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Trump-Schwiegersohn Jared Kushner zu Ex-Sicherheitsberater Flynn befragt

Der Schwiegersohn und Berater von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, ist von Russland-Sonderermittler Robert Mueller befragt worden. Thema soll der ehemalige Nationale Sicherheitsberater Michael Flynn gewesen sein.

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Trumps Schwiegersohn Jared Kushner soll von Sonderermittler Robert Mueller befragt worden sein. Quelle: AP

Washington Der Schwiegersohn und Berater von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, ist von Russland-Sonderermittler Robert Mueller befragt worden. Kushner habe freiwillig kooperiert und werde das auch weiterhin tun, teilte dessen Anwalt, Abbe Lowell, mit. Die Befragung Kushners habe rund eineinhalb Stunden gedauert, teilte eine mit dem Vorgang vertraute Person der Nachrichtenagentur AP mit. Dabei sei es um den ehemaligen Nationalen Sicherheitsberater Michael Flynn gegangen. Neben Kushner seien demnach noch weitere Zeugen aus dem Weißen Haus zu Flynn gehört worden.

Ein Anwalt Flynns äußerte sich zu der Befragung Kushners zunächst nicht, ein Sprecher von Sonderermittler Mueller lehnte es ab, den Vorgang zu kommentieren. Kurz vor dem Bekanntwerden der Befragung Kushners hatten Ermittler, die für Mueller arbeiten, eine Aussage über die Privatgeschäfte Flynns vor der zuständigen Jury verschoben. Der Grund dafür war zunächst nicht klar.

Der Schritt erfolgte jedoch eine Woche nachdem Verteidiger Flynns dem Anwaltsteam von US-Präsident Donald Trump mitteilten, dass künftig keine Informationen mehr zu dem Fall ausgetauscht werden. Dies wurde als Hinweis darauf gedeutet, dass Flynn einen Deal für sich mit dem Mueller-Team finden möchte.

Nach der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten machte dieser seinen Vertrauten Flynn zum Nationalen Sicherheitsberater. Auf dem Posten konnte der sich aber nicht lange halten - im Zuge der Russland-Affäre musste er sein Amt räumen.

Flynn schied aus, weil er US-Vizepräsident Mike Pence über Kontakte in die Irre führte, die er zum russischen Botschafter in den USA, Sergej Kisljak, hatte, bevor Trump vereidigt wurde.

Seither steht Flynn immer wieder in der Kritik. Unter anderem kam ans Licht, dass er als Berater für einen türkischen Geschäftsmann tätig war, der wiederum Verbindungen zur Regierung in Ankara hatte. Seine Einnahmen durch die Dienste führte Flynn teilweise nicht in Dokumenten für das Weiße Haus auf.

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