entflammten Diskussion über Waffenrechte sagte Trump nichts.

„Unsere Seelen sind getroffen von der Trauer für jeden Amerikaner, der einen Ehemann oder eine Ehefrau, eine Mutter oder einen Vater, einen Sohn oder eine Tochter verloren hat“, las Trump vor. Das Land stehe zusammen, um den Betroffenen beim Tragen des Schmerzes zu helfen. Auf seiner Reise vom Flughafen in Las Vegas zum Krankenhaus fuhr die Kolonne des Präsidenten an dem Hotel Mandalay Bay vorbei, wo ein Schütze vom 32. Stockwerk aus am Sonntagabend (Ortszeit) auf eine Menge bei einem Freiluftkonzert geschossen hatte. Mindestens 59 Menschen, inklusive dem Schützen selbst, kommen ums Leben und 527 verletzt.

Trump und seine Frau trafen später in der Polizeizentrale von Las Vegas Ersthelfer der Tragödie. Sie sollten stolz darauf sein, wie sie auf die Schießerei reagiert hätten, sagte Trump zu ihnen. „Sie haben es der Welt gezeigt und die Welt schaut zu“, sagte er. Trump hat eine lange persönliche Verbindung zu Las Vegas. In der Stadt steht sein Name in großen goldenen Buchstaben auf seinem Hotel. Er hatte während seiner Präsidentschaftskandidatur auch ausgiebig Wahlkampf im US-Staat Nevada gemacht, in dem Las Vegas liegt.

Fragen zum leichten Zugang zu Waffen lehnte er ab. Dies sei nicht die Zeit, um die Möglichkeit weiterer Beschränkungen für den Waffenkauf zu diskutieren, so Trump. Der Todesschütze hatte in seinem Hotelzimmer, von dem aus er das Feuer eröffnete, Waffen und Munition gehortet. Die Republikaner, die derzeit die Mehrheit in den Kammern des US-Kongresses halten, hatten relativ deutlich gemacht, dass sie keine Absicht haben, die Gesetze zur Waffenkontrolle zu ändern.

Trump hatte in einem Buch aus dem Jahr 2000 erklärt, er unterstütze ein Verbot von Angriffswaffen und eine „etwas längere Wartezeit, um eine Waffe zu kaufen“. In einem Buch 2013 sagte der jetzige US-Präsident, er sei für „Hintergund-Überprüfungen, um die Spinner auszusieben“. Doch Trump stütze seine Wahlkampfkampagne unter anderem auf Zuspruch der US-Waffenlobby und der National Riffle Association.

Verbote von bestimmten Waffen und Munitions-Magazinen seien ein totaler Misserfolg, hieß es in einer Broschüre der Trump-Kampagne. Gegner von Waffenbesitz-Rechten kämen mit angsteinflößenden Ausdrücken wie Angriffs-Waffe auf, um die Menschen zu verwirren. In Wirklichkeit gehe es um weit verbreitete halb-automatische Waffen und Standard-Magazine, die Zehnmillionen Amerikanern besitzen würden.

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